Vermittlung von Hunden

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Hi, ihr weniger oder mehr Normalen da draußen. Ich bin Finn und bin weder noch!
Ich weiß, ich kann mit meinem Charme einfach alles umhauen, aber ihr müsst wissen, dass meine Vergangenheit mich geprägt hat. Nein, ich wurde nicht misshandelt, ich durfte einfach alles und ok, man hat mir mal aus Versehen ein wenig ins Ohr geschnitten und jetzt, da bin ich eben schneller mal besorgt, wenn man mir an die Wäsche möchte!
Mich gibt es nur mit Maulkorb. Warum? Weil ich das Beißen in der Vergangenheit echt praktisch fand und nun, naja manchmal oder auch mal öfter immer noch.
Ich bin sensibel, kann aber auch manipulativ sein, weil es Spaß macht, wenns nach meiner Nase geht und ich voll die Kontrolle habe. Mir meine Bedingungen einfach von den Augen oder zur Not von den Zähnen abgelesen werden und ich mich an meine Menschen schmiegen kann, wie eine Katze.
Also ich weiß ja, dass das Beißen viele doof finden, aber trotzdem kriege ich oft gesagt, dass ich ein klasse Kerl bin, wenn der der mich führt und lenkt, dem ich vertrauen soll, klasse in diesem Job ist.
Ich spiegel mich eben gern darin und ja ist mir peinlich, aber ich binde mich eng, gebe es aber ungern zu, deshalb geselle ich mich am liebsten nachts zu jemanden, der tief und fest schläft und wenn der das merkt, verschwinde ich schnell, bloß cool bleiben.
Ich hab viel gelernt und für was gutes zu essen, lerne ich gerne neue Tricks.
Bei meinem Spiegelbild kann ich mich super orientieren, ohne Leine laufen, ruhen, zuhören und folgsam sein, Grenzen akzeptieren, Regeln tolerieren und ganz wichtig, die Fellpflege über mich ergehen lassen, sowie viele andere Dinge, die für mich nicht so normal sind.
Fremde Menschen und auch andere Hunde sind mir völlig gleich, wie fast alles, wenn ich in der 2. Reihe unterwegs bin.
Also ich suche jemanden da draußen, der mich und meinen Maulkorb nimmt, wie wir nun mal sind, eckig und kantig und wer mehr über mich erfahren möchte, der meldet sich einfach im Tierheim Stralsund, da wo ich wohne
Machts gut, ich übergebe mal an den Menschen!

Finn ist und bleibt ein klasse Typ. Er ist super emphatisch und merkt, wenn es einem nicht gut geht.
Bindet sich so eng, dass er alles mit einem mitmachen würde, auch wenn ihm dabei nicht so wohlig ist.
Wasser liebt er, auch wenn er ungern schwimmt. Finn ist einfach ein toller Wegbegleiter, der es einem schon recht machen möchte. Ohne Leine hört er in der Regel super.
In der Häuslichkeit ist er stubenrein, macht nichts kaputt und ist ansonsten auch recht ruhig.
Alleine bleiben mag er aber nicht solange. Da er etwas wachsam ist, sollte man da weiter am Ball bleiben.
Sein Lieblingsplatz ist immer in der Küche, denn da gibt es immer so leckere Sachen. 😛

Bei ernstem Interesse arbeiten wir unterstützend mit den Interessenten zusammen und ein längeres Probewohnen ist demnach gegeben.

H 50-22

Name: Carlo
Rasse: DSH
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 16.10.2018
Größe/Gewicht: 63cm / 40kg

Carlo – Metall ziert deine Schnauze, denn deine Zähne zieren sonst den Menschen!

Klingt doof oder? Ist es auch!

Carlo wurde bei uns abgegeben, da er seit längerer Zeit aggressiv gegenüber seinem Besitzer war.
Dies äußerste sich erst beim Füttern, steigerte sich dann mit Fernhalten von Fremden und dem Beißen des Enkelkindes. Wir sind der Meinung, dass er einfach langfristig missverstanden wurde und somit „allein“ war, aber er auch charakterlich sehr impulsiv ist.
Ja, manchmal ist es wie eine Schauergeschichte, denn nur durch einen „doofen“ Zufall konnten wir seine Einschläferung verhindern!
Wir stehen da und denken uns: Man… 4 Jahre alt und zum Sterben verurteilt. Keine Seltenheit derzeit!
Sein vorheriges Leben gestaltete sich als Hofhund. Ein paar Grundkommandos hat er erlernt.
Immerhin ist Carlo am Leben und hat eine Zukunft vor sich, wie immer sich diese auch gestalten möge!

Ein verständnisvolles Miteinander kennt er nicht und er weiß irgendwie nicht, was der Mensch überhaupt von ihm will. Er kommt allein zurecht denkt er und wenn nicht, nutzt er seinen Charme, seine Akustik oder seinen Sturkopf, um an sein Ziel zu kommen. Kooperation ist mit einem Nutzen verbunden. Vertrauen, was ist das? Fallen lassen? Neee… Er mag das, was er gut findet und ist auch nur dann freundlich. Sich eine Mitte zu erarbeiten oder andere Lösungswege zu finden, ist wirklich schwer. Da kann man sich auf genau zwei Dinge einstellen. Auf den süßen Schäferhund, wie man ihn sich schon immer gewünscht hat oder auf den wütenden, den richtig wütenden, der eigentlich gar keine Freunde hat, außer sich selbst.
Carlo ist klug und er lernt extrem über Verknüpfungen, zu schnell und lange nicht nur das, was er sollte.
Das steht uns ständig im Weg. Und Dinge, die 3 Tage lang gut klappen, findet er plötzlich nicht mehr gut und dann braucht man damit bei ihm nicht mehr um die Ecke kommen. Er riecht es förmlich sofort und stimmt sich schnell darauf ein.
Warum lassen wir so einen Hund leben, denkt sich jetzt der eine oder andere vielleicht? Ob er nicht zu viel Stress hat, denkt sich der nächste?
Er mag das Leben, nur noch nicht akzeptieren, dass es für ihn Regeln gibt und Dinge, die er aushalten muss, um an sein Ziel zu kommen. Zeit ist unser Ratgeber und der Rest kommt oder eben nicht.
Carlo wird nie einen „Besitzer“ haben, weil man ihn nicht besitzen kann. Er hat aber vielleicht eines Tages das Glück einen Freund zu finden, den er auch sieht und wahrnimmt, von dem er verstanden wird und man von Fortschritten sprechen kann.
Einem Hund klarzumachen, dass er all die Verantwortung, die er Jahre lang hatte, einfach so abschütteln kann, ist so viel mehr, als nur schwer. Er hat schon richtig das Bedürfnis danach. Er will was tun, auf eigene Faust und interessiert sich nicht dafür, was der Mensch eigentlich will.
Da passt der Spruch gut „ein deutscher Schäferhund geht nicht spazieren, er rückt aus“.
Unterwegs ist er gut unter Strom, wenn er was in der Nase hat (hat er ooooft). Wild, Katzen, andere Hunde…..alles kritische Begegnungen. Fremde Menschen gehen, solange sie sich nicht „verhalten“.
Im Freilauf funktioniert es super mit Artgenossen, obwohl er nie Sozialkontakt hatte. Er lässt sich aber auch nicht alles gefallen und wehrt sich bei Bedarf. Bei einigen Hunden zeigt er auch fehlgeleitetes Beutefangverhalten.

Es ist, wie es ist. Schön reden braucht man hier nichts. Carlo kann für seine Erfolgserlebnisse nichts, denn das Beißen ist ein einfaches Mittel für einen Hund und wenn es funktioniert, ist es umso einfacher und wird nun mal zur gängigen Praxis.

H 39-22

Name: Wotan
Rasse: Dobermann
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 02.10.2020
Größe/Gewicht: 62cm / 27,5kg

Wotan – ein schönes Leben mit ein wenig Metall im Gesicht!

Wotan ist gern unterwegs, sportlich oder wandernd. Was er aber nie wollte, ist zwischen zig Menschen hin und her zu wandern. Eine Wahl hatte er aber nie.
Der eine hat wohl hier und da gutes geleistet. Denn Wotan hört gut, wenn er jemanden ernst nimmt und kann auch einige Kommandos. Er mag das Zusammensein mit seinen Menschen. Schnell findet er Anschluss und baut größtmögliches Vertrauen auf.
Bei anderen hat es dazu geführt, dass er teilweise massiv seine Zähne einsetzt. Die Gründe sind unklar. Seinen letzten Besitzer verletzte Wotan schwer, als dieser schlief.
Er war allerdings schon in der Vergangenheit das Tragen eines Maulkorbs gewohnt, was nach wie vor super klappt.

Was wir über Wotan denken und wie wir ihn wahrnehmen:

Auf der einen Seite ist er einfach der klassische Dobermann, wie wir ihn hier schon oft hatten.
Sportlich, immer auf zack und bereit für was auch immer. Lustig und für Spaß zu haben.
Sturkopf und Drückeberger, wenn er einfach mal seine eigenen Ziele verfolgt und einem auf der Nase herum tänzelt.
Herzhaft und Menschenliebhaber.
Begeisterter Katzenjäger und Konzertgeber (viele Geräusche, die von Wotan stammen, können nicht vom Hund kommen )
Ein netter Vertreter von „probiers mal mit Gemütlichkeit“, denn Wotan kann es in seinem Zimmerchen nicht gemütlich genug haben und träumt gerne auf dem Rücken liegend.

Auf der anderen Seite kann Wotan bei neuen Situationen im Zusammenspiel mit Menschen unsicher werden bis hin zu dem Punkt, dass er explodiert. Leider hat er sich in seiner Erwachsenwerden-Findungsphase dafür entschieden. Zuvor lief es diskutierend und deeskalierend ab, wovon man gerade selten sprechen kann. Dieser neue Lösungsweg ist aber auch für ihn äußerst unangenehm und Alternativen müssen derzeit erarbeitet werden. Weiterhin ist es wichtig für ihn ruhig, gelassen, behutsam, verständnisvoll und klar in der Erscheinung zu sein. Wichtige Bausteine für ein gutes Miteinander.
Im Moment scheint es so, als würde er sich gern auf eine feste Hund Mensch Beziehung versteifen, anstelle sich immer auf jemand anderes einlassen zu müssen.
Er unterscheidet derzeit also deutlich, bei wem was wie geht und bei wem nicht.

Auf dem Spaziergang lässt er die Sau raus hängen, wenn man ihn halt lässt. Gibt es klare Ansagen und Regeln, kann er sich gut daran halten und sich benehmen. Er läuft für einen Dobermann super an einer 5 Meter Schleppleine. Wichtig ist nur kluge Entscheidungen zu treffen und ihn nicht sich selbst überlassen in eine Situation zu schicken, sodass er sich in der Zuständigkeit sieht.
Gerade bei Hundebegegnungen geht er nach vorne, wenn man nur so hinten an der Leine hängt. Ist er schon hochgefahren und die Leine zu kurz, verdrescht er einen, wenn er nicht an das gewünschte Ziel kommt.
Mit Hunden generell versteht er sich gut, sofern da kein intakter Rüde bei ist. Größe ist nicht entscheidend. Hauptsache eine gut riechende Hündin oder ein Hundi, mit dem er durch die Gegend flitzen kann. Natürlich testet er auch mal das eine oder andere an und macht wem mal eine Ansage, aber er verhält sich sozial eher korrekt.

Wir können nur sagen, dass Wotan einfach das große Pech im Leben getroffen hat und es jetzt aber nun mal ist, wie es ist. Das Metall im Gesicht gehört zu ihm und wird immer ein wichtiger Teil im Alltag sein. Egal, wie süß er schaut oder spielt. Egal, wie eng er mit einem ist und wie er auf den Menschen achtet. Dennoch kann er ein recht normales Leben leben, wenn jemand ihm die Chance gibt. Anders, aber einfach gut so, wie er ist, meinen wir. Anders finden nur viele andere nicht gut, aber da muss man drüber stehen.
Man hat vielleicht noch viele steile Berge mit ihm zu überwinden, aber nichts, was unmöglich scheinen könnte. Er ist mit seinem Verhalten längst nicht allein und für uns ist das schon eher das neue „normal“…
Und wenn nur einer da draußen ihn sieht, so wie wir ihn sehen, könnte das sein Leben verändern.
So wie alle anderen Hunde auch, verdient er etwas besseres, als den stressigen oder auch mal langweiligen Tierheimalltag.

H 5-23 Spanier

Name: Burton
Rasse: Podenco Canario
Farbe: braun-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 03.09.2022
Größe/Gewicht: 52cm / kg

Wer Podencos liebt, sollte lieber jetzt die Augen schließen…denn Burton ist einfach purer Zucker!
Vielleicht auch mal etwas Quatsch mit Soße, aber mit gaaanz süßer Soße!

Wir suchen ein ihm ebenbürtiges zu Hause, denn er möchte neben einem vernünftigen Umgang, gut verwöhnt werden.

Er wird nicht als Einzelhund vermittelt, da ihm das soziale Umfeld unter Hunden sehr wichtig ist!
Burton ist ein lockerer Typ, der zwar auch sehr sensibel werden kann, aber erst mal offen auf alles los strahlt, auch wenn die Stimmung des Gegenüber vielleicht nicht die beste ist.
Er hüpft fröhlich durch die Gegend und schaut, wen er so mit seinem Gehoppel beeindrucken kann, während er nebenbei mit seiner sanften Distanzlosigkeit glänzt. 😃
Menschen möchte er bitte wie eine Delikatesse langsam aber sicher auffressen – so toll findet er die 😃 er findet schnell Anschluss und möchte dann bitte auch gut unterhalten werden und ganz viel kuscheln.

Hachja, ein kleiner Bilderbuch Bub. Wir können ihn nur lieben und du?

Bei Interesse bitte Vermittlungsablauf siehe Homepage beachten.

H 34-23

H 34-23

Name: Wotan
Rasse: Mischling
Farbe: beige
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 09.02.2018
Größe/Gewicht: 64cm / 35kg

Wotan – ein wahrer Schatz, wenn man tief genug gräbt!

Wotans Leben hat noch gar nicht richtig begonnen und das weiß er auch. Es fehlt das genaue Etwas, welches es lebenswert macht. Es ist einfach nicht so, wie er es sich gerne ausmalen würde, nicht so, wie es ihm würdig wäre.
Einst vernachlässigt und wegen schlechtem Gesundheitszustand beschlagnahmt und im Tierheim gelandet. Dort waren leider keine gesundheitlichen Verbesserungen eingetreten und es kam sogar noch zu einem Beißvorfall, weswegen wir ihn letztendlich übernommen haben.

Krankheit und Verhalten liegen meist viel näher beieinander, als die meisten es wahrhaben wollen. Oft wird nicht richtig hingesehen oder erst viel zu spät. Und schneller als man dann noch schauen kann, ist es auch schon passiert – der Hund wird aggressiv und beißt eventuell.

Oder Wotan lernte es schon vorher, sich in gewissen Situationen nicht zurückzunehmen – wer weiß. Man kann am Ende dann doch nur spekulieren, hilft dem Hund aber auch nicht.

Wir wissen aber: Unter dem Dreck der Vergangenheit glänzt Wotan wie pures Gold!

Nun, wo er wieder so gut es geht im Leben steht, nur nicht am richtigen Ort, wohlgemerkt, ist da ein klasse Typ, über den es sich zu reden lohnt. 🙂

Menschen sind ihm wichtig und die findet er klasse. Schnell findet er Anschluss und genießt Qualitätszeit sehr. Ein waschechter Kuschelhund verbirgt sich da! Allerdings braucht er nicht die ganze Zeit wie wild bespaßt zu werden. Er kommt auch mal gut mit sich selbst aus, beobachtet, genießt die Ruhe, was auch immer.

Unterwegs haben wir einen recht außen-orientierten Wotan, der es liebt, gemütlich durch die Welt zu streifen und die Nase arbeiten zu lassen. Ab und zu bekommt er seine 5 Minuten und da möchte er auch mal wie wild spielen oder sich im Wasser auslassen. Er liebt es, durchs Wasser zu laufen und es durch sein offenes Maul gleiten zu lassen. Ab und zu wird auch mal untergetaucht. 😛 Wasser sollte also auch mal auf dem Plan stehen!
Wenn Wotan seine Zweibeiner für korrekt und zuverlässig hält, dann weiß er auch, sich keine große Mühe machen zu müssen, sollte es mal zu einer Konfliktsituation kommen. Trifft man allerdings aus seiner Sicht dumme Entscheidungen, regelt er die Sache gern selbst. Eine Hundebegegnung könnte da zum Beispiel unangenehm werden. Wotan weiß um sein Gewicht, wenn es drauf ankommt.
Größtenteils wird unterwegs alles ignoriert wie zB. Fußgänger und Radfahrer, auch wenn man mal spontan angequatscht wird, stellt es nicht direkt ein Problem dar.

Mit anderen Hunden, sofern es sich nicht um intakte Rüden handelt, versteht er sich super. Er ist eher ängstlich und muss noch etwas Sozialverhalten aufholen, macht es aber super 🙂

Wenn wir mit Wotan unterwegs sind oder bei ihm eine körperliche Manipulation stattfindet (untersuchen oder Pfoten, Ohren etc.), trägt er seinen Maulkorb. Das ist daher wichtig, dass Wotan sich nicht anders zu helfen weiß in einer für ihn unangenehmen Situation zu beißen, wenn doch auch schon Knurren nicht geholfen hat. Er ist absolut nicht nachtragend und möchte einem auch nichts böses. Ist die blöde Situation vorbei, ist auch alles wieder gut.

Für Essen tut Wotan auch so ziemlich alles. Das ist ihm sehr wichtig. 🙂 Wird man von ihm ernst genommen, führt er Erlerntes auch ohne Bestechung aus. Muss man halt drauf hinarbeiten. 😛

Wotan, in sich so ausgeglichen, dennoch sitzt er manchmal auf dem Pulverfass und weiß nicht wohin mit sich, wo er doch auf der Suche nach seinem richtigen Leben ist…wann kann es endlich beginnen?

Wir hoffen so sehr, dass seine Geschichte und sein Wesen, wie es heute ist, nicht direkt abschreckend auf alles und jeden wirkt. Dass er gesehen wird, irgendwo da draußen und jemand erkennt, was das für ein toller Kerl sein muss. Jemand, der ihn ernst nimmt und auch alles drum herum nicht mit Leichtsinn bearbeitet. Jemand, der zusammen mit Wotan den Weg gehen wird, von dem er doch schon so lange träumen muss.

Und mit dem richtigen Spaten in der Hand kann man graben, bis man Wotans Schatz erlangt…

H 33-23

Name: Lucky
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 01.03.21
Größe/Gewicht: 57cm / 30kg

Lucky – Wenn glücklich sein doch nicht alles ist und es den Menschen zu viel wird.

In guten sowie in schlechten Zeiten – so wünscht sich Lucky seinen hoffentlich letzten Antritt zu einer Reise, die diesmal nicht ins Leere führen soll.

Seine Vergangenheit können wir nur ein wenig nachvollziehen – aus Erzählung der mindestens 4 Vorbesitzer und einer gescheiterten Vermittlung unsererseits.

Bevor er zu uns kam, wurde er einfach ausgesetzt, denn es lohnte sich bisher nicht für und mit ihm zu kämpfen….

In Kurzform hieß es zu uns: er beißt, er mag keine Kinder und man müsse Angst vor ihm haben.

Wir konnten Lucky nun selbst gut kennenlernen, da er auch außerhalb des Tierheimalltags von einer Mitarbeiterin unter der Woche betreut wird. Nun wissen wir, wo wir ungefähr stehen mit dem Burschen. 🙂

Lucky wünscht sich am liebsten kein Einzelhund sein zu müssen. Er orientiert sich gern an anderen Hunden und mit dem richtigen Partner wird sich ausgiebig beschäftigt und gespielt. Ihm gefällt es sehr und er würde als Einzelhund sicher sehr fordernd an seine Menschen sein.
So oder so hat Lucky Power und endlos Ausdauer. Heißt nicht, machen machen machen, aaaaaber richtig auslasten und auch bei Ruhephasen bleiben. Das Prinzip hat er gut verstanden und freut sich richtig, wenn er sich in seinem zu Hause schlafend breit machen darf. Am liebsten auf der Couch neben seinen Liebsten.
Die kleine Sportskanone beherrscht viele Grundkommandos und geht mittlerweile super an der Leine. Im Freilauf ist er meistens sehr gut abrufbar. An der Leine gehört er in die zweite Reihe, sieht dies jedoch nicht immer so und geht je nach Hund auch mal nach vorn. Daran muss noch weiter gearbeitet werden.
Alleine bleiben ist ein Thema bei ihm – verständlich bei seiner Geschichte.

Lucky ist intelligent und macht sich das gern zu Nutze. Seine Ziele verfolgt er ebenfalls mit viel Ausdauer und man muss wirklich zu ihm durchdringen, um von ihm ernst genommen zu werden. Körperliche Manipulation findet er teilweise doof, akzeptiert diese aber schnell, wenn ihm auch bewusst wird, dass gar nichts schlimmes passiert.
Sachen wie zB. bürsten, untersuchen, Regenmantel anziehen, sind kein großes Thema für ihn. Seinen Maulkorb lässt er sich ebenfalls wunderbar anziehen. 🙂

Er wünscht sich jedenfalls Fairness, benötigt aber gezielte Konsequenz. Kein Eitschi Deitschi.
Er freut sich über positives Training, gerne auch mit Klicker. Seine Tricks zeigt er dazu mit voller Motivation. 🙂

Seine Zähne benutzt er situativ, will es eigentlich aber überhaupt nicht, konnte bisher aber nicht in jeder Situation mit einer anderen Strategie fahren.
Er ist sehr gestresst, wenn er sich mit seinem Menschen in einem Konflikt befindet, da er es eher sehr harmonisch bevorzugt.

Natürlich ist bei seinem Verhalten entscheidend wer wie wo mit ihm agiert und ihn leitet, sein Partner und Freund ist und wie viel Vertrauen es überhaupt dazwischen gibt.

Wenn er einen erstmal kennt und man sich in sein Herz schleichen konnte, gibt es kein Zurück mehr!

Wir denken: wenn man es richtig anstellt, hat man am Ende diesen wunschlos glücklichen Hund, vollkommen Lucky – aber man muss es auch wollen!

Wir suchen also Menschen, die nicht gleich abgeschreckt sind und Lucky erstmal einfach nur als Hund sehen. Als einen, der gefordert werden möchte, der lernen möchte, der aber auch Grenzen benötigt und auch nicht in Watte gepackt werden will.

Menschen, die ihn viel integrieren, die ihm Sicherheit geben und ihn nicht ständig irgendwo anders unterbringen müssten. Für viel hin und her werden einfach nicht mehr viele Nerven übrig bleiben. Er soll nicht immer wieder das Gefühl bekommen, dass er wieder ganz allein ist und nur sich selbst vertrauen sollte.

Für die Eingewöhnungszeit setzen wir voraus, dass sein Maulkorb drauf bleibt, bis er sich vernünftig eingelebt hat und sein neues Alltagsleben verstanden und angenommen hat. Denn anfangs vertraut er Menschen nicht und kann deren Verhalten nicht einschätzen, weshalb es dann zu einer unschönen Situation kommen könnte. Weiß er wie der Hase läuft und man selbst eben auch, benötigt er diesen natürlich nicht zwangsläufig 24/7. Aber damit eilt es ja nicht, denn Sicherheit geht vor. 🙂

Lucky würde sich sehr über Bewerbungen freuen, denn er möchte sein Herz endlich mal gänzlich verschenken.
H 22-24
Name: Acai
Rasse: Schäferhund
Farbe: schwarz
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: geb ca 2020
Größe/Gewicht: 61cm / 33kg
Acai – unsere etwas fettige Wunderbeere!
Unsere Black Beauty kam als Fundhund zu uns und wurde bisher nicht vermisst.
Vielleicht wurde er ausgesetzt, da man mit ihm überfordert gewesen sein könnte – wer weiß..
Acai hat ein sehr dünnes Nervenkostüm, dafür viele Kilos zu viel – zu viel Kraft, Kraft, welche er auch nutzt, wenn er ein Ziel vor Auge hat.
Der liebenswerte Schäferhund fühlt sich hier bei uns leider sehr unwohl. Er hält es ohne beständige Nähe zum Menschen kaum aus und tritt im Alltag oft nervös auf.
Mit Artgenossen versteht er sich im Freilauf nach Sympathie. An der Leine sieht es etwas anders aus. Ob er nur zum Hund hin möchte oder eben eine Leinenaggression hat, lässt sich nicht genau sagen.
Acai möchte sehr gefallen und alles richtig machen, aber es hat wohl noch keiner den richtigen Weg mit ihm gefunden.
Dabei ist er so ein aufmerksamer lieber Kerl, der einen ja quasi schon fragend anschaut.
Wir haben zum Beispiel Gassigänger, die super mit ihm klarkommen und dann wieder welche, die wirklich überfordert sind.
Ihm wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Sein Leben wie es vorher war, existiert nicht mehr…. wie soll man sich da auch verhalten?
Wir sind froh, dass er einfach soooo lieb ist und so gerne mit uns Menschen agieren möchte und suchen wirklich dringend nach einem passenden zu Hause! Er sollte möglichst schnell Anschluss finden können, denn erst dann wird er wirklich zur Ruhe kommen. 😞
Er freut sich also auf baldige schöne Bewerbungen 🙂