Vermittlung von Hunden

H 15-16 Spanier
Name: Dino
Rasse: Dogge
Farbe: blue merle
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 13.01.2013
Größe / Gewicht: 81 cm / 65 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: nein
Dino- der ganz große in der kleinen Welt.
Unser Dino… er ist weder ein Riesenbaby noch ein Riesenmonster, er ist ein Hund, den wir damals unbedingt von seiner Situation im spanischen Tierheim „retten“ wollten.
Denn Dino war es mit so vielen Hunden, wie dort, einfach zu viel.
Hier bekam er dann ein großes Gehege für sich allein.
Natürlich hatte er noch andere Themen wie zB. Ressourcenbewusstheit und Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Ein unsicherer Hund also, der lernte, wie es für ihn am besten ist.
Sich eben nicht alles gefallen zu lassen und deutlich zeigen, wenn ihm was nicht passte.
Und vor allem Männer mussten sich sehr Mühe geben, sein Vertrauen zu gewinnen.
Wenn Dino einem aber vertraut, ist auch viel mehr möglich, jedoch sollte man vor allem selbst, Souveränität ausstrahlen und mit Bedacht handeln, wohlwollend sein und nichts erzwingen.
Dino ist in die Jahre gekommen und ein passendes zu Hause konnten wir bisher nicht finden..
Die Winter werden immer kälter und die Sommer immer heißer, der Tierheimalltag immer frustrierender und diese schönen Augen immer trauriger…
Neben seiner tollen „Dino Mama“ hat Dinolino schon ziemlich viele Fans unter den Gassigehern.
Er kann sich mittlerweile gut auf fremde Personen einlassen und genießt einfach die Zuwendung, das Kuscheln, das draußen sein und vor allem die Leckerlies, die er bekommt und für die er auch ziemlich viel tun würde. 🙂
Nun sucht er niemanden, der in einem Palast wohnt, niemanden, der einen riesen Hof hat, er sucht jemand nettes, der mit seinem Herzen, die Welt für Dino größer werden lassen kann.
Eine kleine Wohnung im Erdgeschoss?? Wo man kuscheln kann und einfach rumhängen kann? Vielleicht noch etwas Netflix zusammen? Jemanden, wo er ganz allein der Prinz sein darf…keine kleinen Kinder, keine anderen Tiere..nur Du oder Ihr und er 🙂
Gefolgt von gemütlichen Spaziergängen ganz nach Laune dieses Prinzen und dann fehlt nur noch das gemütliche Hundebettchen 🙂
Acchso..und jetzt fehlst nur noch Du…mit dem guten Herzen und dem Verständnis, Dino so zu nehmen, wie er ist und keinen Hokus Pokus mehr zu veranstalten in seinem „Alter“…

Namen: Tulio und Gabi

Rasse: Mischlinge
Geschlecht: Rüde/ Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum:02.05.2011
Größe / Gewicht: 14 kg / 12kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Zwei Hunde, wie keine anderen…
Und nur, wenn man sie kennt, kann man sie verstehen.
Sie werden nur zusammen vermittelt und das ist auch gut so!
Sie kennen es gar nicht anders und das ist immer das, was ihnen am Ende noch bleibt.

Nachdem sie größtenteils ihre Scheu gegenüber Menschen besiegt haben, waren sie wie neu geboren…jung, wild, voller Lebensfreude eben.

Für ein funktionelles Zusammenleben mit den beiden gibt es von uns einen Fahrplan zur Orientierung.
Jeder kann es schaffen, zu lernen, sie zu Gunsten der Gesamtheit zu händeln.

Draußen sind sie beide sehr aktiv und freuen sich über jede Erkundungstour, egal ob Feldweg, Strand, Wald oder Wandertour.. hauptsache was erleben! Tulio orientiert sich sehr gut an Menschen, die er bereits kennt und hört dementsprechend gut. Auf alles, was wichtig ist. Gabi drückt sich gern davor, wenn sie es allein durchstehen müsste…deshalb macht sie oft das, was Tulio macht. Natürlich muss man bei Gabi weiter daran arbeiten, es ging schonmal besser!
Im Freilauf fehlt Gabi eben immer noch die Sicherheit und das Vertrauen, welches zB. über die Leine aufgebaut wurde.

Drinnen möchten die beiden ein gemütliches Hundebettchen und oft auch einfach ihre Ruhe. Sie kommen von allein, wenn sie wollen. Hast du aber essen, sind sie schneller da, als du gucken kannst.:)

Tulio lässt sich auch zu seinen Bedingungen sehr gerne kraulen und Gabi versucht ihre Vorliebe dafür meist noch zu verstecken :D.

In bestimmten Situationen benötigen sie ihr Sicherheitsgeschirr und einen Maulkorb.

Sie brauchen keinen Garten!
Die Wohnung muss nicht so groß sein, dass sie sich abschirmen können!
Gemütlichkeit und liebe Menschen, die gern draußen unterwegs sind und daran die Freude an den Hunden finden, anstelle immer bloß kuscheln zu wollen, reichen völlig aus 🙂

Die beiden haben draußen auch keine Angst oder Panik, sind stets neugierig und wollen alles kennenlernen, sie möchten lediglich ihre Individualdistanz, wenn sie sie gebrauchen können und Verständnis dafür, dass 8 Jahre Scheu vor Menschen immer Spuren hinterlassen werden!!! 🙁

Man kann sie überall mithin nehmen und sie haben Spaß daran, sofern sie nicht in der Nähe von Kindern sein müssen…Hotel, Urlaub, Restaurant, Freunde…

Die coolsten Hunde, wenn man gern nach Fahrplan fährt 🙂

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Finn, der alle mit seinem Aussehen blendet…

Seine Vergangenheit öffnete ihm das Tor zu dem, was er heute ist, mal nicht ist, es immer wieder werden kann oder es manchmal einfach vergisst.

Wir träumen immer noch von einem zu Hause für den “viele Persönlichkeiten Knirps“.

Es ist eigentlich ganz einfach. Diese Zeit hat viel mit ihm “gemacht“ und Ziel ist es, ihm immer wieder andere Lösungswege zu zeigen, auf freundliche Art, als die, die er ab und zu doch noch für logisch empfindet.

Worum gehts eigentlich?

Wenn Finn dir oder einer Sache nicht vertraut, dann hat man eben ohne Maulkorb mal den kürzeren gezogen.
Er weiß eben nicht, wies geht, nicht immer, immer öfter aber.
Hat man Finns Vertrauen vollstens erarbeitet, darf man ihn bürsten, untersuchen, rumblödeln und albern, Bauchkrauli machen, hochheben, Küsschen geben uuund kuscheln sowieso…
Natürlich einiges zu seinen Bedingungen, was völlig okay ist.

Kann er sich auf dich vollstens verlassen, ist er ein ruhiger Begleiter, ignoriert alle Reize, rennt fröhlich umher oder läuft entspannt an der Leine.
Eine gewisse Grundnervösität hat er allerdings. Ein kleiner Hibbel Habbel eben 🙂

Man darf den Hübschling nicht unterschätzen und man darf sich nicht dran stören, dass er draußen nur mit Maulkorb zu sehen sein wird.

Man muss nicht die krasseste Ahnung haben, man muss aber bereit sein, zu lernen, ihn zu händeln und Freude daran haben.
Man muss bereit dafür sein, unseren Fahrplan zu fahren, damit Finn nicht der Boden unter den Füßen weggezogen wird und er dann nicht aus allen Rastern fällt.

Man muss auf Hochs und Tiefs gefasst sein, bis alles seinen Weg geht…der Weg ins bedingungslose Vertrauen…

Name: Lotta
Rasse: DDH
Farbe: braun weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 2011
Größe/Gewicht: 65cm / 27 kg
Verträglich mit Katzen: nein
Lotta- wie stellt man sich ein “Lottaleben“ (Lotterleben) wohl vor?
Einfach, schwebend, voller Blumen, Wünsche erfüllend, wunderbar?
Das Lotterleben unserer Lotta verlief leider nicht so rosig und es wird tatsächlich Zeit, dass sie jemanden findet, der die Dialoge mit ihr nicht scheut. Der Monologe genauso verabscheut, wie sie. Das jemand bereit ist, mit Feedback eines Hundes umgehen zu können und nicht ständig in der unwirklichen Welt des “ Menschen über alle Macht“ lebt.
Lotta scheut sich nicht, ihr “Ich“ preiszugeben, ehrlich und wahrhaft. Sie erwartet nicht viel.
Lasse sie los, wenn sie nicht festgehalten werden möchte und halte sie ganz fest, wenn sie dich braucht.
Lebendig, wie keine andere.
Optimistisch, zu jeder guten Stunde.
Teamfähig, wenn du ein guter Teamplayer bist.
Taktvoll, wenn ihr das Lied gefällt.
Abenteuerlich, wenn du ihr die Ängste nimmst.
Lotta konnte im letzten Jahr viele neue Erfahrungen sammeln, weshalb sie sich nun zu einem Hund entwickelt hat, den man durchaus wieder in die Gesellschaft etablieren kann. 🙂
Man sieht also nun, wenn man sie kennt, wo ihr mal der Schuh drückt und kann Auslöser sowie Stressfaktoren relativ gut kalkulieren.
Und obwohl sie vor allem bei Artgenossen schnell „jagdlich wach“ wird, kann sie mittlerweile echt gut mit Hunden, die sie gut kennt und hat sogar Spaß mit diesen zusammen spazieren zu gehen.
Auch in ihrem „Wochenendzuhause“ (darf manchmal bei bei Tierheimpersonal übernachten) hat es sich mit Hunden regelrecht harmonisiert.
Lotta ist kein Hund, der draußen einen Maulkorb trägt, weil alles, was von vorne kommt, angepöbelt wird oder gar angegriffen wird. Sie trägt ihn einfach vorbeugend, denn man weiß nie, was von der anderen Seite so kommt, im Sinne des Verhaltens.
Sie geht offen und fröhlich auf fremde Menschen zu und lernt gerne Hunde in ihrer Größe kennen.
Sie freut sich immer auf ein warmes Plätzchen und Kuschelzeit mit ihren Menschen.
„zu Hause“ ist sie sehr entspannt, wenn sie sich auskennt und genießt die Ruhe.
Da sie ein Hund ist, der schnell Frust aufbaut, wäre das Alleine bleiben derzeit nicht für sie geeignet.
Es gibt noch so vieles zu sagen und ganz gewiss noch mehr zu tun! Man muss damit leben, dass Lotta zu Beginn fast 24/7 einen Maulkorb benötigt, bis ihr euch ganz nahe und dicke seid. Draußen wird der Maulkorb aber unabdingbar sein, denn sie hat ein stark ausgeprägtes Beutefangverhalten entwickelt. Sie kann also für Hunde und Kinder, aber auch für Erwachsene und allgemein Wildtiere gefährlich werden. (bei rennen, schreien, Hektik) Lotta ist das größte Kartenhaus, welches aber beim kleinsten Windstoß in sich zusammenfallen kann, ja das ist Lotta! Eine sensible Persönlichkeit, welche lernen musste, stark zu sein. Lustig, albern, begeisternd, versucht sie in jedem Tag das gute zu sehen. Ihre Menschen bedeuten ihr alles, auch wenn sie sich oft selbst vergisst, wenn ihr irgendwas zu viel wird. Sie liebt es, sich mit ihren Menschen zu beschäftigen, zu spielen, zu kuscheln, sich fallen zu lassen, im Auto unterwegs zu sein und “ihrer Natur“ nachzugehen. Sie ist eine ausgebildete Jagdhündin mit NICHT bestandener Prüfung. Wir denken, sie würde beim Mantrailing voll auf ihre Kosten kommen! “Lotta ist kein bissiger Hund, nur weil sie beißen würde und das auch nicht ohne, sie ist ein Hund, der kommuniziert, wie es ihr möglich gewesen ist und sie lernt schnell, wenn man gemeinsam daran arbeitet. So wie bei uns Menschen, tun auch ihre “Worte“ weh, wenn es die falschen sind, aber dafür trägt sie eben auch ihren Maulkorb, welcher ihr die großen Tore der Welt geöffnet hat.“
H 30-21 + H 31-21
Vermittlung der beiden nur zusammen !!!
Name: Anabell
Rasse: Labrador
Farbe: schwarz
Geschlecht: Hündin
Kastriert: nein
Alter: 26.02.2008
Größe/Gewicht: 48 cm / 28,4 kg
Vermittlung Anabelle auch als Pflegestelle!
Name: Aaron
Rasse: Labrador ( Mix? )
Farbe: schwarz
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 11.11.2014
Größe/Gewicht: 55 cm / 32,3 kg
Aaron und Anabelle – halten zusammen, auch wenn der Boden unter ihnen zusammenstürzt.
Wir haben diese beiden tollen Hunde bei uns in Verwahrung, länger als gedacht, länger als geplant und abgesprochen gewesen war und für die beiden, ist es so, als würde die Zeit reisen und sie rasten, nur dass sie es nicht wissen können.
Wegen einer Zwangsräumung der Wohnung, weil die Hunde dort gar nicht gehalten werden durften, mussten diese kurzzeitig beim zuständigen Ordnungsamt der Gemeinde unterkommen, welches nach einer schnellen geeigneten Unterkunft suchte und fragten dann bei uns an, da andere die Hunde nicht aufnehmen wollten, aufgrund des im Zwinger (kurzzeitiges Zwischenparken) herrschenden Verhaltens seitens von Aaron, der im Dunkeln zu der Zeit schon gruselig erscheinen konnte.
Wir holten die beiden also abends im Dunkeln daraus und nun sind sie immer noch hier, obwohl die Besitzerin die Hunde nach einem Monat abholen wollte.
Zeit ist vergangen, zu viel Zeit für die beiden, wo sie vielleicht schon hätten sein können bei ganz lieben wohlwollenden Menschen.
Nun, geärgert haben wir uns schon genug und jetzt soll es ja endlich soweit sein – wir dürfen sie vermitteln, was sie definitiv verdienen und wir hoffen, dass wir einfach mit ganz viel Glück den passenden Deckel finden werden!
Aaron
Aaron hat eine wirklich tolle Entwicklung hier bei uns abgelegt, ein wahrer Streber muss man sagen. Von einem nahezu Allzeit – Zorni und ernsten Typen, hat er nun schon eher das Charisma eines Vorzeigelabbis, obwohl er den leicht gestromten Beinen zufolge, kein reiner sein kann!
Am Anfang fand er fremde Menschen einfach kacke, überwiegend aber zum Schutz seiner Anabelle, denn er hat sich ziemlich zuständig gefühlt.
Von seiner Besitzerin wissen wir, dass sie Schwierigkeiten im Handling mit ihm hatte und er gegen alles anging, nur an der Leine lief und vor sich hin wütete.
Hier konnte er eine ganz andere Seite kennenlernen. Abgesehen von unkastrierten Rüden findet er andere Hunde relativ schnell cool und mit sogar fremden Menschen würde er auch freudig ohne weiteres spazieren gehen. Mit Ball spielen sollte man mit ihm nicht wirklich, aber am Ball bleiben, dass er nicht wieder so ein Rabauke sein muss, weil das menschliche Leinenanhängsel zum Auslachen ist! Also Orientierung, Grenzen, klare Regeln und kluge Entscheidungen für den Hund treffen können, wissen, was man tut, sich vom Hund ernst nehmen lassen können, ohne ernst zum Hund sein zu müssen, Vertrauen entwickeln und entwickeln lassen und dann gemeinsam albern durch die Welt laufen können. 🙂 Denn Aaron will dabei sein, lustig sein, eine Wasserratte sein und seinen Menschen begeistern!
Anabelle
Die alte Anabelle hängt sehr an ihrem sportlichen jungschen Kameraden, ist selbst aber leider schon so in die Jahre gekommen, dass selbst ein kurzer Spaziergang dafür sorgen könnte, dass sie am nächsten Tag kaum laufen kann. Deshalb genießt sie die Zeit mit Aaron im kuscheligen Bettchen oder draußen gemeinsam in der Sonne liegend, zusammen Leckerchen verdrücken und sich liebhaben.
Das gibt der Maus natürlich viel, denn wenn Aaron spazieren geht und sie alleine zurück bleibt, bellt sie ununterbrochen. 🙁
Und auch Aaron kannte vorher den Kontakt zu anderen außer Anabelle ja überhaupt nicht so wirklich und wenn immer im negativen Affekt und möchte natürlich dementsprechend auch gemeinsam ausziehen in ein besseres Leben, als das Tierheim bieten kann!
Gesundheitliches zu Anabelle: Ihre Problemchen und Wehwechen hat sie natürlich für uns mit im Gepäck gehabt sowie auch ihr massives Übergewicht! Nun konnten wir anhand von Röntgenbildern feststellen, dass sie eine komplett versteifte Wirbelsäule hat. (hochgradig Spondylose) Außerdem an den Ellenbogen hochgradig Arthrose! Sie bekommt natürlich dauerhaft Medikamente!
Was logischerweise dadurch unabdingbar ist, ist natürlich das ebenerdige Wohnen und ein Garten, indem Anabelle sich frei bewegen kann und für Aaron wäre das natürlich auch prima!
Und nun sind wir hoffend gespannt, ob wir euch Herzensmenschen da draußen finden, die diese beiden tollen Hunde kennenlernen möchte! 🙂
H 3-14
Name: Darlo
Rasse: Mischling
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 10.11.12
Größe/Gewicht: 48 cm / 15 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Alle guten Dinge sind drei? Das würde Darlo jetzt gerne erleben!
Unser kleiner Sorgenwuffi…wo fangen wir da an?
Ursprünglich von Teneriffa hier her geflogen und wir glaubten es, ihn in eine tolle Familie vermittelt zu haben, wurde er dann einfach an ein anderes Familienmitglied verschenkt, welches für uns nie in Frage gekommen würde. Darlo landete dann nach etlichen Jahren wieder bei uns und hatte dabei fast 20 Kilo auf den Rippchen, wo wir ihn doch mit ca 10 Kilo Sportgewicht vermittelt hatten. Zudem wurde ewig nicht Spazieren gegangen und Darlo fristete seine Zeit viel im Garten.
Bei uns fanden viele Gassigeher schnell Gefallen an ihm und er wurde täglich freudig Gassi geführt. 🙂 Mit Artgenossen hatte er leider auch kaum richtig Kontakt und da musste er sich erst mal wieder etwas einfuchsen… schnell schlossen ihn seine Interessenten ins Herz und alles lief super, doch leider ging einiges schief, nachdem Darlo sich eingelebt hatte.
Er zeigte, dass er sich schnell verantwortlich fühlte, wenn er seine Menschen nicht für ganz fähig hielt und dadurch hatten nicht nur er, sondern auch die Familie enormen Stress. Darlo ging draußen bei jedem Reiz nach vorne, bellte und pöbelte, bis auch im Haus selbst ein Familienmitglied von ihm gestellt wurde. Das ist auch der Grund, weshalb er nun wieder hier ist. Es hat einfach nicht gepasst und Darlo, der so einfach sein kann, braucht doch etwas mehr Feingefühl seiner Menschen, um ein sorgenloses Leben führen zu können!
Hat er so jemanden bzw. geht er mit uns spazieren, reagiert er so gut wie auf nichts und lässt sich zur Not auch sofort aus einer Situation herausbringen und man kann einfach überall entspannt mit ihm unterwegs sein, mit oder ohne andere Hunde, egal ob Jogger, Fahrradfahrer oder oder! Liebt es, auch einfach mal gemeinsam die Seele baumeln zu lassen und irgendwo zwischen Baum und Borke, das Streicheln zu genießen…. 🙂
Für die Zukunft sind wir nun auf der Suche nach 1 oder max. 2 Bezugsperson, die auch etwas mehr „Hund“ können, also Körpersprache verstehen und wissen, wie man im Handling mit Hunden zu sein hat, die ihre Menschen gerne und schnell von allem und jedem abschirmen und damit dann ganz viel Arbeit haben, die diese Hunde gar nicht wollen!!
Darlo möchte nicht an der Front kämpfen, er möchte einfach ein toller lustiger Wegbegleiter sein und Menschen an seiner Seite haben dürfen, die sich um den Rest kümmern können und wollen, die kluge Entscheidungen für den Darlo treffen können und wissen, dass man Darlo zurückweisen muss, falls er nach vorne geht. Etwas körpersprachliches Eingreifen reicht dafür tatsächlich völlig!
Mit Ablenkung und Leckerlies erreicht man bei ihm nicht viel, außer dass er sich weiter und weiter unnötig in eine Situation reinsteigert und nur noch wild vor sich hin bellt!
H 50-21
Name: Anthrax
Rasse: Deutscher Boxer
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 30.12.2015
Größe/Gewicht: 59 cm / 30 kg
Anthrax – trägt die „Jacke“ eines Gangsters, während seine Kulleraugen ihn entlarven.
Anthrax? Was machen wir bloß mit dir? Du bist einfach überhaupt nicht Jedermann’s Hund und wir wissen noch gar nicht wohin mit dir. Das du zwar schon in unseren Herzen bist, ist bestimmt schön, aber helfen tut dir das nicht.
Tja. Ein Deutscher Boxer, das bist du, einst vom Züchter angeschafft und nun umher gewandelt, bis dir wohl schwindelig geworden ist, von all dem im Kreis laufen…
Kein Wunder, dass du jetzt mal entscheiden willst, ne Ansage sabbern und erst recht all das Fehlgeleitete ausleben möchtest. Mit dem Kopf durch die Wand im besten Falle….
Man sieht dir an, dass mal mit dir gearbeitet wurde. Du weißt, wies geht, das stupide Ausführen von Kommandos und du weißt, wie erniedrigend es sein kann, wenn’s dem Menschen nicht gefällt.
So benimmst du dich zumindest.
Ja, dich erreicht man nicht so einfach, so stumpf, wie du schon bist.
Das Hinhören, das mittendrin und dabei sein, ja das fehlt dir alle mal.
Ein Trauerspiel, wenn man mit dir zusammen ist und erkennt, was du für ein 1 a klasse Hund bist!
Das kann aber kein weichgepusteter Lappen an der Leine erkennen, denn dem zeigst du es nicht.
Das kann auch keiner sehen, der auf dich herabsieht, als wärst du aus Stahl und Beton mit dem Unterschied, dass man sich nicht so schnell an dir verletzen kann, wenn man auf dich „einschlägt“, denn du bist zu gütig.
In erster Linie ist deine Affinität zu Menschen sehr groß und deshalb stürmst du auch zu jedem Fremden hin. Grundsätzlich interessierst du dich für jeden Reiz und kannst einem da ganz schön um die Ohren fliegen, denn du läufst ja schon seit Ewigkeiten an der Leine vor und scannst deine Umgebung ab, an der Leine war immer irgendwat komisches dran, aber nichts, womit du dich aktiv befassen wolltest. So und da läuft man dann fröhlich mit dir umher und sieht einen Menschen samt seines Hundes auf sich zu kommen und man ist nur noch ein Fähnchen im Winde…und dann kann man sich nur noch schnell in die nächste Böschung oder Graben oder ins Feld retten, damit man sich niemals anschauen muss, was passiert wenn…wenn du einem Fremden und seinem Hund um die Ohren fliegst und der Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens nach 3 Sekunden unter dir liegt und der Draht in deinem Gesicht schon Schaden anrichtet, du kleine Wuchtbrumme…
Und blitzschnell nach so einer Begegnung, egal ob ein stehendes Auto, Fußgänger, Radfahrer, was auch immer es noch gibt, merkst du selbst, dass du bloß gestresst bist und wir sehen die „Jacke“ des Gangsters hinunterfallen und starren in diese Kulleraugen, die uns doch nur sagen wollen, wie schwer ihnen das Leben bisher gefallen ist…
Und alle, die dich kannten, kannten dich nicht richtig…denn alle sind der Meinung, du kannst kein „Hund.“ Ja, wohl wahr, das erste, was du tust, du stürzt dich mit jedem Kilo in die Richtung oder drauf und wenn du siehst, dein Leinenhalter ist einfach zu dumm, dann hörst du auch nicht auf.
Kann man es dir verübeln? Nein!
Wer jetzt an diesem Punkt denkt…Liebe und Geduld regeln das schon, dann bitte werft eure Leckerliebeutel oder euer Schema Ignoranz von Fehlverhalten über Bord.
Es steckt tatsächlich viel mehr Feingefühl in diesem Hund, als man ihm je ansehen könnte und auch wenn wir ihn derzeit oder vielleicht nie ohne Maulkorb mit Hunden in Kontakt führen würden, so ist er einfach glücklich endlich unter Artgenossen sein zu dürfen und nicht ständig nur alles über sein Beutefangverhalten kompensieren zu müssen.
Und manchmal da ist man vielleicht so verzweifelt auf der Suche nach etwas und würde trotzdem nie auf die Idee kommen, im Dreck zu wühlen.
Anthrax’ „Jacke“ ist auch voller Dreck und da drunter glänzt er wie pures Gold.
Der Anschein ist eben immer ungünstig, vermutlich, damit nicht jeder das Glück hat, einen Schatz zu finden und Anthrax ist einer – ganz auf seine Art.
Wir berichten hier von dem Anfang und nicht vom Ende. Wir lernen uns gerade erst richtig kennen und leben und reden vom Hier und Jetzt. Es wird so gut es geht und es die Zeit erlaubt, mit diesem Hund gearbeitet und wir konnten jetzt schon feststellen, dass man mit ihm ein super Team werden kann und beim Erlernen von Orientierung am Menschen am Ende immer stolz auf Herrn Sabberschlabber ist und er in der „2. Reihe“ deutlich besser gucken kann!!!
Gesundheitliches: Anthrax ist Futtermittelallergiker und hat Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, weshalb er auf spezielles Futter angewiesen ist.
H 57-21
Name: Luna
Rasse: Stafford
Farbe: schwarz weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 26.09.2018
Größe/Gewicht: cm / 20 kg
Luna – eine verrückte Knallerbse!
Unterwegs auf vier Pfoten, die sie aber wie ein Ninja einsetzt, wenn man zu ihr geht. Denn wenn sie alleine sein muss bzw. ohne Menschen, dann geht es mit ihr durch und anhören tut sie sich während des ewigen Wartens auf uns auch eher wie 100 verschiedene Tierarten gleichzeitig!
Mal wieder ein Hund, der völlig „unnötig“ ins Tierheim musste…
Sie ist ein Listenhund hier bei uns in MV, doch sie ist einfach, abgesehen von ihrem Frustpegel und dieser extremen Menschenliebe, ein normaler Hund. Ein Hund ohne große Verhaltensauffälligkeiten. Sie will gefallen, ist immer gut drauf mit ihren Menschen, will erleben und ausleben, was sie bisher gelernt hat. Hups, nicht viel, macht aber auch nicht viel aus bei ihr.
Natürlich interessiert sie sich für Bewegungsreize, aber nicht massiv.
An der Leine ist sie im Tierheimalltag unausgeglichen, läuft vor und zieht, als wäre es ihr letzter Spaziergang und als würde sie endlos viel verpassen können.
Wenn man sich aber mit ihr vernünftig auseinandersetzt, dann wird sie auch verstehen, dass man zusammen durch die Weltgeschichte laufen kann, auf Augenhöhe.
Sie ist definitiv ein Ich- will-was-machen-Paket und wir denken, man kann eine Menge Spaß mit ihr haben. Begeisterung steht ihr ins Gesicht geschrieben und ihre braunen Kulleräuglein sagen deutlich: JA, ich will!
Mit Artgenossen versteht sie sich problemlos, dennoch gibt es bestimmt mal den einen oder anderen, den sie doof finden wird. Interesse ihrerseits andere Hunde kennenzulernen ist aber vorhanden. 🙂
Wie immer, wenn bei uns ein Listi einzieht, sehen wir der Vermittlung negativ entgegen…einfach weil es nicht so einfach ist.
Vielen ist es zu mühsam oder zu teuer.
Aber wer will, der kann und wir sind gespannt, gespannt darauf, was uns erwartet und solange wir warten, lassen wir uns nebenbei weiter von 100 verschiedenen Tierarten anbrüllen und hoffen, dass es Luna zur Liebe nicht mehr lange dauert, denn auch wir können ihr nicht mal ansatzweise das geben, was sie verdient hat- die Nähe zu uns Menschen, in der sie wundervoll behandelt wird, ernst genommen und verstanden wird und nicht nur mal kurz zwischendurch 🙁

H 4-21 Spanier

Name: Lola
Rasse: Podenco Canario
Farbe: braun weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 19.11.2015
Größe/Gewicht: 62 cm / 23 kg

Lola – sanft ist der Weg, den man mit ihr laufen kann.

Unsere zärtliche Podenca hat bisher fast ihr ganzes Leben auf Teneriffa im Tierheim gelebt. Was sie dort alles genau erlebt hat und wir ihr Alltag gewesen ist, können wir nicht sagen.
Jedenfalls hat sie die gute Lebenserfahrung in dem Umfeld, welches sie kannte, mit hierher gebracht.

Sie ist offen gegenüber allem und möchte den Anschluss nicht verlieren. In Umgang mit Artgenossen zeigt sie gekonnt ihre Gelassenheit und Kenntnis.
Sie kann in einer Truppe gut für Empathie und Ausstrahlung von Ruhe sorgen, aber sie kann auch andersherum die lauteste beim Bellen sein, wenn sie etwas möchte. 🙂

Sie hat eine gewiss vorsichtige Art und erkundet ein neues Umfeld skeptisch, aber sehr interessiert.
Für eine Podenca ist sie bereits sehr leinenführig und noch sehr zurückhaltend, was die jagdliche Ambition angeht. Wie sich das entwickelt, lässt sich am Anfang schwer sagen.
Sie ist natürlich sofort schaulustig bei Schafen etc. jedoch völlig regulierbar.

Das Leben in einer Häuslichkeit kennt sie so natürlich nicht und da muss halt geschaut werden, wo ihre Schwächen und Stärken so liegen. Bezogen auf alleine bleiben können und Reize rund um Haus/ Wohnung.

Also, wer Podencos schon immer toll fand, aber etwas zu „doll“, der könnte sich bei Lola einfach doppelt freuen. 🙂

H 3-21 Spanier

Name: Pili
Rasse: Mischling
Farbe: braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 10.10.2016
Größe/Gewicht: 57 cm / 25 kg

Pili – mit der Nase nach vorn und das ist alles! Oder auch nicht?

Dieses hübsche Jagdgemisch kam in einem schlechten Zustand ins Tierheim auf Teneriffa und wurde zuvor als Gebärmaschine missbraucht.
Nun hat sie den Weg zu uns gefunden und wir wissen, wer so viele Hummeln im Hintern hat, wird nicht gleich jeden da draußen begeistern!

Man hat das Gefühl bei Pili, dass sie noch nie wirklich draußen gewesen und zum ersten mal wirklich ihre Nase benutzen darf für all die Gerüche, die sie noch nie riechen konnte.
Wenn es nach ihr gehen würde und sie keine Leine dran hätte, dann wohl bis ans Ende der Welt und selbst dann wäre sie bestimmt noch nicht müde!

Und wenn wir uns so benehmen würden, wie sie es wohl gerne hätte, also sprich die Leine halten und nichts weiter, dann würde es bloß von links nach rechts und im Kreis und hin und her und ruckartig nach vorne und ruckartig nach hinten gehen und das alles in Dauerschleife.
Wer das durchhält, sollte einen Orden verliehen bekommen!

Wer sich mit Pili auseinandersetzt, wird schnell merken, dass auch hinter diesem Jagdhund, ein sehr sensibler, feinfühliger Hund steckt, der ja noch gar nicht wissen kann, was falsch und richtig ist und wovor man Angst haben braucht oder eben auch nicht.

Sie ist grundsätzlich sehr außenorientiert, kann sich aber auch an Bezugspersonen orientieren, wenn man das nötige Fingerspitzengefühl hat und sie lässt sich dann auch auf Hilfe ein, wenn sie draußen wegen einem Auto oder einem fremden Menschen besorgt ist.

Mit Artgenossen gibt es an sich keine Probleme, sie fügt sich ein, mit ihrer lustigen Art, wo sie eben ist und rennt überall fröhlich umher. Dennoch zeigt sie Andeutungen von Beutefangverhalten bei kleineren Hunden und wenn für sie Situationen stressig sind, kann sie auch mal überdrehen und weiß nicht mehr recht, was sie da tut.

Das Leben in einer Häuslichkeit wird sie wohl nicht kennen und alleine bleiben etc. ist deshalb unbekannt.
Die Möglichkeit zum täglichen sicheren Freilauf sollte gegeben sein, da wir uns Pili nicht ohne „Klamotte“ vorstellen können so unterwegs.

Pili, wir wissen, da hat jemand viel Arbeit mit dir vor, aber wir wissen noch nicht, wer das ist!

H 74-21
Name: Froop
Rasse: Foxterrier
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: ca 2014
Größe/Gewicht: 39 cm / 9,2 kg
Zwar isser nicht so fruchtig, wie sein Name vermuten lassen könnte, unser Froop, aber manchmal könnte man meinen, es tost ein Feuer in ihm. Denn wenn Froop zu viele Reize um sich herum hat, braucht es nicht mehr viel, bis er völlig hoch gepusht ist!
Froop kam als Fundhund zu uns und wird seither wohl nicht vermisst.
Wie immer blöd, wenn man einfach keine Geschichte von gestern und weiter über den Hund erzählen kann, aber Froop störts ja immerhin nicht.
Hier und jetzt kann man sagen, er ist ein Foxterrier und das sagt ja schon viel aus. 😃
Und er hat ein kleines Handicap, nämlich rechts grauen Starr. Da wird er kaum etwas sehen können mit.
Grundsätzlich ist er beim Kennenlernen neuer Umgebungen vorsichtig und erkundet entspannt.
Gibt es aber von vorne rein Trubel, scheint er kaum ansprechbar zu sein und bellt auch viel die Reize an, steht unter Strom und Spannung.
Man kann mit ihm super entspannte Spaziergänge haben, sollte zB. aber ein Hund entgegenkommen und als Mensch nicht recht führen können, dann kann es halt auch wieder unentspannt werden.
Mit Hunden allgemein kann er sich gut verstehen, muss aber nicht. Soll halt keiner sehen, dass er eigentlich total unsicher ist, also greift man lieber direkt an, sieht ja stark aus, denkt er sich.
Kann aber gut unterscheiden, bei welchen Hunden er das machen kann und bei welchen er lieber direkt die Füße stillhalten sollte.
Froop braucht eine Familie mit dem nötigen Einfühlungsvermögen und die bei Reizüberflutung managen können und es nicht noch verschlimmern. 🙂
Falls Froop ausgesetzt worden ist, können wir dies nicht nachvollziehen, denn er ist im Groben und Ganzen einfach ein cooler Typ 🙂

H 64-21

Name: Lisa
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz-weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: nein
Alter: 01.08.2008
Größe/Gewicht: 55 cm / 23,5 kg

Lisa – wer rastet, der rostet und das ist noch gar nicht so ihr Ding!

Lisa hatte eigentlich immer ein glückliches Leben und wurde gut versorgt. Doch Zeiten können sich leider auch zum Negativen ändern und das ist passiert.
Ihr Besitzer wurde gesundheitlich immer unfähiger, sich zu kümmern und so passierte es, dass sie völlig verwahrlost zu uns gebracht wurde. Klapperdürr, völlig verfilzt und wusste gar nicht, wie um sie geschah.
Nun jetzt, nach so einiger Zeit sehen und erkennen wir Lisa wieder, die wir zu damaligen Zeiten öfters als Pensionshund betreuten. Ihre Lebensfreude ist zurück, ihre lustige alberne Art, aber auch das ab und zu besorgt sein und sich aufführen, wie eine kleine Prinzessin.
Sie ist nicht mehr die jüngste, möchte aber wohl auch nicht den Eindruck hinterlassen, dass sie alt wäre. Klar, sie kann eigensinnig, stur, aber auch liebenswert und abenteuerlich.
Nicht jeden Hund mag sie, nicht auf jeden Menschen geht sie offen zu, bei Wildtieren ist ihr Interesse sofort da und Spazierengehen ist für sie immer noch der Renner. 🙂

Lisa kannte ihr Alltagsleben so, dass sie kaum alleine bleiben musste und lebte in der Wohnung. Wir denken auch nicht, dass es jetzt sinnvoll wäre, wenn sie längere Zeit von einer Bezugsperson getrennt sein müsste.

Wie immer, wissen wir, dass es nicht leicht wird mit der Vermittlung, allein des Alters wegen, aber ihr passender Deckel läuft doch mit Sicherheit irgendwo da draußen rum!

H 76-21

Name: Metti
Rasse: Mischling
Farbe: weiß-gestromt
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 2008
Größe/Gewicht: 36 cm / 17 kg

Metti – und wenn er eines im Leben absolut nicht kann, dann nachtragend sein!

Metti ist nicht jemand, der seinen Lebensrucksack mit sich herumträgt, er legt einfach gar keinen an. Er sieht das gute in den Dingen, sowie wir das Gute in seinen Blicken.
Wie sein Leben so gelaufen ist, können wir leider nicht sagen, letztendlich ist er ja nun jetzt hier.
Sollte jetzt sofort weg, sonst dies sonst das, die ewige „wir bringen den Hund sonst um die Ecke Leier“ …

Er freudelt sich so durch den Tag, ist zu allen lieb und nett, alles in seinem Tempo, aber immer gewollt, einem die Sorgen abzunehmen, die er einen von den Augen abliest.
Ein Hund mit einem unverwechselbaren Charakter und wir hoffen sehr, dass er auch mit seinem hohen Alter noch jemanden findet, der das in ihm sieht, was er ist und er nochmal das im Leben erfahren darf, was er wahrhaft verdient!

Es hat sich herausgestellt, dass Metti in den Ellenbogen beidseitig Arthrose hat. Ansonsten gehts ihm soweit gut und er würde sich über einen Alltag freuen, wo man nicht zu viel von ihm erwartet und sich einfach, sowie er, über kleinere Runden erfreut. 🙂

H 81-21
Name: Sam
Rasse: Deutsche Dogge
Farbe: schwarz-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: April 2015
Größe/Gewicht: 82 cm / 50 kg
Sam – er ist nicht nur riesig, sein Drang zur Aufdringlichkeit und Liebseeligkeit ebenfalls!
Typisch für Doggen sollen sie ein imposantes Auftreten vermitteln und einen Eindruck hinterlassen. Typisch auch für Sam ist ebenfalls, dass er einfach zu gut für diese Welt ist. 🙂
Folgsam, eng bindend, möchte er mit seiner Bezugsperson voranschreiten oder wenn es um Futter geht, einfach die Kunst seiner Größe ausnutzen. Ja, auch er muss noch lernen.
Wenn ein kleiner Hund herum wuselt und auf 2 Beinen steht, dann ist das wohl noch recht niedlich, tut es Sam, dann kann man wohl einpacken gehen, auch wenn es nicht böse gemeint ist. 😃
Mit anderen Hunden sollte man ihn auch nicht zusammen füttern, denn da ist er sehr konsequent.
Ansonsten muss man einfach das große Ganze lieben in dieser noch viel größeren Welt und man sollte genug Kraft besitzen und diese unbewusste Kraft zu bändigen, falls es mal nötig sein sollte.
Denn Sam geht super ordentlich an der Leine und interessiert sich dann auch kaum für andere Reize, aber bei Rüden, falls er dann auch provoziert wird, gibt es keine Garantie und laut Vorbesitzer soll er eben nicht so mit diesen liebäugeln!
Hündinnen hingegen funktionieren super.
Da Sam viel sensibler ist, als er aussieht, hat er auch bisher große Schwierigkeiten alleine zu bleiben, was wohl höchstens für 3 Stunden geklappt haben soll.
Jedoch ist hier auch die Frage, ob er dies überhaupt auf faire Weise lernen durfte!
In seinem vorherigen zu Hause lebte er auch mit 2 Katzen zusammen, was super funktioniert hat. Ob es genau an diesen Katzen lag, kann man nicht sagen.
Sam sucht jetzt die Doggenliebhaber da draußen, die ihm endlich wieder das würdevolle Leben bereiten können, dass ihm zusteht. Nebenbei versucht er denn auch noch auf das richtige Gewicht zu kommen, aber das schaffen wir schon, sagt er sich. 🙂
H 77-21
Name: Prince
Rasse: Französische Bulldogge
Farbe: gestromt
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 23.09.2018
Größe/Gewicht: 35 cm / 14,5 kg
Geeignet für Kinder: nein
Prince – ein Name der zur Bedeutung wurde.
Eigentlich sollte er das perfekte Familienmitglied werden, doch nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass nicht alles rund gelaufen ist und da hatte man den Salat, den keiner mehr essen wollte.
Von klein auf angeschafft, wuchs er zu einem Erwachsenen heran, der am Ende allein da stand, mit all den Entscheidungen und mit all der Verantwortung. Das Resultat aus fehlender Konsequenz und Führungsqualität und die Verharmlosung seines eher nicht so schönen Verhaltens.
In der Welt einer französischen Bulldogge geht’s halt ganz schön ab und ja jetzt ist er hier, aber letztendlich wurde er nicht einfach abgeschoben. Es war ein schwerer Schritt, doch es gab die Einsicht, dass es einfach nicht mehr geht.
Ja, der Prince wurde geliebt, vielleicht etwas zu viel von der falschen und zu wenig von der richtigen Art, aber man holte sich einen Hundetrainer, was viele Menschen wiederum nicht tun, sobald der eigene Hund mit Beschädigungsabsicht gebissen hat.
Tja und nu? Es leben Kinder im Haushalt und man empfiehlt einen Biothanemaulkorb, was man nicht empfiehlt, sondern aufgrund der akuten Gefahr, welche vom Hund ausgeht, einem vernünftigen beißsicheren Maulkorb, um den Hund zu sichern und dann mit ihm zu arbeiten, damit eine positive Beziehung zueinander aufgebaut werden kann, ohne das jemand verletzt wird.
Nein, Suchspiele und aus dem Familienleben ausgrenzen führen schon zum Erfolg.
Würde es da draußen mehr Hundetrainer geben, die den Ernst der Lage bei solchen Hunden auch verstehen und die Besitzer dann vernünftig anleiten könnten, dann säßen in den Tierheimen auch weniger Hunde, zumindest die nicht, dessen Familie eigentlich nicht aufgeben möchte.
Wir fragen uns nur, warum das Thema Maulkorb selbst bei noch vielen Trainern ein sensibles ist. Es ist eines der wichtigsten Hilfsmittel und für viele Hunde heute auch täglich eines, um am Leben teilhaben zu können.
Und solange Prince keinen trug, auch während er eigentlich bereits im Training war und seine Familie sich viel davon erhoffte, biss und biss er weiter, denn dieser Junge hat halt Baustellen und die Familie vor diesen große Angst und nun ist Ende im Gelände…
zurück zum „Prince ist jetzt hier.“
Gerade mal 3 junge Jahre hier auf Erden und vielleicht jetzt endlich mal bereit, dass Zepta des alten Lebens abzugeben und den Neuanfang als größte Chance zu betrachten.
Erstmal durfte Prince 3 Wochen lang in den Urlaub fahren, einfach mal abschalten, noch nicht wirklich ankommen müssen, einfach mal von alleine ein bisschen mehr von sich Preis geben und vielleicht auch etwas vergessen. Neues verarbeiten, Strukturen erfahren und ruhen können.
Sich neu erfinden und mit neuem Wissen zurückkommen, um vielleicht in der Mitte beginnen zu können.
Prince ist psychisch ein sehr sensibler Hund, physisch eher abgehärtet, stumpf, Bulldogge halt.
Sein Leben bestand darin, mit allem durchzukommen, was er will, soll er kriegen, aber bitte jetzt sofort. Aus Ressourcen wie Futter, Plätze oder auch den Menschen an sich, Dinge die er bitterböse verteidigen könnte. Seine Bedingungen sind das A und O, Feedback, was ist das? Grenzen, hä?
Menschen benutzen und kontrollieren, fast schon manipulativ. Vergessen, wie man dabei noch so putzig aussieht, wird er wohl nie. Wie kann man da auch widerstehen?
Alleine bleiben? Warum sollte ich? Fühl mich nicht wohl, wenn meine Ressource sich Beine macht.
Innerlich zerreißt es uns, denn wir wissen immer, es wird nicht der letzte Hund sein und wir wissen schon nicht mehr, wohin solche Hunde sollen….und Prince hat zu kämpfen mit seinem neuen Alltag. Man kann seinen Bedürfnissen hier einfach nicht gerecht werden und umso unzufriedener er im Allgemeinen ist, desto „netter“ wird er auch, Ironie versteht sich. 🙁
Man muss definitiv wissen, dass sich Prince immer mal dafür entscheiden könnte, seine Bezugsperson massiv anzugreifen, auch wenn er davor und danach super lieb sein kann und man das nie persönlich nehmen darf.
Er verfolgt seine Ziele extrem ausdauernd und verhält sich dann wie ein Klotz. Jagdlich erwähnenswert motiviert und Autos aus der Ferne sind ganz interessant.
Er gehört definitiv in die 2. Reihe, kennt sein Leben bisher aber nur in der ersten.
Solange man hinter ihm läuft, denkt er sofort, er führt und kann entscheiden. Läuft er ohne Leine, kommt er nur, wenn man sich schnell in die entgegensetzte Richtung bewegt. Hat gelernt, dass man bloß nach ihm schaut, er nicht nach einem. Orientierung ist für ihn erst mal wichtiger, als irgendwelche Kommandos zu erlernen.
Also…wer da draußen ist und diesen Knirps trotzdem toll findet, keine Kinder hat und so einer Herausforderung gewachsen ist oder gewachsen sein möchte, der kann sich gern per Email melden und uns schon mal vorab Informationen zu sich und seinem Alltag schreiben, sowie seine Telefonnummer hinterlassen. Wer in Frage kommt, wird angerufen. Bitte habt dafür Verständnis.
Wer denkt, mit Liebe und Geduld oder mit „draufhauen“ wird das schon, kommt nicht in Frage.
Unwissende sind immer willkommen, wenn diese wirklich lernen möchten. 🙂
H 82-21
Name: Hexe
Rasse: engl. Bulldogge
Farbe: gestromt-weiß
Geschlecht: weiblich
Kastriert: sterilisiert
Alter: 25.08.2015
Größe/Gewicht: 40 cm / 24 kg
Hexe – sie trägt das Herz auf der Zunge und hat einen Funken Feuer im Blut.
Nicht für alle Hunde geht die Welt unter, wenn sie bei uns landen. Für manche geht das erste mal die Sonne auf. Bei Hexe ist das so ein Fall. Aufgrund ihres verwahrlosten Aussehens wurde jemand aufmerksam und hat das Veterinäramt informiert.
Natürlich wurde sie dann direkt dem Tierarzt vorgestellt und ihre Behandlung konnte sofort starten. 🙂 Ihre Pfoten waren total geschwollen, einige Stellen ihres Körpers stark entzündet. Sowie ihre Ohren ebenfalls voller Eiter waren. Da sie einen verengten Gehörgang hat, wird sie evtl. immer wieder mal damit zu tun haben!
Deutlich war eine allergische Reaktion zu sehen, aber es wurde dann nachher nichts weiter unternommen. 🙁
Wir haben das natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen und dementsprechend jetzt diverse Futtermittelallergien feststellen können. Und jetzt gibt es halt nur noch die erlaubten Futtermittel. 🙂
Nun geht es ihr deutlich besser und sie kann wieder Land sehen, nach einer gefühlt nie aufhörenden Fahrt durch die Meere der Vernachlässigung.
Nach ein paar Tagen schon entpuppte sich dieses schüchterne kleine Mäuschen, als äußerst selbstbewusst und auch frech. Charmant, aber auch entscheidungsvoll, beanspruchend und auch etwas drüber. 😃
Sie ist gern dabei oder beobachtet einfach gern. Wenn sie Aufmerksamkeit möchte, kann sie extrem aufdringlich werden, akzeptiert aber auch, wenn sie versteht, was man von ihr möchte, ein Nein.
Nachdem ihre Pfötchen abgeschwollen waren, hatte sie auch einfach den Spaß ihres Lebens mit uns auf der Wiese umher zu tollen und aus einem alt wirkenden Hund, wurde die aufblühende Hexe. 🙂
Ein bisschen abnehmen steht auch noch auf dem Programm!
Individualdistanz ist dennoch ein Fremdwort und auch wenn sie hier und da ihre kleinen Unsicherheiten hat, würde sie trotzdem die sein, die auf einer Party am meisten im Gedächtnis bleibt. Denn im Mittelpunkt zu stehen, ist ihr enorm wichtig!
Andere Hunde findet sie nach Sympathie toll oder auch eben nicht, jedoch sagt sie klar und deutlich ihre Meinung. In der Häuslichkeit hat sie ihre Menschen am liebsten für sich und ihr Futter möchte sie auch mit anderen Hunden nicht teilen!
Sie ist ne Bulldogge und das Liebäugeln mit diesen sturen Wesen sollte Voraussetzung sein 😃
Alleine bleiben zählt leider auch nicht zu ihren Stärken. Vielleicht fehlt einfach noch die Struktur, der Ablauf, den es zu verstehen geben sollte.
Natürlich ist Hexe nicht wirklich für den Tierheimalltag gemacht. Sie leidet schon extrem wenn wir alle nach Hause fahren und tut sich schwer mit dem jetzigen Alltag zurecht zukommen. Denn unter so vielen anderen Hunden, weiß sie, sie kann nie der Mittelpunkt sein!
Zu einem Spaziergang muss man sie zunächst auch noch überreden, aber unterwegs lockert sie dann auch mal auf. 🙂
Wer Interesse für unsere Heximaus hegen sollte, müsste definitiv bedenken, dass sie auch verhext teuer sein wird. Allein der Ernährung wegen und eventueller wiederauftretender Probleme mit Haut und Ohren!
Bitte meldet euch per Email bei uns 🙂 und schreibt, wie das Leben für sie bei euch wäre und bitte die Telefonnummer nicht vergessen. Wir melden uns bei denjenigen, die in Frage kommen. 🙂