Vermittlung von Hunden

H 15-16 Spanier
Name: Dino
Rasse: Dogge
Farbe: blue merle
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 13.01.2013
Größe / Gewicht: 81 cm / 65 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: nein
Dino- der ganz große in der kleinen Welt.
Unser Dino… er ist weder ein Riesenbaby noch ein Riesenmonster, er ist ein Hund, den wir damals unbedingt von seiner Situation im spanischen Tierheim „retten“ wollten.
Denn Dino war es mit so vielen Hunden, wie dort, einfach zu viel.
Hier bekam er dann ein großes Gehege für sich allein.
Natürlich hatte er noch andere Themen wie zB. Ressourcenbewusstheit und Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Ein unsicherer Hund also, der lernte, wie es für ihn am besten ist.
Sich eben nicht alles gefallen zu lassen und deutlich zeigen, wenn ihm was nicht passte.
Und vor allem Männer mussten sich sehr Mühe geben, sein Vertrauen zu gewinnen.
Wenn Dino einem aber vertraut, ist auch viel mehr möglich, jedoch sollte man vor allem selbst, Souveränität ausstrahlen und mit Bedacht handeln, wohlwollend sein und nichts erzwingen.
Dino ist in die Jahre gekommen und ein passendes zu Hause konnten wir bisher nicht finden..
Die Winter werden immer kälter und die Sommer immer heißer, der Tierheimalltag immer frustrierender und diese schönen Augen immer trauriger…
Neben seiner tollen „Dino Mama“ hat Dinolino schon ziemlich viele Fans unter den Gassigehern.
Er kann sich mittlerweile gut auf fremde Personen einlassen und genießt einfach die Zuwendung, das Kuscheln, das draußen sein und vor allem die Leckerlies, die er bekommt und für die er auch ziemlich viel tun würde. 🙂
Nun sucht er niemanden, der in einem Palast wohnt, niemanden, der einen riesen Hof hat, er sucht jemand nettes, der mit seinem Herzen, die Welt für Dino größer werden lassen kann.
Eine kleine Wohnung im Erdgeschoss?? Wo man kuscheln kann und einfach rumhängen kann? Vielleicht noch etwas Netflix zusammen? Jemanden, wo er ganz allein der Prinz sein darf…keine kleinen Kinder, keine anderen Tiere..nur Du oder Ihr und er 🙂
Gefolgt von gemütlichen Spaziergängen ganz nach Laune dieses Prinzen und dann fehlt nur noch das gemütliche Hundebettchen 🙂
Acchso..und jetzt fehlst nur noch Du…mit dem guten Herzen und dem Verständnis, Dino so zu nehmen, wie er ist und keinen Hokus Pokus mehr zu veranstalten in seinem „Alter“…

Namen: Tulio und Gabi

Rasse: Mischlinge
Geschlecht: Rüde/ Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum:02.05.2011
Größe / Gewicht: 14 kg / 12kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Zwei Hunde, wie keine anderen…
Und nur, wenn man sie kennt, kann man sie verstehen.
Sie werden nur zusammen vermittelt und das ist auch gut so!
Sie kennen es gar nicht anders und das ist immer das, was ihnen am Ende noch bleibt.

Nachdem sie größtenteils ihre Scheu gegenüber Menschen besiegt haben, waren sie wie neu geboren…jung, wild, voller Lebensfreude eben.

Für ein funktionelles Zusammenleben mit den beiden gibt es von uns einen Fahrplan zur Orientierung.
Jeder kann es schaffen, zu lernen, sie zu Gunsten der Gesamtheit zu händeln.

Draußen sind sie beide sehr aktiv und freuen sich über jede Erkundungstour, egal ob Feldweg, Strand, Wald oder Wandertour.. hauptsache was erleben! Tulio orientiert sich sehr gut an Menschen, die er bereits kennt und hört dementsprechend gut. Auf alles, was wichtig ist. Gabi drückt sich gern davor, wenn sie es allein durchstehen müsste…deshalb macht sie oft das, was Tulio macht. Natürlich muss man bei Gabi weiter daran arbeiten, es ging schonmal besser!
Im Freilauf fehlt Gabi eben immer noch die Sicherheit und das Vertrauen, welches zB. über die Leine aufgebaut wurde.

Drinnen möchten die beiden ein gemütliches Hundebettchen und oft auch einfach ihre Ruhe. Sie kommen von allein, wenn sie wollen. Hast du aber essen, sind sie schneller da, als du gucken kannst.:)

Tulio lässt sich auch zu seinen Bedingungen sehr gerne kraulen und Gabi versucht ihre Vorliebe dafür meist noch zu verstecken :D.

In bestimmten Situationen benötigen sie ihr Sicherheitsgeschirr und einen Maulkorb.

Sie brauchen keinen Garten!
Die Wohnung muss nicht so groß sein, dass sie sich abschirmen können!
Gemütlichkeit und liebe Menschen, die gern draußen unterwegs sind und daran die Freude an den Hunden finden, anstelle immer bloß kuscheln zu wollen, reichen völlig aus 🙂

Die beiden haben draußen auch keine Angst oder Panik, sind stets neugierig und wollen alles kennenlernen, sie möchten lediglich ihre Individualdistanz, wenn sie sie gebrauchen können und Verständnis dafür, dass 8 Jahre Scheu vor Menschen immer Spuren hinterlassen werden!!! 🙁

Man kann sie überall mithin nehmen und sie haben Spaß daran, sofern sie nicht in der Nähe von Kindern sein müssen…Hotel, Urlaub, Restaurant, Freunde…

Die coolsten Hunde, wenn man gern nach Fahrplan fährt 🙂

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Finn, der alle mit seinem Aussehen blendet…

Seine Vergangenheit öffnete ihm das Tor zu dem, was er heute ist, mal nicht ist, es immer wieder werden kann oder es manchmal einfach vergisst.

Wir träumen immer noch von einem zu Hause für den “viele Persönlichkeiten Knirps“.

Es ist eigentlich ganz einfach. Diese Zeit hat viel mit ihm “gemacht“ und Ziel ist es, ihm immer wieder andere Lösungswege zu zeigen, auf freundliche Art, als die, die er ab und zu doch noch für logisch empfindet.

Worum gehts eigentlich?

Wenn Finn dir oder einer Sache nicht vertraut, dann hat man eben ohne Maulkorb mal den kürzeren gezogen.
Er weiß eben nicht, wies geht, nicht immer, immer öfter aber.
Hat man Finns Vertrauen vollstens erarbeitet, darf man ihn bürsten, untersuchen, rumblödeln und albern, Bauchkrauli machen, hochheben, Küsschen geben uuund kuscheln sowieso…
Natürlich einiges zu seinen Bedingungen, was völlig okay ist.

Kann er sich auf dich vollstens verlassen, ist er ein ruhiger Begleiter, ignoriert alle Reize, rennt fröhlich umher oder läuft entspannt an der Leine.
Eine gewisse Grundnervösität hat er allerdings. Ein kleiner Hibbel Habbel eben 🙂

Man darf den Hübschling nicht unterschätzen und man darf sich nicht dran stören, dass er draußen nur mit Maulkorb zu sehen sein wird.

Man muss nicht die krasseste Ahnung haben, man muss aber bereit sein, zu lernen, ihn zu händeln und Freude daran haben.
Man muss bereit dafür sein, unseren Fahrplan zu fahren, damit Finn nicht der Boden unter den Füßen weggezogen wird und er dann nicht aus allen Rastern fällt.

Man muss auf Hochs und Tiefs gefasst sein, bis alles seinen Weg geht…der Weg ins bedingungslose Vertrauen…

H 3-14
Name: Darlo
Rasse: Mischling
Farbe: braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 10.11.12
Größe/Gewicht: 48 cm / 15 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Alle guten Dinge sind drei? Das würde Darlo jetzt gerne erleben!
Unser kleiner Sorgenwuffi…wo fangen wir da an?
Ursprünglich von Teneriffa hier her geflogen und wir glaubten es, ihn in eine tolle Familie vermittelt zu haben, wurde er dann einfach an ein anderes Familienmitglied verschenkt, welches für uns nie in Frage gekommen würde. Darlo landete dann nach etlichen Jahren wieder bei uns und hatte dabei fast 20 Kilo auf den Rippchen, wo wir ihn doch mit ca 10 Kilo Sportgewicht vermittelt hatten. Zudem wurde ewig nicht Spazieren gegangen und Darlo fristete seine Zeit viel im Garten.
Bei uns fanden viele Gassigeher schnell Gefallen an ihm und er wurde täglich freudig Gassi geführt. 🙂 Mit Artgenossen hatte er leider auch kaum richtig Kontakt und da musste er sich erst mal wieder etwas einfuchsen… schnell schlossen ihn seine Interessenten ins Herz und alles lief super, doch leider ging einiges schief, nachdem Darlo sich eingelebt hatte.
Er zeigte, dass er sich schnell verantwortlich fühlte, wenn er seine Menschen nicht für ganz fähig hielt und dadurch hatten nicht nur er, sondern auch die Familie enormen Stress. Darlo ging draußen bei jedem Reiz nach vorne, bellte und pöbelte, bis auch im Haus selbst ein Familienmitglied von ihm gestellt wurde. Das ist auch der Grund, weshalb er nun wieder hier ist. Es hat einfach nicht gepasst und Darlo, der so einfach sein kann, braucht doch etwas mehr Feingefühl seiner Menschen, um ein sorgenloses Leben führen zu können!
Hat er so jemanden bzw. geht er mit uns spazieren, reagiert er so gut wie auf nichts und lässt sich zur Not auch sofort aus einer Situation herausbringen und man kann einfach überall entspannt mit ihm unterwegs sein, mit oder ohne andere Hunde, egal ob Jogger, Fahrradfahrer oder oder! Liebt es, auch einfach mal gemeinsam die Seele baumeln zu lassen und irgendwo zwischen Baum und Borke, das Streicheln zu genießen…. 🙂
Für die Zukunft sind wir nun auf der Suche nach 1 oder max. 2 Bezugsperson, die auch etwas mehr „Hund“ können, also Körpersprache verstehen und wissen, wie man im Handling mit Hunden zu sein hat, die ihre Menschen gerne und schnell von allem und jedem abschirmen und damit dann ganz viel Arbeit haben, die diese Hunde gar nicht wollen!!
Darlo möchte nicht an der Front kämpfen, er möchte einfach ein toller lustiger Wegbegleiter sein und Menschen an seiner Seite haben dürfen, die sich um den Rest kümmern können und wollen, die kluge Entscheidungen für den Darlo treffen können und wissen, dass man Darlo zurückweisen muss, falls er nach vorne geht. Etwas körpersprachliches Eingreifen reicht dafür tatsächlich völlig!
Mit Ablenkung und Leckerlies erreicht man bei ihm nicht viel, außer dass er sich weiter und weiter unnötig in eine Situation reinsteigert und nur noch wild vor sich hin bellt!
H 74-21
Name: Froop
Rasse: Foxterrier
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: ca 2014
Größe/Gewicht: 39 cm / 9,2 kg
Zwar isser nicht so fruchtig, wie sein Name vermuten lassen könnte, unser Froop, aber manchmal könnte man meinen, es tost ein Feuer in ihm. Denn wenn Froop zu viele Reize um sich herum hat, braucht es nicht mehr viel, bis er völlig hoch gepusht ist!
Froop kam als Fundhund zu uns und wird seither wohl nicht vermisst.
Wie immer blöd, wenn man einfach keine Geschichte von gestern und weiter über den Hund erzählen kann, aber Froop störts ja immerhin nicht.
Hier und jetzt kann man sagen, er ist ein Foxterrier und das sagt ja schon viel aus. 😃
Und er hat ein kleines Handicap, nämlich rechts grauen Starr. Da wird er kaum etwas sehen können mit.
Grundsätzlich ist er beim Kennenlernen neuer Umgebungen vorsichtig und erkundet entspannt.
Gibt es aber von vorne rein Trubel, scheint er kaum ansprechbar zu sein und bellt auch viel die Reize an, steht unter Strom und Spannung.
Man kann mit ihm super entspannte Spaziergänge haben, sollte zB. aber ein Hund entgegenkommen und als Mensch nicht recht führen können, dann kann es halt auch wieder unentspannt werden.
Mit Hunden allgemein kann er sich gut verstehen, muss aber nicht. Soll halt keiner sehen, dass er eigentlich total unsicher ist, also greift man lieber direkt an, sieht ja stark aus, denkt er sich.
Kann aber gut unterscheiden, bei welchen Hunden er das machen kann und bei welchen er lieber direkt die Füße stillhalten sollte.
Froop braucht eine Familie mit dem nötigen Einfühlungsvermögen und die bei Reizüberflutung managen können und es nicht noch verschlimmern. 🙂
Falls Froop ausgesetzt worden ist, können wir dies nicht nachvollziehen, denn er ist im Groben und Ganzen einfach ein cooler Typ 🙂

H 77-21

Name: Prince
Rasse: Französische Bulldogge
Farbe: gestromt
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 23.09.2018
Größe/Gewicht: 35 cm / 14,5 kg
Geeignet für Kinder: nein

Prince – ein Name der zur Bedeutung wurde.

Eigentlich sollte er das perfekte Familienmitglied werden, doch nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass nicht alles rund gelaufen ist und da hatte man den Salat, den keiner mehr essen wollte.
Von klein auf angeschafft, wuchs er zu einem Erwachsenen heran, der am Ende allein da stand, mit all den Entscheidungen und mit all der Verantwortung. Das Resultat aus fehlender Konsequenz und Führungsqualität und die Verharmlosung seines eher nicht so schönen Verhaltens.
In der Welt einer französischen Bulldogge geht’s halt ganz schön ab und ja jetzt ist er hier, aber letztendlich wurde er nicht einfach abgeschoben. Es war ein schwerer Schritt, doch es gab die Einsicht, dass es einfach nicht mehr geht.
Ja, der Prince wurde geliebt, vielleicht etwas zu viel von der falschen und zu wenig von der richtigen Art, aber man holte sich einen Hundetrainer, was viele Menschen wiederum nicht tun, sobald der eigene Hund mit Beschädigungsabsicht gebissen hat.
Tja und nu? Es leben Kinder im Haushalt und man empfiehlt einen Biothanemaulkorb, was man nicht empfiehlt, sondern aufgrund der akuten Gefahr, welche vom Hund ausgeht, einem vernünftigen beißsicheren Maulkorb, um den Hund zu sichern und dann mit ihm zu arbeiten, damit eine positive Beziehung zueinander aufgebaut werden kann, ohne das jemand verletzt wird.
Nein, Suchspiele und aus dem Familienleben ausgrenzen führen schon zum Erfolg.
Würde es da draußen mehr Hundetrainer geben, die den Ernst der Lage bei solchen Hunden auch verstehen und die Besitzer dann vernünftig anleiten könnten, dann säßen in den Tierheimen auch weniger Hunde, zumindest die nicht, dessen Familie eigentlich nicht aufgeben möchte.
Wir fragen uns nur, warum das Thema Maulkorb selbst bei noch vielen Trainern ein sensibles ist. Es ist eines der wichtigsten Hilfsmittel und für viele Hunde heute auch täglich eines, um am Leben teilhaben zu können.
Und solange Prince keinen trug, auch während er eigentlich bereits im Training war und seine Familie sich viel davon erhoffte, biss und biss er weiter, denn dieser Junge hat halt Baustellen und die Familie vor diesen große Angst und nun ist Ende im Gelände…
zurück zum „Prince ist jetzt hier.“

Gerade mal 3 junge Jahre hier auf Erden und vielleicht jetzt endlich mal bereit, dass Zepta des alten Lebens abzugeben und den Neuanfang als größte Chance zu betrachten.
Erstmal durfte Prince 3 Wochen lang in den Urlaub fahren, einfach mal abschalten, noch nicht wirklich ankommen müssen, einfach mal von alleine ein bisschen mehr von sich Preis geben und vielleicht auch etwas vergessen. Neues verarbeiten, Strukturen erfahren und ruhen können.
Sich neu erfinden und mit neuem Wissen zurückkommen, um vielleicht in der Mitte beginnen zu können.

Prince ist psychisch ein sehr sensibler Hund, physisch eher abgehärtet, stumpf, Bulldogge halt.
Sein Leben bestand darin, mit allem durchzukommen, was er will, soll er kriegen, aber bitte jetzt sofort. Aus Ressourcen wie Futter, Plätze oder auch den Menschen an sich, Dinge die er bitterböse verteidigen könnte. Seine Bedingungen sind das A und O, Feedback, was ist das? Grenzen, hä?
Menschen benutzen und kontrollieren, fast schon manipulativ. Vergessen, wie man dabei noch so putzig aussieht, wird er wohl nie. Wie kann man da auch widerstehen?
Alleine bleiben? Warum sollte ich? Fühl mich nicht wohl, wenn meine Ressource sich Beine macht.
Innerlich zerreißt es uns, denn wir wissen immer, es wird nicht der letzte Hund sein und wir wissen schon nicht mehr, wohin solche Hunde sollen….und Prince hat zu kämpfen mit seinem neuen Alltag. Man kann seinen Bedürfnissen hier einfach nicht gerecht werden und umso unzufriedener er im Allgemeinen ist, desto „netter“ wird er auch, Ironie versteht sich. 🙁

Man muss definitiv wissen, dass sich Prince immer mal dafür entscheiden könnte, seine Bezugsperson massiv anzugreifen, auch wenn er davor und danach super lieb sein kann und man das nie persönlich nehmen darf.
Er verfolgt seine Ziele extrem ausdauernd und verhält sich dann wie ein Klotz. Jagdlich erwähnenswert motiviert und Autos aus der Ferne sind ganz interessant.
Er gehört definitiv in die 2. Reihe, kennt sein Leben bisher aber nur in der ersten.
Solange man hinter ihm läuft, denkt er sofort, er führt und kann entscheiden. Läuft er ohne Leine, kommt er nur, wenn man sich schnell in die entgegensetzte Richtung bewegt. Hat gelernt, dass man bloß nach ihm schaut, er nicht nach einem. Orientierung ist für ihn erst mal wichtiger, als irgendwelche Kommandos zu erlernen.

Also…wer da draußen ist und diesen Knirps trotzdem toll findet, keine Kinder hat und so einer Herausforderung gewachsen ist oder gewachsen sein möchte, der kann sich gern per Email melden und uns schon mal vorab Informationen zu sich und seinem Alltag schreiben, sowie seine Telefonnummer hinterlassen. Wer in Frage kommt, wird angerufen. Bitte habt dafür Verständnis.

Wer denkt, mit Liebe und Geduld oder mit „draufhauen“ wird das schon, kommt nicht in Frage.
Unwissende sind immer willkommen, wenn diese wirklich lernen möchten. 🙂

Nachtrag

Da Prince schon eine Weile bei uns ist, gibt es auch Neuigkeiten.
Nach wie vor zählt er zu den gefährlichen Hunden hier bei uns im Hause.
Er kann sehr impulsiv werden, sich aber auch genauso schnell beruhigen.
Jedoch nicht eigenständig einem anderen Lösungsweg nachgehen, außer auszulösen.
Seine Stimmung kann sich schnell verändern, schnell kippen. Bevor er attackiert, guckt er meist nur kurz drohend oder macht sich kurz steif. Ab und zu knurrt er vorher.
Sein Problem liegt in der Vergangenheit und es wird ihn immer begleiten.
Durch die damals hausgemachten Probleme ist er statusaggressiv und stark ressourcenbewusst.
Dies sowohl bei Hunden als auch bei Menschen.
Gerade aus Futter macht er eine große Sache.
Zudem ist er massiv auf Spielzeug getriggert und steigert sich soweit rein, bis er gar nichts mehr mitbekommt, wenn man ihn lässt.
In den meisten Fällen ist Prince in Räumlichkeiten viel auffälliger, als draußen. Da zeigt er wenig bis kaum Aggressionsverhalten.
Es ist schwer, zu ihm durchzudringen, schwer, dass er einen für voll und ernst nimmt. Ihm ist es auch unglaublich wichtig, seinen Platz in der Nahrungskette nicht zu verlieren. Hat man einen Konflikt mit ihm, wirkt es so, als würde er eher sein Leben lassen wollen, als aufzugeben. Durchhaltevermögen sollte man also haben.
Er kann super süß und unauffällig sein, solange alles zu seinen Bedingungen abläuft und er keine Regeln und Grenzen erfährt.
Kann er frei entscheiden, würde er wohl den ganzen Tag kuschelnd auf einem liegen und den süßen unschuldigen Frenchie abgeben, den viele sich im allgemeinen ja immer so vorstellen.
Muss er sich nach einem richten, möchte er teilweise nicht so viel mit einem zu tun haben, denn dann würde er ja seinen Status abgeben…. Ja, es ist kompliziert. Er wirkt dann bockig und depressiv. Er fühlt sich schnell in die Ecke gestellt, möchte ja eigentlich gemocht werden und dazugehören, aber steht ja immer im Konflikt mit sich selbst. Ja, Kritik ist nicht so ein Ding.
Zu Prince muss man einen Draht haben, über längere Zeit eine Beziehung aufbauen, mit der auch er etwas anzufangen weiß. Gemeinsam Freude an etwas haben.
Die hat er zum Beispiel beim Klickertraining.
Wie bei vielen Bulldoggen, wird nicht gerne ohne Essen gehört. (Funktioniert nur, wenn man bereits ein eingespieltes Team ist, kennt er einen nicht, zündet er auch, wenn man mit Essen vor seiner Nase herumwirbelt)
Allgemein muss er schon sehr auf einen vertrauen und akzeptieren, geführt zu werden, denn er schlägt gerne seine eigenen Wege ein.
Fühlt sich schnell zuständig und Hauptsache man läuft vor wie ein ganz großer.
Auch an der Leine immer gern der Entscheidungsträger, wenn man es zulässt. Er testet jeden Tag alles aufs neue an. Bringt man ihm bei, sich stets neben einen hinzusetzten, wenn man stehenbleibt, dann versucht er es immer wieder, sich extra einen Meter vor einen hinzusetzen.
Auch wenn es nicht so auffällt, achtet er auf viel und merkt sich auch viel, durchschaut einen schnell und führt einen gerne hinters Licht.
Für Wasser interessiert er sich auch ganz besonders und vor allem für Wellen.
Mit anderen Hunden versteht er sich, aber als Einzelhund lebend wäre es definitiv stressfreier aufgrund seiner Ressourcenaggression.
Logischerweise trägt er zeitweise viel einen Maulkorb.
Wir wollen nichts schön reden, aber trotz alledem ist Prince ein toller Hund, wenn er zu einem aufsehen kann. Er wird dann folgsam und nimmt auch mal Dinge an. Er würde, sofern sein Körper das mitmachen würde, bis ans Ende der Welt laufen für einen. Ohne zu fragen, wofür das alles überhaupt. Er kann blind vertrauen, wenn ihm das Gesamtbild stimmt.
Wir suchen für Prince eine fachkundige Endstelle, die bereits Erfahrung mit Hunden hat, welche vor allem gegen ihre eigene Bezugsperson gehen.

H 83-21

Name: Kängel aka Leon
Rasse: Mischling
Farbe: blond
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 2017
Größe/Gewicht: 55 cm / 24 kg

Kängel – der angeblich ein Kangal sein soll.

Der Bursche hats nicht immer leicht und man selbst als sein Besitzer vielleicht auch nicht zu jeder Zeit. Hierhergekommen mit der Feuerwehr, war er erst mal voll durch den Wind. Hier ließ er sich dann ganz gut mit Essen bestechen, nachdem es zuvor Stunden dauerte, ihn zu sichern.
Nach und nach lernte er uns alle kennen, wo er sich anfangs meist immer nur an eine Person schließen konnte, zu der er dann unglaublich aufgeschlossen war und bei anderen so tat, als wäre er der „Angsthund vom Dienst“.
Natürlich wurds immer besser und wir sind alle cool mit ihm, kommt aber dennoch jemand fremdes herein, dann kann er ganz schön böse sein. Das darf man nicht unterschätzen.
Um ihn besser kennenzulernen und auch wegen ein paar vermuteten körperlichen Wewe’chen durfte er gewisse Vorzüge genießen. Bei uns tagsüber im Container hausen, wo immer mal einer ist und er auch mehr von sich preisgeben kann.
Vom Vorbesitzer bekamen wir auch nur die Info, dass er niemand anderen akzeptierte und immer im Angriffsmodus gewesen sein soll.
So einfach pauschalisieren wir diesen Hund natürlich nicht.
Kängel, der angeblich Leon heißen soll, ist an sich echt ein toller Hund, cooler Typ, rundum Seelsorger und vieles mehr.
Mit seinen Menschen ist er total eng angeschlossen und für viele Unternehmungen bereit. Hat immer ein offenes Ohr für einen und freut sich einfach immer, wenn er die Aufmerksamkeit seiner Menschen hat.
Wenn man auch etwas Feingefühl für ihn mitbringt, richtig hinsehen und hören kann, dann kann man mit Kängi Kängel definitiv völlig entspannt durch den Alltag kommen und sich immer die Zeit für gute Laune und Blödeleien zurecht legen. 🙂
Das mit dem Kangal ist Verhaltens technisch nicht ganz unkorrekt.
Seine Wachsamkeit wird bleiben und das Abschirmen seiner Bezugspersonen ebenfalls, wenn man ihn machen lässt.
Thema andere Hunde ist da definitiv schon schwieriger. Er kann super gut mit groß und klein und spielt auch super süß mit seinen Kumpels, aber das geht nur, wenn der Mensch nicht dabei ist.
Kängel möchte den Menschen für sich haben, für sich ganz allein und das zeigt er dann deutlich.
Er lässt sich auch schwer davon abhalten und nutzt jede Gelegenheit, den anderen Hund dann maßzuregeln und lässt sich dabei zwar von uns wegschicken, aber fängt immer wieder damit an. Manchmal stellt er da auch komplett auf taub und naja, das erschwert das ganze eben.
Damit muss man leben.
Gesundheitlich wurden ein paar Dinge abgeklärt, die sich nicht bestätigten. Da er unseres Erachtens nicht so gut gelaufen war, was jetzt aber immer besser wird, dachten wir, da ist wohl was im Busch, aber Fehlanzeige 🙂

Für Kängi kanns jetzt nur besser werden, vor allem wenn sich jetzt auch noch jemand melden würde, der ihn auch verstehen lernen möchte und seine Bedürfnisse akzeptiert, wie sie eben sind und nicht denkt, ach das wird schon alles. Charakter bleibt nun mal immer bestehen und wir denken, er ist da schon sehr manifestiert. 🙂

Er wartet denn mal auf die Leute, die Lust haben mit ihm mal blödelnd und mal ernst durch die Welt zu laufen!

H 5-22

Name: Maya
Rasse: DSH
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 2013
Größe/Gewicht: 60 cm / 37 kg

Maya – ein Hund der „Dunkelheit“, welcher trotzdem die „Sonne aufgehen“ sieht.

Manchmal sind wir es leid, so viel Leid zu sehen oder davon zu hören. Nein, wir sind nicht die, die wegsehen, aber die, die bald von all dem noch erblinden.

Maya durfte ihr Leben draußen in einem Zwinger verbringen. Es gab nicht mal eine richtige Hundehütte. Der Zweithund durfte drinnen leben. Wie auch immer. Man kann es in die Länge ziehen – das wollen wir hier nicht.

Es nimmt uns mit, aber wir müssen für den Hund nach vorne sehen, denn sonst hat sie nichts davon – von ihrem neuen Leben. Mitleid hilft ihr auch nicht weiter. Nur, dass es jetzt besser wird.

Das schöne ist, dass Maya mit ihrer neugewonnen Freiheit auch eine Menge anfangen kann.
Sie erkundet viel mit der Nase ihre Umwelt und geht gerne spazieren.
Sie macht das wirklich gut. Natürlich gibt sie gerne vor, wo es lang geht und versteht noch nicht recht dieses Zusammenspiel von ihr und einer Bezugsperson, aber egal wo man mit ihr ist, zum Kuscheln ist immer Zeit. Da purzelt sie gern mal schnell zu Boden, um sich Nähe abzuholen 🙂

Da sie es drinnen gar nicht kennt, gibt es da Nachholbedarf. Wenn wir mit ihr drinnen sind, kann sie sich noch nicht so gut entspannen. Sie genießt wie auch draußen die Nähe von Menschen, stürzt sich aber gleich auf Textilien bzw. Decken und macht diese dann kaputt, wenn man sie nicht davon abhält. Warum sie das genau macht, können wir nicht sagen, da sie es auch tut, wenn wir mit ihr auf einem kuscheligen Plätzchen liegen und sie es ersichtlich genießt.

Für uns wäre es daher wichtig, dass im neuen zu Hause ein Garten vorhanden ist, damit man das alles Schritt für Schritt mit ihr angehen kann. Wahrscheinlich kann man sie in der Anfangszeit drinnen auch nicht aus den Augen lassen.

Mit anderen Hunden konnten wir bisher ein paar kleine Eindrücke sammeln.
Im Vorbeigehen fixiert sie und zeigt deutlich, dass sie den anderen Hund packen möchte.
Wir haben uns das mal mit einer anderen Hündin ihrer Größe angeschaut und beide mit Maulkorb gesichert.
Man konnte deutlich sehen, dass Maya andere Hunde gerne „bewegt“ und bestimmen möchte, wer sich wie wo aufhält. Die Butter lässt sie sich sicher nicht vom Brot nehmen, ohne dass daraus ein Konflikt wird, der ausarten kann. Akzeptiert das Gegenüber ihre Ansagen, bleibt es cool bis angespannt. Wird es ernster, akzeptiert sie aber auch die Meinung der anderen Seite. Auf dem Spaziergang war es dann recht entspannt und auch kein Konfliktpotenzial zu sehen, jedoch hat Maya ihre Menschen lieber für sich.
Man muss halt einfach wissen, dass Maya charakterlich eher der Draufgänger Typ ist und eine Hundebegegnung nicht unbedingt entspannt ablaufen würde, sie generell aber nicht „unverträglich“ ist.

Wir suchen dringend eine neues zu Hause für Maya, da wir ihr schnell wünschen, dass ihr Leben endlich so sein kann, wie sie es verdient.
Wir können Maya leider im Alltag nicht so unterstützen, wie sie es bräuchte, um auch drinnen Fortschritte zu machen. Da fehlt uns leider die Zeit 🙁
Wir hoffen, da draußen ist einfach jemand, der genau wie wir sofort erkennt, was für ein toller Hund sie einfach ist! 🙂

Nachtrag

Nun haben wir Maya über die Zeit besser kennenlernen können und mehr über sie zu sagen 🙂
In unseren Räumlichkeiten ist sie mittlerweile auch gerne unterwegs. Allerdings bleibt bestehen, dass sie gerne Sachen kaputtmacht. Sie ist sehr auf Spielzeug fixiert und trägt gerne Dinge herum, egal wie schwer diese sind. 😃
Demnach könnte es passieren, dass Maya drinnen vor Freude mit Dingen hantiert, die eigentlich heile bleiben sollten.
Aber Übung macht den Meister 🙂
Sie ist eine totale Wasserrate und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Aufgeblüht ist sie einfach unvorstellbar und stets freundlich zu allen möglichen Zweibeinern.
Leider gab es bisher keine Interessenten, was wir sehr schade finden, da sie einfach toll ist, gefallen möchte, sich immer gerne ins Zeug legt und endlich mal ihre Bezugsperson gebrauchen könnte. 🙁

Gesundheitliches: Ellbogenarthrose derzeit beschwerdefrei, cauda equina Syndrom mit geringfügiger Neuropathie .

H 3-22 Spanier
Name: Romeo
Rasse: Rottweiler
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 04.07.2020
Größe/Gewicht: 63 cm / 36 kg
Romeo – er sucht zwar nicht diese eine Julia, aber braucht dringend den richtigen Anschluss im Leben!
Von weit her gereist, ist er nun da, unser Romeo, der irgendwie nirgends dazugehört, nicht reinpasst.
Vielleicht liegt es an seinem spanischen Akzent. Vielleicht auch nicht. In Spanien soll er gut klargekommen sein. Mit anderen Hunden vor allem.
Wie immer, versuchen wir uns am Anfang zunächst ein Bild vom Hund zu machen, wo die Vergangenheit auch quasi nicht relevant ist.
Romeo ist ein geselliger Typ, er ist gerne dabei und einfach froh, wenn er im Fokus steht.
Er ist viel am Beschwichtigen, will nichts falsch machen und gibt sich Mühe, Menschen zu gefallen.
Wenn er etwas unangenehm findet, versucht er immer einen netten Weg, um aus der Situation zu kommen. Wird dann albern und verrückt 🙂
Wenn man mit ihm unterwegs ist, kann er ganz gelassen sein, geht aber gerne vorweg. Interessiert ihn allerdings etwas, dann nutzt er auch gerne sein Körpergewicht, um dort hin zu gelangen.
Bewegungsreize sind definitiv ein Thema. Ball und co. findet er ganz interessant.
Sollte man einfach im Blick behalten, um ein fehlgeleitetes Beutefangverhalten zu vermeiden.
Was Romeo noch nicht ganz verstanden hat, zumindest hier bei uns, wie man mit und unter Artgenossen kommuniziert oder wie man da am besten zurecht kommt.
Wir können es derzeit noch nicht recht beurteilen, da er definitiv in der Nähe von Menschen / Bezugsperson abschirmend gegenüber anderen Hunden ist. Die möchte er dann nicht in der Nähe haben. Während bei großem Abstand zum Menschen da kein Thema ist und er dann eher „freundlich“ und tendenziell Konflikt lösend handelt, Abstand wahrt und vorsichtig ist. Sobald Menschen dabei sind, wirkt er überfordert. Wir werden weiter daran arbeiten und schauen, was passiert.
Romeo ist ein klasse Typ, aber natürlich hat jeder seine guten und schlechten Eigenschaften und bei ihm muss man sich halt auch auf alles einlassen können und ihn so akzeptieren, wie er ist und gemeinsam daran arbeiten.
Man kommt natürlich besser durch den Tag, wenn nicht jede Hundebegegnung zum Problem wird 🙂
Wie bei all unseren Hunden, unterstützen wir Interessenten immer da, wo wir können, sehr gerne!
Wir können ihn uns super als treuen Freund und Begleiter vorstellen und bei Menschen, die ihn fördern, da wo es sinnvoll ist und gemeinsam eine schöne Beschäftigung finden. 🙂
H 17-22
Name: Tekla
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz-braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: nein
Alter: 10.09.2021
Größe/Gewicht: 38 cm / 10 kg
Tekla – das Für und Wider für nichts und alles.
Es gibt Hunde, die sind einfach, folgsam, leicht durchschaubar, laufen mit, bereichern uns ohne viel Aufwand und machen einfach Spaß, tollen umher und freuen sich über alles, was auf dem Weg kreuzt. Aber das ist nicht immer so und das muss es auch gar nicht. Mit dem einen oder anderen Hund muss man sich solche Dinge mehr oder weniger hart erarbeiten.
So ist es auch bei unserer Tekla. Mit 7 Monaten kam sie aus Ungarn nach Deutschland direkt in eine Familie mit einem schon vorhandenen Hund. Leider hat das dort so gar nicht gepasst, weshalb sie bereits nach einer Woche wieder ausziehen musste. Gelandet ist sie dann bei uns. Leider mussten wir dann auch feststellen, dass Teklas Bedürfnisse und ihr Charakter an nicht ganz einfache Ansprüche geknüpft sind, die ihre Bezugsperson zu erfüllen hätte.
Im Tierheimalltag hat sie sich wenig bis gar nicht eingliedern lassen. Jeder Hund wurde sofort angeknurrt und bei zu wenig Distanz sofort attackiert. In so einer Situation befindet sich Tekla in einem extremen Erregungszustand und bestärkt sich selbst, dass ihr Verhalten positiv ist.
Sie kauerte fast nur in irgendeiner Ecke, außer sie befand sich alleine in einem Raum. Draußen untergebracht war es ebenfalls nicht anders. Unterwegs konnte sie sich nicht lösen vor lauter Ablenkung, Angst, Panik.
In Ungarn hat sie dauerhaft mit anderen Hunden zusammengelebt und das wohl eher problemlos…
Charakterlich ist sie sehr impulsiv und ausdauernd dazu veranlagt, wachsam zu sein, für sich selbst zu sorgen und jegliche Aufgaben zu übernehmen, wenn man sie auch nur kurz aus den Augen lässt.
Sie ist meist sehr besorgt und meint, für alles Verantwortung tragen zu müssen. Für andere Lösungswege muss man sehr überzeugend sein, im richtigen Moment agieren und sehr fokussiert auf das Wesentliche sein. Tekla benötigt den richtigen Anschluss und muss vertrauen können.
Man darf sie nicht im Stich lassen und muss sie sofort aus der Situation holen, wenn sie überfordert ist. Man muss ihr Raum geben, aber in einem sicheren Rahmen. Kann sie sich in Konfliktsituationen zu weit entfernen, artet es meist direkt aus und sie ist wieder ganz selbstständig unterwegs.
Der springende Punkt bei der ganzen Sache ist jedoch, das Tekla tatsächlich sehr gerne mit Hunden zusammenlebt, jedoch die Kennen lern – Zeremonie überstanden werden muss und auch danach das richtige Managementkonzept vorhanden sein muss, sodass es fortlaufend funktioniert.
Lebt sie in einer festen Hundegruppe, taut sie extrem auf, kann draußen fröhlich durch die Gegend laufen, nahezu sorgenfrei passieren. Die typischen Junghund – Allüren kommen dann ebenfalls zum Vorschein, indem sie zB. Einrichtungsgegenstände kaputt macht oder einfach Sau frech ist und schaut, wie weit sie gehen kann.
Da ihr der Mensch dann doch irgendwo wichtig ist, obwohl sie so ganz allein nur mit diesen nicht recht etwas anzufangen weiß, zeigt sie durchaus Ressourcenbewusstheit, indem sie andere Hunde von ihrer Bezugsperson wegschickt – mit den Zähnen versteht sich.
In gewissen Situationen steigert sie sich ohne ihren Maulkorb maßlos rein und ist dann für den gesamten Tag nicht mehr „zu gebrauchen“.
Draußen läuft sie daher nur mit Maulkorb und auftretende Konflikte sofort entschärfen zu können.
Schottet man sie generell ab bzw. würde sie als Einzelhund leben, wäre ein stressfreier Spaziergang wohl nie gegeben. Ihre Tendenzen fremde Hunde anzugreifen und Distanz zu wahren sind sehr groß. Alles und jeden zu meiden, wäre der falsche Weg und allem aus dem Weg zu gehen, ebenfalls. Denn überall sind Menschen mit Hunden unterwegs.
Auch Menschen werden zeitweise ferngehalten, wenn ein Ort für Tekla territorial wird. Also Plätze, an denen man sich längere Zeit aufhält.

H 23-22

Name: Buddy
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 25.02.2013
Größe/Gewicht: 64 cm / 41,5 kg

Buddy – wenn das alte Leben endet und das neue beginnen muss!

Hier gelandet, weil sein Besitzer ins Krankenhaus gekommen ist. Eine Weile schon konnte man sich nicht mehr so um Buddy kümmern, wie es für ihn am besten gewesen wäre. Nun hat er die Chance von uns aus nochmal ein schönes zu Hause zu finden und wir hoffen sehr sehr, dass dies passiert!

Er hat ordentlich Übergewicht auf dem Buckel, welches natürlich Schritt für Schritt runter muss 🙁

Im Tierheim gehört er definitiv zu den Sensiblen und trauert viel… seinem gewohnten Umfeld entrissen, muss er ja jetzt klarkommen – tut er aber eigentlich nicht…

Mit anderen Hunden haben wir bisher die Füße stillgehalten, da er einfach so schwer ist und am Zaun nicht wirklich freundlich zu seinen Artgenossen ist.

Zu uns Zweibeinern ist er im ersten Affekt etwas schüchtern und je nach Stimmung auch schreckhaft. Kennt er einen, ist er unglaublich anhänglich.
Er musste in der Vergangenheit so gut wie nie alleine bleiben und wenn, dann wird es laut und fordert mitunter Beschwerden der Nachbarschaft ein.

Wenn man mit ihm unterwegs ist, kann es total idyllisch und ruhig ablaufen, kommt ihm aber etwas entgegen oder er möchte generell irgendwo hin, dann nutzt er auch den vollen Umfang seines Gewichts. Daher sollte man ihm von der Größe her wirklich gewachsen sein, aber auch das nötige Feingefühl für ihn in petto haben.

Der Jüngste ist er natürlich auch nicht mehr und auf das eine oder andere Wehwechen sollte man sich bereits einstellen. 🙂

Wer also einen großen Begleiter sucht, keine Angst vor der Kraft hat, die Buddy besitzt und sich schon länger einen Hund wünscht, der sich eng an einen bindet, der wäre genau richtig und kann sich sehr gerne melden! 🙂
Buddy stellt jedenfalls keine lange Wunschliste auf, er möchte einfach nur gemocht werden, ohne dass er sich verstellen muss!

H 7-22 Spanier
Name: Remo
Rasse: Podenco Canario
Farbe: braun-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 01.01.2017
Größe/Gewicht: 55 cm / 25 kg
Remo – ein Funken Hoffnung entspringt nach der Landung in einer neuen Welt!
Achja, immer wieder diese Podencos, diese sensiblen für die Jagd gedachten Hunde, die leider nicht so viele Liebhaber und Anhänger haben, wie sie bräuchten….
Und so ist auch Remo einer dieser Hunde, die jahrelang in Teneriffa darauf warten mussten, zB. hierher nach Deutschland zu kommen, um mit Glück endlich ein eigenes zu Hause zu finden!
Remo zeigte vom ersten Tag deutlich, dass er von sich selbst auch nicht mehr hält, als ein kleines Häuflein Elend. Denn das muss er gewesen sein, dort wo sein Alltag war.
Verstecken, abwarten, hoffen, dass es eines Tages vorbei ist. Die Narben, die er trägt, sind nicht zu übersehen. Ja, für einige Hunde ist so ein Tierheim kein Thema, sie fügen sich ein und leben einfach weiter und für andere ist es eben die Katastrophe…… für Remo ist es eine – definitiv.
Wir suchen also dringend für diesen netten Burschen ein zu Hause, wo er sich langsam entfalten darf und man nicht zu viel auf einmal von ihm verlangt. Er ist neugierig, aber benötigt im Rahmen erst mal seine Distanz und muss Vertrauen aufbauen können, dass er entweder in den Menschen verloren hat oder noch nie eine Beziehung zu einem Menschen ausleben durfte.
Bisher zeigt Remo sich sehr ruhig, beobachtend und interessiert, nahezu unsichtbar möchte er aber bleiben und zieht einfach so „alleine“ durch die Weltgeschichte, obwohl er gar nicht alleine sein mag.
Um Remo den Alltag bei uns so entspannt wie möglich zu gestalten, darf er sich auf unserem Gelände frei bewegen. Zum Glück muss man ihn schon noch zwingen, denn von alleine sucht er unsere Nähe nicht wirklich auf. Er macht so sein Ding und hat seine Lieblingsecke, durch die er nun auch etwas auftauen konnte. Seither interessiert er sich auch sehr intensiv für anderen Hunde, was völlig anders war, als er nicht genug Freiraum hatte. Er entgegnet jedem Hund sehr freundlich und wenn ihm doch etwas komisch vorkommt, dann geht er dem einfach aus dem Weg.
Auch unterwegs ist er absolut Konflikt meidend und vielleicht gerade deswegen der perfekte Begleiter. Mit Auge und Nase schaut er sich seine Umgebung genauestens an und folgt an der Leine auf seine Art und Weise. Durch die Leine findet er wenigstens auch schon mal eine Bezug zum Menschen und verhält sich ganz anders, als ohne diese „Verbindung“.
Wir können uns Remo super als Zweithund vorstellen, sofern die Hunde wirklich was voneinander hätten und es Remo im Alltagsleben sogar voranbringen könnte. 🙂
Podenco mal wieder anders als das Klischee es erlaubt! Nicht immer sind es an der Leine zerrende, sofort in den Jagdtrieb fallende Hunde, die man nicht ausgelastet und gebändigt bekommt. Remo ist das neue Wort für entspannt und gelassen, also scheut euch nicht nach ihm zu fragen, denn er ist toll so, wie er ist. 🙂