Vermittlung von Hunden

Namen: Tulio und Gabi

Rasse: Mischlinge
Geschlecht: Rüde/ Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum:02.05.2011
Größe / Gewicht: 14 kg / 12kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Zwei Hunde, wie keine anderen…
Und nur, wenn man sie kennt, kann man sie verstehen.
Sie werden nur zusammen vermittelt und das ist auch gut so!
Sie kennen es gar nicht anders und das ist immer das, was ihnen am Ende noch bleibt.

Nachdem sie größtenteils ihre Scheu gegenüber Menschen besiegt haben, waren sie wie neu geboren…jung, wild, voller Lebensfreude eben.

Für ein funktionelles Zusammenleben mit den beiden gibt es von uns einen Fahrplan zur Orientierung.
Jeder kann es schaffen, zu lernen, sie zu Gunsten der Gesamtheit zu händeln.

Draußen sind sie beide sehr aktiv und freuen sich über jede Erkundungstour, egal ob Feldweg, Strand, Wald oder Wandertour.. hauptsache was erleben! Tulio orientiert sich sehr gut an Menschen, die er bereits kennt und hört dementsprechend gut. Auf alles, was wichtig ist. Gabi drückt sich gern davor, wenn sie es allein durchstehen müsste…deshalb macht sie oft das, was Tulio macht. Natürlich muss man bei Gabi weiter daran arbeiten, es ging schonmal besser!
Im Freilauf fehlt Gabi eben immer noch die Sicherheit und das Vertrauen, welches zB. über die Leine aufgebaut wurde.

Drinnen möchten die beiden ein gemütliches Hundebettchen und oft auch einfach ihre Ruhe. Sie kommen von allein, wenn sie wollen. Hast du aber essen, sind sie schneller da, als du gucken kannst.:)

Tulio lässt sich auch zu seinen Bedingungen sehr gerne kraulen und Gabi versucht ihre Vorliebe dafür meist noch zu verstecken :D.

In bestimmten Situationen benötigen sie ihr Sicherheitsgeschirr und einen Maulkorb.

Sie brauchen keinen Garten!
Die Wohnung muss nicht so groß sein, dass sie sich abschirmen können!
Gemütlichkeit und liebe Menschen, die gern draußen unterwegs sind und daran die Freude an den Hunden finden, anstelle immer bloß kuscheln zu wollen, reichen völlig aus 🙂

Die beiden haben draußen auch keine Angst oder Panik, sind stets neugierig und wollen alles kennenlernen, sie möchten lediglich ihre Individualdistanz, wenn sie sie gebrauchen können und Verständnis dafür, dass 8 Jahre Scheu vor Menschen immer Spuren hinterlassen werden!!! 🙁

Man kann sie überall mithin nehmen und sie haben Spaß daran, sofern sie nicht in der Nähe von Kindern sein müssen…Hotel, Urlaub, Restaurant, Freunde…

Die coolsten Hunde, wenn man gern nach Fahrplan fährt 🙂

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Finn, der alle mit seinem Aussehen blendet…

Seine Vergangenheit öffnete ihm das Tor zu dem, was er heute ist, mal nicht ist, es immer wieder werden kann oder es manchmal einfach vergisst.

Wir träumen immer noch von einem zu Hause für den “viele Persönlichkeiten Knirps“.

Es ist eigentlich ganz einfach. Diese Zeit hat viel mit ihm “gemacht“ und Ziel ist es, ihm immer wieder andere Lösungswege zu zeigen, auf freundliche Art, als die, die er ab und zu doch noch für logisch empfindet.

Worum gehts eigentlich?

Wenn Finn dir oder einer Sache nicht vertraut, dann hat man eben ohne Maulkorb mal den kürzeren gezogen.
Er weiß eben nicht, wies geht, nicht immer, immer öfter aber.
Hat man Finns Vertrauen vollstens erarbeitet, darf man ihn bürsten, untersuchen, rumblödeln und albern, Bauchkrauli machen, hochheben, Küsschen geben uuund kuscheln sowieso…
Natürlich einiges zu seinen Bedingungen, was völlig okay ist.

Kann er sich auf dich vollstens verlassen, ist er ein ruhiger Begleiter, ignoriert alle Reize, rennt fröhlich umher oder läuft entspannt an der Leine.
Eine gewisse Grundnervösität hat er allerdings. Ein kleiner Hibbel Habbel eben 🙂

Man darf den Hübschling nicht unterschätzen und man darf sich nicht dran stören, dass er draußen nur mit Maulkorb zu sehen sein wird.

Man muss nicht die krasseste Ahnung haben, man muss aber bereit sein, zu lernen, ihn zu händeln und Freude daran haben.
Man muss bereit dafür sein, unseren Fahrplan zu fahren, damit Finn nicht der Boden unter den Füßen weggezogen wird und er dann nicht aus allen Rastern fällt.

Man muss auf Hochs und Tiefs gefasst sein, bis alles seinen Weg geht…der Weg ins bedingungslose Vertrauen…

H 3-14
Name: Darlo
Rasse: Mischling
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 10.11.12
Größe/Gewicht: 48 cm / 15 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Alle guten Dinge sind drei? Das würde Darlo jetzt gerne erleben!
Unser kleiner Sorgenwuffi…wo fangen wir da an?
Ursprünglich von Teneriffa hier her geflogen und wir glaubten es, ihn in eine tolle Familie vermittelt zu haben, wurde er dann einfach an ein anderes Familienmitglied verschenkt, welches für uns nie in Frage gekommen würde. Darlo landete dann nach etlichen Jahren wieder bei uns und hatte dabei fast 20 Kilo auf den Rippchen, wo wir ihn doch mit ca 10 Kilo Sportgewicht vermittelt hatten. Zudem wurde ewig nicht Spazieren gegangen und Darlo fristete seine Zeit viel im Garten.
Bei uns fanden viele Gassigeher schnell Gefallen an ihm und er wurde täglich freudig Gassi geführt. 🙂 Mit Artgenossen hatte er leider auch kaum richtig Kontakt und da musste er sich erst mal wieder etwas einfuchsen… schnell schlossen ihn seine Interessenten ins Herz und alles lief super, doch leider ging einiges schief, nachdem Darlo sich eingelebt hatte.
Er zeigte, dass er sich schnell verantwortlich fühlte, wenn er seine Menschen nicht für ganz fähig hielt und dadurch hatten nicht nur er, sondern auch die Familie enormen Stress. Darlo ging draußen bei jedem Reiz nach vorne, bellte und pöbelte, bis auch im Haus selbst ein Familienmitglied von ihm gestellt wurde. Das ist auch der Grund, weshalb er nun wieder hier ist. Es hat einfach nicht gepasst und Darlo, der so einfach sein kann, braucht doch etwas mehr Feingefühl seiner Menschen, um ein sorgenloses Leben führen zu können!
Hat er so jemanden bzw. geht er mit uns spazieren, reagiert er so gut wie auf nichts und lässt sich zur Not auch sofort aus einer Situation herausbringen und man kann einfach überall entspannt mit ihm unterwegs sein, mit oder ohne andere Hunde, egal ob Jogger, Fahrradfahrer oder oder! Liebt es, auch einfach mal gemeinsam die Seele baumeln zu lassen und irgendwo zwischen Baum und Borke, das Streicheln zu genießen…. 🙂
Für die Zukunft sind wir nun auf der Suche nach 1 oder max. 2 Bezugsperson, die auch etwas mehr „Hund“ können, also Körpersprache verstehen und wissen, wie man im Handling mit Hunden zu sein hat, die ihre Menschen gerne und schnell von allem und jedem abschirmen und damit dann ganz viel Arbeit haben, die diese Hunde gar nicht wollen!!
Darlo möchte nicht an der Front kämpfen, er möchte einfach ein toller lustiger Wegbegleiter sein und Menschen an seiner Seite haben dürfen, die sich um den Rest kümmern können und wollen, die kluge Entscheidungen für den Darlo treffen können und wissen, dass man Darlo zurückweisen muss, falls er nach vorne geht. Etwas körpersprachliches Eingreifen reicht dafür tatsächlich völlig!
Mit Ablenkung und Leckerlies erreicht man bei ihm nicht viel, außer dass er sich weiter und weiter unnötig in eine Situation reinsteigert und nur noch wild vor sich hin bellt!

H 83-21

Name: Kängel aka Leon
Rasse: Mischling
Farbe: blond
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 2017
Größe/Gewicht: 55 cm / 24 kg

Kängel – der angeblich ein Kangal sein soll.

Der Bursche hats nicht immer leicht und man selbst als sein Besitzer vielleicht auch nicht zu jeder Zeit. Hierhergekommen mit der Feuerwehr, war er erst mal voll durch den Wind. Hier ließ er sich dann ganz gut mit Essen bestechen, nachdem es zuvor Stunden dauerte, ihn zu sichern.
Nach und nach lernte er uns alle kennen, wo er sich anfangs meist immer nur an eine Person schließen konnte, zu der er dann unglaublich aufgeschlossen war und bei anderen so tat, als wäre er der „Angsthund vom Dienst“.
Natürlich wurds immer besser und wir sind alle cool mit ihm, kommt aber dennoch jemand fremdes herein, dann kann er ganz schön böse sein. Das darf man nicht unterschätzen.
Um ihn besser kennenzulernen und auch wegen ein paar vermuteten körperlichen Wewe’chen durfte er gewisse Vorzüge genießen. Bei uns tagsüber im Container hausen, wo immer mal einer ist und er auch mehr von sich preisgeben kann.
Vom Vorbesitzer bekamen wir auch nur die Info, dass er niemand anderen akzeptierte und immer im Angriffsmodus gewesen sein soll.
So einfach pauschalisieren wir diesen Hund natürlich nicht.
Kängel, der angeblich Leon heißen soll, ist an sich echt ein toller Hund, cooler Typ, rundum Seelsorger und vieles mehr.
Mit seinen Menschen ist er total eng angeschlossen und für viele Unternehmungen bereit. Hat immer ein offenes Ohr für einen und freut sich einfach immer, wenn er die Aufmerksamkeit seiner Menschen hat.
Wenn man auch etwas Feingefühl für ihn mitbringt, richtig hinsehen und hören kann, dann kann man mit Kängi Kängel definitiv völlig entspannt durch den Alltag kommen und sich immer die Zeit für gute Laune und Blödeleien zurecht legen. 🙂
Das mit dem Kangal ist Verhaltens technisch nicht ganz unkorrekt.
Seine Wachsamkeit wird bleiben und das Abschirmen seiner Bezugspersonen ebenfalls, wenn man ihn machen lässt.
Thema andere Hunde ist da definitiv schon schwieriger. Er kann super gut mit groß und klein und spielt auch super süß mit seinen Kumpels, aber das geht nur, wenn der Mensch nicht dabei ist.
Kängel möchte den Menschen für sich haben, für sich ganz allein und das zeigt er dann deutlich.
Er lässt sich auch schwer davon abhalten und nutzt jede Gelegenheit, den anderen Hund dann maßzuregeln und lässt sich dabei zwar von uns wegschicken, aber fängt immer wieder damit an. Manchmal stellt er da auch komplett auf taub und naja, das erschwert das ganze eben.
Damit muss man leben.
Gesundheitlich wurden ein paar Dinge abgeklärt, die sich nicht bestätigten. Da er unseres Erachtens nicht so gut gelaufen war, was jetzt aber immer besser wird, dachten wir, da ist wohl was im Busch, aber Fehlanzeige 🙂

Für Kängi kanns jetzt nur besser werden, vor allem wenn sich jetzt auch noch jemand melden würde, der ihn auch verstehen lernen möchte und seine Bedürfnisse akzeptiert, wie sie eben sind und nicht denkt, ach das wird schon alles. Charakter bleibt nun mal immer bestehen und wir denken, er ist da schon sehr manifestiert. 🙂

Er wartet denn mal auf die Leute, die Lust haben mit ihm mal blödelnd und mal ernst durch die Welt zu laufen!

H 5-22

Name: Maya
Rasse: DSH
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 2013
Größe/Gewicht: 60 cm / 37 kg

Maya – ein Hund der „Dunkelheit“, welcher trotzdem die „Sonne aufgehen“ sieht.

Manchmal sind wir es leid, so viel Leid zu sehen oder davon zu hören. Nein, wir sind nicht die, die wegsehen, aber die, die bald von all dem noch erblinden.

Maya durfte ihr Leben draußen in einem Zwinger verbringen. Es gab nicht mal eine richtige Hundehütte. Der Zweithund durfte drinnen leben. Wie auch immer. Man kann es in die Länge ziehen – das wollen wir hier nicht.

Es nimmt uns mit, aber wir müssen für den Hund nach vorne sehen, denn sonst hat sie nichts davon – von ihrem neuen Leben. Mitleid hilft ihr auch nicht weiter. Nur, dass es jetzt besser wird.

Das schöne ist, dass Maya mit ihrer neugewonnen Freiheit auch eine Menge anfangen kann.
Sie erkundet viel mit der Nase ihre Umwelt und geht gerne spazieren.
Sie macht das wirklich gut. Natürlich gibt sie gerne vor, wo es lang geht und versteht noch nicht recht dieses Zusammenspiel von ihr und einer Bezugsperson, aber egal wo man mit ihr ist, zum Kuscheln ist immer Zeit. Da purzelt sie gern mal schnell zu Boden, um sich Nähe abzuholen 🙂

Da sie es drinnen gar nicht kennt, gibt es da Nachholbedarf. Wenn wir mit ihr drinnen sind, kann sie sich noch nicht so gut entspannen. Sie genießt wie auch draußen die Nähe von Menschen, stürzt sich aber gleich auf Textilien bzw. Decken und macht diese dann kaputt, wenn man sie nicht davon abhält. Warum sie das genau macht, können wir nicht sagen, da sie es auch tut, wenn wir mit ihr auf einem kuscheligen Plätzchen liegen und sie es ersichtlich genießt.

Für uns wäre es daher wichtig, dass im neuen zu Hause ein Garten vorhanden ist, damit man das alles Schritt für Schritt mit ihr angehen kann. Wahrscheinlich kann man sie in der Anfangszeit drinnen auch nicht aus den Augen lassen.

Mit anderen Hunden konnten wir bisher ein paar kleine Eindrücke sammeln.
Im Vorbeigehen fixiert sie und zeigt deutlich, dass sie den anderen Hund packen möchte.
Wir haben uns das mal mit einer anderen Hündin ihrer Größe angeschaut und beide mit Maulkorb gesichert.
Man konnte deutlich sehen, dass Maya andere Hunde gerne „bewegt“ und bestimmen möchte, wer sich wie wo aufhält. Die Butter lässt sie sich sicher nicht vom Brot nehmen, ohne dass daraus ein Konflikt wird, der ausarten kann. Akzeptiert das Gegenüber ihre Ansagen, bleibt es cool bis angespannt. Wird es ernster, akzeptiert sie aber auch die Meinung der anderen Seite. Auf dem Spaziergang war es dann recht entspannt und auch kein Konfliktpotenzial zu sehen, jedoch hat Maya ihre Menschen lieber für sich.
Man muss halt einfach wissen, dass Maya charakterlich eher der Draufgänger Typ ist und eine Hundebegegnung nicht unbedingt entspannt ablaufen würde, sie generell aber nicht „unverträglich“ ist.

Wir suchen dringend eine neues zu Hause für Maya, da wir ihr schnell wünschen, dass ihr Leben endlich so sein kann, wie sie es verdient.
Wir können Maya leider im Alltag nicht so unterstützen, wie sie es bräuchte, um auch drinnen Fortschritte zu machen. Da fehlt uns leider die Zeit 🙁
Wir hoffen, da draußen ist einfach jemand, der genau wie wir sofort erkennt, was für ein toller Hund sie einfach ist! 🙂

Nachtrag

Nun haben wir Maya über die Zeit besser kennenlernen können und mehr über sie zu sagen 🙂
In unseren Räumlichkeiten ist sie mittlerweile auch gerne unterwegs. Allerdings bleibt bestehen, dass sie gerne Sachen kaputtmacht. Sie ist sehr auf Spielzeug fixiert und trägt gerne Dinge herum, egal wie schwer diese sind. 😃
Demnach könnte es passieren, dass Maya drinnen vor Freude mit Dingen hantiert, die eigentlich heile bleiben sollten.
Aber Übung macht den Meister 🙂
Sie ist eine totale Wasserrate und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Aufgeblüht ist sie einfach unvorstellbar und stets freundlich zu allen möglichen Zweibeinern.
Leider gab es bisher keine Interessenten, was wir sehr schade finden, da sie einfach toll ist, gefallen möchte, sich immer gerne ins Zeug legt und endlich mal ihre Bezugsperson gebrauchen könnte. 🙁

Gesundheitliches: Ellbogenarthrose derzeit beschwerdefrei, cauda equina Syndrom mit geringfügiger Neuropathie .

H 3-22 Spanier
Name: Romeo
Rasse: Rottweiler
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 04.07.2020
Größe/Gewicht: 63 cm / 36 kg
Romeo – er sucht zwar nicht diese eine Julia, aber braucht dringend den richtigen Anschluss im Leben!
Von weit her gereist, ist er nun da, unser Romeo, der irgendwie nirgends dazugehört, nicht reinpasst.
Vielleicht liegt es an seinem spanischen Akzent. Vielleicht auch nicht. In Spanien soll er gut klargekommen sein. Mit anderen Hunden vor allem.
Wie immer, versuchen wir uns am Anfang zunächst ein Bild vom Hund zu machen, wo die Vergangenheit auch quasi nicht relevant ist.
Romeo ist ein geselliger Typ, er ist gerne dabei und einfach froh, wenn er im Fokus steht.
Er ist viel am Beschwichtigen, will nichts falsch machen und gibt sich Mühe, Menschen zu gefallen.
Wenn er etwas unangenehm findet, versucht er immer einen netten Weg, um aus der Situation zu kommen. Wird dann albern und verrückt 🙂
Wenn man mit ihm unterwegs ist, kann er ganz gelassen sein, geht aber gerne vorweg. Interessiert ihn allerdings etwas, dann nutzt er auch gerne sein Körpergewicht, um dort hin zu gelangen.
Bewegungsreize sind definitiv ein Thema. Ball und co. findet er ganz interessant.
Sollte man einfach im Blick behalten, um ein fehlgeleitetes Beutefangverhalten zu vermeiden.
Was Romeo noch nicht ganz verstanden hat, zumindest hier bei uns, wie man mit und unter Artgenossen kommuniziert oder wie man da am besten zurecht kommt.
Wir können es derzeit noch nicht recht beurteilen, da er definitiv in der Nähe von Menschen / Bezugsperson abschirmend gegenüber anderen Hunden ist. Die möchte er dann nicht in der Nähe haben. Während bei großem Abstand zum Menschen da kein Thema ist und er dann eher „freundlich“ und tendenziell Konflikt lösend handelt, Abstand wahrt und vorsichtig ist. Sobald Menschen dabei sind, wirkt er überfordert. Wir werden weiter daran arbeiten und schauen, was passiert.
Romeo ist ein klasse Typ, aber natürlich hat jeder seine guten und schlechten Eigenschaften und bei ihm muss man sich halt auch auf alles einlassen können und ihn so akzeptieren, wie er ist und gemeinsam daran arbeiten.
Man kommt natürlich besser durch den Tag, wenn nicht jede Hundebegegnung zum Problem wird 🙂
Wie bei all unseren Hunden, unterstützen wir Interessenten immer da, wo wir können, sehr gerne!
Wir können ihn uns super als treuen Freund und Begleiter vorstellen und bei Menschen, die ihn fördern, da wo es sinnvoll ist und gemeinsam eine schöne Beschäftigung finden. 🙂
H 17-22
Name: Tekla
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: nein
Alter: 10.09.2021
Größe/Gewicht: 38 cm / 10 kg
Tekla – das Für und Wider für nichts und alles.
Es gibt Hunde, die sind einfach, folgsam, leicht durchschaubar, laufen mit, bereichern uns ohne viel Aufwand und machen einfach Spaß, tollen umher und freuen sich über alles, was auf dem Weg kreuzt. Aber das ist nicht immer so und das muss es auch gar nicht. Mit dem einen oder anderen Hund muss man sich solche Dinge mehr oder weniger hart erarbeiten.
So ist es auch bei unserer Tekla. Mit 7 Monaten kam sie aus Ungarn nach Deutschland direkt in eine Familie mit einem schon vorhandenen Hund. Leider hat das dort so gar nicht gepasst, weshalb sie bereits nach einer Woche wieder ausziehen musste. Gelandet ist sie dann bei uns. Leider mussten wir dann auch feststellen, dass Teklas Bedürfnisse und ihr Charakter an nicht ganz einfache Ansprüche geknüpft sind, die ihre Bezugsperson zu erfüllen hätte.
Im Tierheimalltag hat sie sich wenig bis gar nicht eingliedern lassen. Jeder Hund wurde sofort angeknurrt und bei zu wenig Distanz sofort attackiert. In so einer Situation befindet sich Tekla in einem extremen Erregungszustand und bestärkt sich selbst, dass ihr Verhalten positiv ist.
Sie kauerte fast nur in irgendeiner Ecke, außer sie befand sich alleine in einem Raum. Draußen untergebracht war es ebenfalls nicht anders. Unterwegs konnte sie sich nicht lösen vor lauter Ablenkung, Angst, Panik.
In Ungarn hat sie dauerhaft mit anderen Hunden zusammengelebt und das wohl eher problemlos…
Charakterlich ist sie sehr impulsiv und ausdauernd dazu veranlagt, wachsam zu sein, für sich selbst zu sorgen und jegliche Aufgaben zu übernehmen, wenn man sie auch nur kurz aus den Augen lässt.
Sie ist meist sehr besorgt und meint, für alles Verantwortung tragen zu müssen. Für andere Lösungswege muss man sehr überzeugend sein, im richtigen Moment agieren und sehr fokussiert auf das Wesentliche sein. Tekla benötigt den richtigen Anschluss und muss vertrauen können.
Man darf sie nicht im Stich lassen und muss sie sofort aus der Situation holen, wenn sie überfordert ist. Man muss ihr Raum geben, aber in einem sicheren Rahmen. Kann sie sich in Konfliktsituationen zu weit entfernen, artet es meist direkt aus und sie ist wieder ganz selbstständig unterwegs.
Der springende Punkt bei der ganzen Sache ist jedoch, das Tekla tatsächlich sehr gerne mit Hunden zusammenlebt, jedoch die Kennen lern – Zeremonie überstanden werden muss und auch danach das richtige Managementkonzept vorhanden sein muss, sodass es fortlaufend funktioniert.
Lebt sie in einer festen Hundegruppe, taut sie extrem auf, kann draußen fröhlich durch die Gegend laufen, nahezu sorgenfrei passieren. Die typischen Junghund – Allüren kommen dann ebenfalls zum Vorschein, indem sie zB. Einrichtungsgegenstände kaputt macht oder einfach Sau frech ist und schaut, wie weit sie gehen kann.
Da ihr der Mensch dann doch irgendwo wichtig ist, obwohl sie so ganz allein nur mit diesen nicht recht etwas anzufangen weiß, zeigt sie durchaus Ressourcenbewusstheit, indem sie andere Hunde von ihrer Bezugsperson wegschickt – mit den Zähnen versteht sich.
In gewissen Situationen steigert sie sich ohne ihren Maulkorb maßlos rein und ist dann für den gesamten Tag nicht mehr „zu gebrauchen“.
Draußen läuft sie daher nur mit Maulkorb und auftretende Konflikte sofort entschärfen zu können.
Schottet man sie generell ab bzw. würde sie als Einzelhund leben, wäre ein stressfreier Spaziergang wohl nie gegeben. Ihre Tendenzen fremde Hunde anzugreifen und Distanz zu wahren sind sehr groß. Alles und jeden zu meiden, wäre der falsche Weg und allem aus dem Weg zu gehen, ebenfalls. Denn überall sind Menschen mit Hunden unterwegs.
Auch Menschen werden zeitweise ferngehalten, wenn ein Ort für Tekla territorial wird. Also Plätze, an denen man sich längere Zeit aufhält.

H 52-22

Name: Chico
Rasse: Mischling
Farbe: braun-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 25.05.2019
Größe/Gewicht: 55cm / 21kg

Chico – du nimmst den Tag, wie er ist und bist stets motiviert, das Beste daraus zu machen!
Mit deiner Vergangenheit wollen wir abschließen und einfach nach vorne blicken, gemeinsam mit dir!
Deine letzte Zeit war nicht die schönste, aber nun bist du bereit, die Welt weiter zu erkunden!
Für dich suchen wir unbedingt nette Menschen, die einen Teufel tun würden, dich weiterzureichen, wie ein zu langweilig gewordenes Spielzeug…
Wir suchen für dich Menschen, die genauso Sport begeistert sind, wie du.
Die albern sein können, nicht zu streng mit dir sind, aber auch die Konsequenz nicht aus den Augen lassen.
Du bist so aufmerksam und begeisterungsfähig! Mit Futter lässt du dich gut lenken und dir was beibringen, orientieren kannst du dich bisher nur teils, aber das ist nicht schlimm 🙂
An der Leine läufst du gerne vor und auch mal hin und her, aber ziehen tust du eigentlich nicht.
Rennen macht dir Freude, aber wenn wir dann die Bank zum Ausruhen nutzen, ist es auch ok und du kannst ein wenig die Gegend beobachten.
Wenn du andere Hunde siehst, möchtest du da gerne hin. Im Freilauf klappt es super mit Artgenossen (intakte Rüden unbekannt) und Geschichten erzählen, kannst du auch mal gut 😃
Eigentlich bist du einfach der perfekte Begleiter und Witzbold, bester Freund und Abenteuer.
Jetzt müssen wir nur noch deine Menschen finden 🙂

H 9-22 Spanier

Name: Minnie
Rasse: Mischling
Farbe: beige
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 19.07.2018
Größe/Gewicht: 35cm / 10kg

Minnie – klein, aber groß denkend!

Minnie ist eine Cocker Spaniel Mischlingshündin, die sich durch und durch aber mit dem Cockerkleid zeigt! Mit Vollgas richtet sich also die Nase auf den Boden und es wird in alle Richtungen gestöbert, denn das sind sie nämlich – Stöberhunde! 🙂
Tendenziell ist es so, dass sie generell sehr außen orientiert ist und die einzige Verbindung, welche man derzeit draußen mit ihr hat, die Leine ist.
Ein Miteinander scheint sie vorher nicht wirklich gekannt zu haben.
Aufblühen tut sie, wenn ein zweiter Hund mit im Bunde ist und deshalb denken wir eher, dass dies auch zukunftsorientiert schöner für sie wäre.
Da sie noch relativ frisch hier ist, ist es eben auch ungewiss, wie sich ihr Charakter in der Zukunft noch verändern würde.
Minnie kommt von Teneriffa und wie lange sie dort schon gelebt hat, können wir nicht sagen.
Dort hat sie mit vielen Hunden zusammengelebt, weshalb sie auch so verträglich ist und die Nähe zu Artgenossen genießt.
Sie kann sehr unsicher sein, im nächsten Moment zögert sie aber nicht, eine „Gesetzeslücke“ auszunutzen! Wie alle Cockers, ist auch Minnie mit dem Fluch und Segen ausgestattet, einfach ein super süßes Gesicht zu haben. Auch sie weiß genau, wie sie einen um den Finger wickelt. Das hat oft zur Folge, dass man anfängt, diese Hunde zu verhätscheln und Grenzen wegzulassen. Oft werden solche dann bezüglich Ressourcen aggressiv, da sie ja merken, mit allem durchzukommen.
Minnie ist sich ihrer kleinen Größe zwar bewusst, nutzt aber gerne Erhöhungen, um größer zu wirken und sich einen besseren Überblick zu verschaffen.
Sie möchte weder den Stempel Couchpotato noch Schoßhund aufgesetzt bekommen und unbedingt ihre Energie in der Natur ausleben. Wir können uns auch gut vorstellen, dass Freilauf im Wald etc nicht so der Renner wäre und man auf eine Schleppleine angewiesen wäre.
Ihr längeres Fell verfilzt schnell und bedarf regelmäßige Fellpflege. 🙂
Man sollte ein gewisses Feingefühl für sie mitbringen, da sie schon bei leichten Anforderungen sehr unterwürfig reagiert, um aus der Situation zu kommen.
Ansonsten muss man eben Cocker mögen und sie nicht nur süß finden. Akzeptieren, dass sie sich draußen viel auf die Umwelt fokussieren und nicht ständig betüddelt werden wollen, wenn sie in ihrer Welt verschnüffelt sind. 🙂

Wir wissen, dass ist nicht Jedermanns Sache, aber das ist okay.
Minnie muss nicht, wie andere Hunde es können und wollen, Kunststückchen vorführen, freilaufen können oder sich ständig nur mit dem Menschen auseinandersetzen wollen 🙂

Wer mit Minnie gemeinsam auf Stöbertour gehen möchte, kann sich gerne melden!

H 50-22
Name: Carlo
Rasse: DSH
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 16.10.2018
Größe/Gewicht: 63cm / 40kg
!!!Vermittlung nur an Menschen, denen das Handling solcher Hunde vertraut ist!!!
!!!Wir suchen aber dringend nette Menschen, die eine Patenschaft für ihn übernehmen, da wir keine Pensionsgelder für Carlo bekommen und wir ihm aber trotzdem gut versorgen können wollen!!!
Carlo – Metall ziert deine Schnauze, denn deine Zähne zieren sonst den Menschen!
Klingt doof oder? Ist es auch!
Carlo wurde bei uns abgegeben, da er seit längerer Zeit aggressiv gegenüber seinem Besitzer war. Dies äußerste sich erst beim Füttern, steigerte sich dann mit Fernhalten von Fremden und dem Beißen des Enkelkindes.
Ja, manchmal ist es wie eine Schauergeschichte, denn nur durch einen „doofen“ Zufall konnten wir seine Einschläferung verhindern!
Wir stehen da und denken uns: Man… 4 Jahre alt und zum Sterben verurteilt. Keine Seltenheit derzeit!
Gehalten wurde Carlo als reiner Hofhund und das Verständnis im Umgang mit ihm war nicht das Richtige.
Naja…wie das halt so ist!
Immerhin ist Carlo am Leben und hat eine Zukunft vor sich, wie immer sich diese auch gestalten möge! Leider sind wir nur eine handvoll Mitarbeitern und können Carlo im Leben nur punktuell voranbringen. Wir sind keine Anlaufstelle für solche Hunde in dem Sinne, dass wir mit diesen aktiv arbeiten können und aktiv für diese da sind. Es ist einfach nicht immer oder regelmäßig genug Zeit für ihn da! Dafür gibt es andere Stellen, die jedoch kaum bezahlbar sind und wir auf enorme dauerhafte Spendengelder angewiesen wären!
Im Moment läuft es so, dass Carlo seinen Maulkorb 24/7 trägt, da wir erst mal mit ihm anfangen, einem 2ten Korb darüber, das Aufsetzten zu üben, damit sich dies positiv festigt und ohne Angriffe abläuft.
Zudem ist er extrem Ressourcen aggressiv, kann eine kurze Zündschnur haben und auch bei körperlicher Manipulation hat er bloß ein dünnes Nervenkostüm!
Es ist sehr traurig mit anzusehen, wenn Carlo all das als seinen einzigen Lösungsweg ansieht, aber gleichzeitig überhaupt nicht überzeugt von der ganzen Sache ist.
Solche Situationen, wo er zündet, empfindet er selbst als extrem unangenehm, aber dennoch hat es ihn massiv nach vorne gebracht und ein Umdenken und Erlernen von neuen Lösungswegen, ist unerlässlich!
Wenn man all das über Carlo einfach mal kurz ignoriert, hat man einen super tollen Schäferhund, der ziemlich schnell Anschluss findet und sehr anhänglich bei Vertrauten ist.
Laufen die Dinge auch noch nach seinen Bedingungen, ist er umso glücklicher, jedoch ist das nicht das Ziel. 🙂
Er möchte eigentlich nur gefallen und braucht auch zwingend Anerkennung, damit er sich nicht weiter auf der dunklen Seite der Welt verliert!
Ohne gelassene, souveräne Führungsqualität bekommt man da auch keinen gelassenen Carlo, der er aber super sein kann.
An der Leine zeigt er sich bei Hundebegegnungen interessiert, bei intakten Rüden imponiert er ein wenig.
Bei uns auf dem Gelände lässt er sich leicht provozieren und rennt leider viel auf und ab, um weiter entfernte Rüden anzupöbeln. Seine Ausdauer ist da enorm!
Im Freilauf funktioniert es super mit groß und klein, obwohl er nie Sozialkontakt hatte. Er ist neugierig, aber schreckt bei entgegen gebrachter Kommunikation schnell zurück. Er scheint sich aber unter Hunden wohl zu fühlen und dies vermittelt ihm in Bezug auf Menschen etwas Sicherheit. 🙂
H 10-22 Spanier
Name: Rayco
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 13.02.22
Größe/Gewicht: 43cm / 10kg
Rayco – ein kleiner psycho 😛
Unser neuer kleiner Freund aus dem Süden ist mit vollspeed hierher geflogen!
Nun kriegen wir alle seinen Wirbelwind Modus um die Ohren. 😛
Rayco ist ein Jungspund und hat natürlich auch dementsprechende Flusen im Kopf.
Er ist noch super offen für alles und bereit für sportliche Aktivitäten!
Menschen möchte er gefallen und die sind ihm auch super wichtig.
Natürlich kennt er noch nicht allzu viel und an dem allgemeinen Gehorsam muss natürlich gearbeitet werden.
Auch wenn er allgemein sehr neugierig ist, kann er sich unsicher zeigen. Zum Beispiel das Wasser am Strand ist ihm nicht geheuer!
Seine jagdliche Ambition sollte nicht unterschätzt werden und auch Begegnungen mit anderen Hunden sollten unbedingt geübt werden. Er ist super verträglich, scheint aber immer so das kleine Mobbingopfer gewesen zu sein. Wenn er nun mit Menschen unterwegs ist, fungieren diese gut als Zapfsäule, wo man sich die nötige Energie und Sicherheit tanken kann, die man benötigt, um mal so richtig Krawall zu machen. Seine Bellfreudigkeit in so einer Situation ist unverkennbar und sollte nicht belächelt werden.
Wie jeder, hat auch er eben seine Ecken und Kanten, die unbedingt geglättet werden sollten. 🙂
Jedenfalls sucht der kleine Zappelmann Menschen, die wirklich Zeit haben, sich aktiv mit ihm zu befassen und auch draußen voll konzentriert mit ihm unterwegs sein können.
Nicht, dass ihm zu schnell langweilig wird. 😛
Er will richtig durchstarten und die Welt entdecken. Am besten auf dem Weg wohin auch immer, alle mit seiner guten Laune anstecken, fröhlich durch die Gegend hüpfen und einfach zeigen, wie spaßig das Leben sein kann!

H 65-22

Name: Angel
Rasse: Golden Retriever
Farbe: blond
Geschlecht: Hündin
Kastriert:
Alter: 01.04.2022
Größe/Gewicht: 54cm / 16,4kg

Und einst nannte man sie selbst einen Engel und doch wollte man sie nicht behalten.
Wir sehen es positiv, denn jetzt hat Angel nochmal die Möglichkeit jemanden zu finden, der sie nicht mehr hergeben möchte. 🙂
Noch kein ganzes Jahr alt, sucht diese süße Goldimaus nun ihre Menschen. 🙂
Sie ist für einen Junghund recht ausgeglichen und typisch stets freundlich, interessiert, anhänglich.
Mit anderen Hunden versteht sie sich prima und auch im Allgemeinen ist sie recht gut sozialisiert.
Sie ist aufmerksam und gelehrig. Und beim Spazierengehen trägt sie auch gerne mal ihre Leine 😛
Natürlich gibt es immer neues zu entdecken und da kann Angel auch mal vor Unsicherheit zurückschrecken. Lässt man sie den Reiz kennenlernen, wird es schnell zur Normalität für sie und schon kann es weitergehen. 🙂

Wir wünschen uns für Angel Menschen, die genug Zeit für sie übrig haben, das Hunde 1 x 1 weitermachen und sie auch weiter an Dinge heranführen wollen. Über regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen würde sie sich riesig freuen.

Bei Interesse an der süßen Maus schreibt am besten eine Email und wir melden uns zurück. 🙂

H 39-22

Name: Wotan
Rasse: Dobermann
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 02.10.2020
Größe/Gewicht: 62cm / 27,5kg

Wotan – ein schönes Leben mit ein wenig Metall im Gesicht!

Wotan ist gern unterwegs, sportlich oder wandernd. Was er aber nie wollte, ist zwischen zig Menschen hin und her zu wandern. Eine Wahl hatte er aber nie.
Der eine hat wohl hier und da gutes geleistet. Denn Wotan hört gut, wenn er jemanden ernst nimmt und kann auch einige Kommandos. Er mag das Zusammensein mit seinen Menschen. Schnell findet er Anschluss und baut größtmögliches Vertrauen auf.
Bei anderen hat es dazu geführt, dass er teilweise massiv seine Zähne einsetzt. Die Gründe sind unklar. Seinen letzten Besitzer verletzte Wotan schwer, als dieser schlief.
Er war allerdings schon in der Vergangenheit das Tragen eines Maulkorbs gewohnt, was nach wie vor super klappt.

Was wir über Wotan denken und wie wir ihn wahrnehmen:

Auf der einen Seite ist er einfach der klassische Dobermann, wie wir ihn hier schon oft hatten.
Sportlich, immer auf zack und bereit für was auch immer. Lustig und für Spaß zu haben.
Sturkopf und Drückeberger, wenn er einfach mal seine eigenen Ziele verfolgt und einem auf der Nase herum tänzelt.
Herzhaft und Menschenliebhaber.
Begeisterter Katzenjäger und Konzertgeber (viele Geräusche, die von Wotan stammen, können nicht vom Hund kommen 😃 )
Ein netter Vertreter von „probiers mal mit Gemütlichkeit“, denn Wotan kann es in seinem Zimmerchen nicht gemütlich genug haben und träumt gerne auf dem Rücken liegend. 🙂
Auf der anderen Seite kann Wotan bei neuen Situationen im Zusammenspiel mit Menschen unsicher werden. Dies zeigt er deutlich. Kann er aus einer Situation nicht mehr heraus, droht er deutlich. Wird auch das ignoriert, beißt er. Dieser Lösungsweg ist aber auch für ihn äußerst unangenehm und kann absolut umgangen werden, wenn man ihn lesen kann und man ihm nicht unnötig das Gefühl vermittelt, man sei eine Art Bedrohung. So feinfühlig wie er ist, sollte man ihn behandeln. Ruhig, gelassen, behutsam. Verständnisvoll und klar in der Erscheinung. Wichtige Bausteine für ein gutes Miteinander.
Er lässt sich von uns problemlos den Maulkorb an und ausziehen, den Mantel, anleinen. Er akzeptiert Grenzen und lässt sich lenken. Gewisse Körperstellen anfassen wird nicht immer toleriert. Er hat bei uns keine Ressourcenaggression – zum Glück. 🙂

Auf dem Spaziergang lässt er die Sau raus hängen, wenn man ihn halt lässt. Gibt es klare Ansagen und Regeln, kann er sich gut daran halten und sich benehmen. Er läuft für einen Dobermann super an einer 5 Meter Schleppleine. Wichtig ist nur kluge Entscheidungen zu treffen und ihn nicht sich selbst überlassen in eine Situation zu schicken, sodass er sich in der Zuständigkeit sieht.
Gerade bei Hundebegegnungen geht er nach vorne, wenn man nur so hinten an der Leine hängt. Nimmt man ihn zu sich, ist alles tutti.
Mit Hunden generell versteht er sich gut, sofern da kein intakter Rüde bei ist. Größe ist nicht entscheidend. Hauptsache eine gut riechende Hündin oder ein Hundi, mit dem er durch die Gegend flitzen kann. 🙂 Natürlich testet er auch mal das eine oder andere an und macht wem mal eine Ansage, aber er verhält sich sozial eher korrekt.

Wir können nur sagen, dass Wotan einfach das große Pech im Leben getroffen hat und es jetzt aber nun mal ist, wie es ist. Das Metall im Gesicht gehört zu ihm und wird immer ein wichtiger Teil im Alltag sein. Egal, wie süß er schaut oder spielt. Egal, wie eng er mit einem ist und wie er auf den Menschen achtet. Dennoch kann er ein recht normales Leben leben, wenn jemand ihm die Chance gibt, denn alltagstauglich ist er allemal. Anders, aber einfach gut so, wie er ist, meinen wir.
Man hat vielleicht mal das eine oder andere mit ihm zu überwinden, aber nichts, was unmögllich scheinen könnte.
Und wenn nur einer da draußen ihn sieht, so wie wir ihn sehen, könnte das sein Leben verändern.
So wie alle anderen Hunde auch, verdient er etwas besseres, als den stressigen oder auch mal langweiligen Tierheimalltag. 🙁