Vermittlung von Hunden

Name: Dino
Rasse: Dogge
Farbe: blue merle
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 13.01.2013
Größe / Gewicht: 81 cm / 65 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: ja ab 15 Jahren
Charakter: Der stattliche Kerl wird nicht in reine Wohnungshaltung vermittelt. Er bevorzugt Frauen als Bezugsperson, Männer müssen sich sein Vertrauen erarbeiten. Die Dogge möchte als Einzelhund ohne andere Tiere gehalten werden. Des Weiteren ist Dino kein Anfängerhund. Leute mit Doggenerfahrung wären für ihn wünschenswert. Dino ist leinenführig und liebt das Auto fahren.

Name: Iwok
Rasse: Mischling
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 05.08.16
Größe / Gewicht: 41 cm / 20 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: ja
Geeignet für Kinder: nein
Iwok unser Sorgenkind.
So wie wir alle es sind, ist auch Iwok kein offenes Buch.
Und vor einigen Wochen sind wir mehr oder weniger auf eine Seite gestoßen,
von der wir nicht wissen, wer sie geschrieben hat.
Und Iwok kann nicht wissen, dass er so Schwierigkeiten hat, ein zu Hause zu finden.
Er kommt von Teneriffa und ist vermutlich ein Shar Pei und Terrier Mischling.
Und beide dieser Rassen bzw. Zugehörigkeit haben es Faust dick hinter den Ohren…

Wir lernten Iwok als sehr freundlichen Hund kennen, der mit seinen lustigen Geräuschen, welche er von sich geben kann, den Hof verzierte.
Uns immer wieder mit seiner sturen Art zum Schmunzeln brachte.
Sein Lebensmotto mit dem Kopf durch die Wand zu sein scheint..

Was wir natürlich auch stetig bei ihm beobachten konnten, war seine Frustration über das Alltagsleben im Tierheim.
Man merkte ihm an, dass er nichts mit sich anzufangen wusste. Sich total gut mit anderen Hunden versteht und dennoch keinen Spaß haben kann, wenn der Mensch nicht bei ihm ist.

Als Vorzeigeopportunist fing er schleichend an gewisse Regeln und Strukturen abzulehnen, sie nicht einzuhalten und sich dagegenzustemmen.
Er fing an, Dinge zu entscheiden und sammelte diesbezüglich wohl seine Erfahrungen.
Er setzte sich durch und lernte, dass es ihm dadurch scheinbar besser geht.
Das beste für sich und aus der ganzen Sache zu machen…

Und er bekam hinsichtlich dessen aus seiner eigenen Sicht einen Status.
Einen besseren als der Mensch?

Als wir Iwoks ernormen Frust warnehmen konnten, versuchten wir, seinen Alltag schöner zu gestalten und er durfte sich mit uns auf dem Hof frei bewegen, wo es dann zu einer Situation kam, in der Iwok etwas zu Essen fand und sich beim Nähern von uns gestört gefühlte.
Er wies uns beißend in die Schranken, als hätte er es schon immer so getan.
Und so war das Bild von dem spanischen Freundlichkeitsallrounder zerstört.
Auch Anfassen uvm. war nur noch nach seinen Regeln möglich.

Kein Gassigehen mit Ehrenamtlern mehr..
Maulkorb muss her…
Verhaltensanalyse muss her…
Spezielles Training muss her..

Doch leider können wir aus zeitlichen Gründen nicht mit allen Hunden arbeiten, vor allem nicht so intensiv.

Und so nahm sich jemand aus unserem Team ihn an, dies außerhalb der Arbeit zu gestalten, was jedoch nicht dauerhaft möglich ist.
Er darf gerade lediglich Erfahrungen sammeln, eine Alltagsstruktur ohne dauerhaften Frust ausleben, an den Maulkorb gewöhnt werden und einfache Übungen meistern, Gehorsam aufbauen, relaxen, Beziehung zwischen Hund und Mensch verstehen, Schritt für Schritt lernen, dass er diesen Status nicht benötigt und auch ohne völlig in Geborgenheit und Sicherheit lebt.

Iwok ist grundlegend ein völlig unsicherer Hund, der vieles gesehen haben muss. Mit seinen drei Jahren ist er noch jung und hat seinen Platz in der Welt einfach noch nicht gefunden. Er ist schlau, aber auch stur und bestimmend. Mit positiver Konditionierung hat er viel Freude am Lernen und hat Kommandos wie Sitz, Platz und Gib 5 in 0, Nichts gelernt.
Intelligenz bei Hunden ist manchmal Glück, manchmal aber auch Qual.
Er achtet genau auf das, was man tut, zumindest wenn er gerade nicht schläft. Er beobachtet, wenn er mal nicht doof aus der Wäsche guckt.
Er kontrolliert, wenn er gerade mal nicht einfach total anhänglich ist und nur darauf wartet, seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Er übernimmt draußen die Kontrolle, wenn er nicht vermittelt bekommt, dass man bodenständig genug ist.
Andere Tiere oder Menschen werden dann als potenzielle Gefahr gesehen.
Nach ein paar Wochen Erfahrung sammeln dürfen und viel Schlaf sowie viel Arbeit,
lässt es sich recht gut mit Iwok leben.
Aus den meisten Situationen geht er beschwichtigend raus, nur wenn es um Nahrung geht und man sie ihm gezielt wegnehmen wollen würde, hört bei ihm die Freundschaft auf.
Diesen Konflikt kann man an sich gut vermeiden und mit Tauschgeschäften und gezielten Übungen vermitteln, dass Nahrung vom Menschen immer zur Verfügung steht und es nichts gibt, was man vor diesem verteidigen müsste und hat so schon einen super lieben Hund, dem man nur die Welt als einen sicheren Ort für ihn präsentieren muss und er lernt, dass der Mensch die führende Kraft ist, die ihm alles gibt, was er braucht.

Also….. wir suchen dringend nach Dir!

H 24-19 Spanier

Name: Sustan
Rasse: Mischling
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 03.10.15
Größe / Gewicht: 42 cm / 10 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: ja ( ruhige, ab Schulkindalter )

Du bist relativ klein, total niedlich, lässt das Herz bei vielen Gassigehern höher schlagen und dennoch bist du nicht jedermanns Sache.
Denn du bist ja noch bei uns!
Als du bei uns ankamst, da warst du erstmal ganz „leise“, schüchtern, unsicher.
Aber immer auf den Beinen, in Bewegung, am Zappeln.
Du genießt die Nähe zum Menschen sehr, wenn du sie verstehst.
Und es bereitet Freude, dein Vertrauen zu gewinnen.
Wenn du merkst, dass man dir nichts böses will und du es nicht ständig hinterfragen musst.
Du gibst dir große Mühe allen zu gefallen, obwohl es dir nicht immer leicht fällt.
Denn auf den Menschen zu zugehen verbirgt für dich immer den Konflikt, nicht zu wissen, was als nächstes kommt, was passieren könnte.
Du findest das befremdlich, merkwürdig, aber du tastest dich heran.
Stellst dich deiner Unsicherheit.
Du bist viel mit der Nase am Boden, hast viel zu verarbeiten. Mehr als andere eben.
Und es bereitet Freude, dir dabei zuzusehen, wie es jeden Tag besser wird.
Jeder Tag ist anders, neue Hunde, neue Menschen und du meisterst das, obwohl du feste Strukturen brauchst, obwohl du das Miteinander brauchst mit einem, nicht mit allen.

Ja, unser Sustan ist schon ein Kerlchen für sich 
Und er braucht natürlich Leute, wie Dich!
Leute, die das verstehen, die mit ihm gemeinsam die gruseligsten Dinge des ganz normalen Wahnsinns meistern.
Und vor allem, die die schon einen souveränen tollen Hundekumpel haben, welcher Sustan ganz auf hündisch die Welt und den Lauf der menschlichen Natur näher bringen kann.
Damit er sich auf euch verlassen kann, sich mal ausruhen kann, nicht besorgt durch den Tag, sondern immer umsorgt werden kann.
Einfach Hund sein darf und den Alltag mit einer liebevollen Führung durchlebt, welche aber auch fähig ist, Klarheit und Grenzen zu schaffen.
Jemand, der nicht zu viel verlangt und für jeden Schritt dankbar ist.
Und so würde auch Sustan dankbar sein, wenn du die Schritte bis zu ihm laufen würdest…

H 45-19

Name: Cleopatra
Rasse: Dobermann
Farbe: blau braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 21.05.2014
Größe / Gewicht: 57 cm / 33 kg
Verträglich mit Artgenossen: mit Rüden
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: ja ab 12 Jahren

Wenn wir an Cleo denken, dann vermissen wir ständig etwas.
Und zwar die Dobermannliebhaber, die bis jetzt leider nicht bei uns waren, um sie sich anzuschauen. Also wo steckt ihr denn nun?
Dabei kann man sie doch endlich sehen. Ihre Welt drehte sich vom Dunkel ins Licht.
Denn dort, wo sie herkam, war die Welt eher trist.
Stark übergewichtig machte sie die ersten Schritte über unseren Hof. Völlig überreizt von all dem, was sie sah, hörte und roch, trotzdem fokusiert auf die Nähe zu uns, die sie stetig suchte. Frust suchte sie oft heim, da sie gerne mehr Zeit mit uns verbracht hätte.
Mit anderen Hunden verstand sie sich auf Anhieb leider gar nicht.
Vermutlich blieb ihr der Kontakt zu ihren Artgenossen, sowie viele andere Dinge verwehrt.
Bei uns macht sich deutlich bemerkbar, dass dieser Dobermann nie ein Dobermann sein durfte und es jetzt einfach aus ihr heraus pulsiert.
Sie unternimmt für ihr Leben gern etwas mit uns Menschen. Ob kuscheln, Ball spielen, trainieren oder einfach durch die Natur streifen. Ja, die Umgebung liegt ihr auch besonders am Herzen. Immer auf zack und endlos geradeaus. Mit der Nase viel am Boden und wehe es geht alles nicht in Dobermanngeschwindigkeit. Immer alles ein Auge voraus und noch viel weiter!
Sie hat ein freundliches Wesen gepaart wohl mit einer Sturmflut. Scheint unermüdlich zu sein. Ja, die Maus ist hier einfach nicht ausgelastet, wohl wahr.
Sie hat natürlich unlängst passend zu diesem Verhalten auch eine passende Figur 
Aber irgendwie immer noch genauso viel Kraft.
Sogar mit Rüden versteht sie sich meist gut und kann endlich mit einem hübschen Burschen zusammenleben. Sie kann gut kommunizieren und versucht unangenehmen Konflikten aus dem Weg zu gehen, was an der Leine jedoch eher andersherum wäre.
Dort nutzt sie dann ihre „Rückendeckung“, um nach vorn zu preschen.
Leider ist sie, Cleo, das exklusive Kraftpaket mit allen Sonderausstattungen, nicht gerade einfach für eine Vermittlung, wie lieb sie auch ist.
Auch bei den Gassigängern macht es sich bemerkbar, wo es oft heißt.“ Aber bitte nicht Cleo.“
Man muss sie einfach lieb haben, mit allem, was sie mit sich bringt oder es lassen, das ist klar.
Sie wird noch so gut wie alles lernen müssen, was andere Hunde eben lernen, wenn sie wachsen und gedeihen. Aber auch man selbst, könnte dabei etwas erfahren, was sich sonst nie offenbaren würde. Denn oft gibt einem das alles selbst mehr, als man je vermuten könnte, wenn man mit so einem Hund so eine Reise beginnt und am Ende dort steht, wo man nie mit sich selbst gerechnet hätte!

H 57-18

Name: Bodo
Rasse: Rottweiler
Farbe:schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter / Geb. Datum: 03.07.2016
Größe / Gewicht: 64 cm / 50 kg
Verträglich mit Artgenossen: mit Hündinnen
Verträglich mit Katzen: nicht bekannt
Geeignet für Kinder: keine Kleinkinder

Manche Hunde haben das Leid zu tragen, für die Fehler der Menschen gerade zu stehen.
Einerseits den Fehler sich überhaupt einen Hund anzuschaffen, wenn man grundsätzlich nicht in der Lage zu sein scheint.
Andererseits den Hund dann maßlos sich selbst zu überlassen oder ihn in Situationen zu bringen, aus deren Ursprung fatale Handlungen entstehen, von denen der Hund nicht wissen kann, ob das, was er da tut, gut oder böse ist.
Denn Hunde handeln immer im Sinne der Gruppe, zum Wohle der Gruppe, in der sie leben.
Unser Bodo oder wie wir ihn gerne nennen, unseren Bodobär, ist so ein Hund.
Ihm ist dieses Leid widerfahren.
Nun ist er bei uns, der stattliche Rottweiler.
Im Schlepptau seine Vergangenheit, die für uns Menschen immer wichtig erscheint.
Das Hundeleben im Hier und Jetzt und aus allem das beste machen.
Nein, wir können das nicht.
Bodo hat es hier und jetzt viel besser als in seiner Vergangenheit, dennoch wünschen wir uns so sehr endlich ein Zuhause für ihn, wo man weiß, wie der Hase bei den Rottis so läuft.

Damals kam es oft vor, dass Bodo einen anderen Hund gebissen und teilweise schwer verletzt hat. Eine Maulkorbpflicht wurde ignoriert und Bodo biss weiterhin andere Hunde. Bis er enteignet wurde und so etwas nicht mehr passieren konnte.
Bodo hat das nicht getan, weil er ein böser Rottweiler ist, sondern weil sein vorheriger Besitzer ihm mit seinem Verhalten sozusagen dazu genötigt hat.
Denn wenn ein Rottweiler eine vermeintliche Bedrohung oder Gefahr wahrnimmt und dann auch noch von seiner sozialen menschlichen Komponente keine Reaktion erhält, greift er eben auch selbstständig ein.

Im Hier und Jetzt zeigt sich Bodo seiner Rassezugehörigkeit auch sehr arttypisch.
Er ist Vertrauten gegenüber sehr aufgeschlossen und regelrecht abhängig von seinem sozialen Umfeld.
Neue Menschen werden erstmal kurz auf Distanz gehalten, bis Bodo merkt und das merkt er schnell, nicht misstrauisch sein zu müssen.
Er ist ein entspannter Wegbegleiter und geht auf seine Führungsperson ein, entscheidet nicht einfach, wenn es nicht wirklich unabdingbar wäre.
Er begegnet Situationen gelassen, wenn man selbst souverän und gelassen ist. Bodo vertraut auf das, was man tut und beobachtet.
Er lernt schnell und hat Freude daran mit einem zu arbeiten.
Die Basis für eine gute Orientierung an seinen Menschen ist vorhanden, man muss ihm das nur bewusst machen, dass man den Part der Verantwortung gern und ohne Probleme übernimmt.

Bodo versteht sich mit Ladies in seiner Größe wirklich gut.
Die findet er total interessant und versucht sich auch mal für sie hübsch zu machen oder ins Zeug zu legen. 

Mit intakten Rüden ist es eher die Konkurenzschiene und durch seine erfolgreiche Beißerfahrung muss man das auch nicht weiter erproben.

Der Bodobär spielt auch gern Ball oder mit Stöckchen, er geht intensiv auf Bewegungsreize ein, die interessieren ihn, sodass er solchen hinterher hetzt.
Klar, das tun fast alle Hunde, sind ja auch alle irgendwie jagdlich veranlagt oder motiviert, der eine mehr, der andere weniger.
Jedoch könnte das bei Bodo auch eine mehr oder weniger große Rolle bei den Beißereien gespielt haben.
Wenn Hunde in den Jagdmodus übergehen, weil sie durch gewisse Bewegungsreize „wach“ werden, dann kann dieser auch nicht mehr von Artgenosse zu eigentlicher Beute unterscheiden. Für den Hund zählt es dann nur noch diese „Beute“ zu fangen, zu packen.
Und so können für Bodo eben auch kleine Hunde angegriffen worden sein, weil er sie durch die Bewegungsreize für Beute gehalten hat.

So wäre es uns sehr wichtig, dass man Bodo nicht nur sicher und konsequent führt, sondern auch gewiss darauf achtet, wie man ihn beschäftigt.
Und da sollte man Jagdersatzspiele wie Ball und Co. sowie Reizangeltraining stark vermeiden, da es dieses Verhalten einfach auch fördern könnte. Nicht muss, aber könnte.

Der Bodobär wünscht sich so sehr…dass nicht immer alle gleich in Angst und Schrecken verfallen, vor allem, wenn sie das hier lesen.
Nein, er möchte auch einfach mal geknuddelt werden und vielleicht mit Dir bei einem warmen Sommertag am Strand sitzen und den stillen Sonnenuntergang genießen, während er Dich vielleicht anschaut und seine Blicke Dir sagen, wie sehr er Dir vertraut.

H 76-16

Name: Max
Rasse: Stafford Bullterrier Mix
Farbe: gestromt weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: Januar 2016
Größe / Gewicht: 46 cm / 26 kg
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: ja ab 15 Jahren

Da Max ein Listenhund ist, beschäftigen Sie sich bitte vor der persönlichen Anfrage, mit den Auflagen und den Haltungsbedingungen für diese Rassen.

Max. Ein gewöhnlicher Name für einen außergewöhnlichen Hund, wie du es bist.
Wenn man an einen Hund denkt, der Max heißt, dann stellt man sich vermutlich den typisch tollen Familienhund-Allrounder vor, der du aber nicht bist.

Und dann landetest du auch noch an einen Ort, der nicht wie für dich gemacht ist.

Wie auch immer deine Geschichte seinen Lauf genommen hätte.
Bei uns ist es die, eines Existierenden, der nicht sein konnte.

Du warst jung, unerfahren und mit der Welt nicht vertraut.
Ganz nebenbei auch noch ein Listenhund derzeit hier zu Lande.

Die Zeit, die du brauchtest, um auf die Beine zu kommen, standhaft zu werden, konnten wir dir nicht immer bieten, so sehr wir uns bemühten.
Du wolltest geformt werden, musstest die Dinge am Ende des Tages aber oft selbst in die Hand nehmen.
Du lerntest in einer Welt, in der du selbst der Lehrer warst und fandest einen Weg, von dem du glaubtest, es sei der richtige für dich.
Du warst eben jung und deine ganze Entwicklung stand dir bevor und wir waren dir nicht so viel Sonne am Tag, wie du das Licht gebraucht hättest..

Wir sind unendlich froh, dass du aber regelmäßig von einer festen Bezugsperson ausgiebig beschäftigt wirst.

Wer bist du also heute Max?

Ein erwachsener Hund, der aufgehört hat, selbst der Lehrer zu sein.
Du bringst gewiss einige Themen mit und du wirst gewiss nur an Menschen vermittelt, welche gute Kenntnisse in Sachen Körpersprache und Kommunikation, sowie ein verantwortungsvolles Handling, vorweisen können.

Thema Artgenossen:
Es gibt zwei Seiten der Medaille. Zum einen.
Du bist im Umgang mit anderen Hunden eher negativ erfahren oder gar unerfahren.
Dir fehlt es an Feingefühl, das Verhalten anderer richtig zu deuten, richtig zu lesen. Aus dir pulsiert eine Unsicherheit, die dich manchmal dazu veranlasst, mit allen Mitteln nach vorne zu gehen und manchmal eben auch so schnell es geht, dem vermeintlichen Konflikt aus dem Weg zu gehen oder wie eine “unsichtbare Elfe“ schnell durch eine meinetwegen Hundemeute durchzustreifen, hauptsache schnell raus da.
Hast du Kontakt zu Artgenossen, dann bist du dabei meist an der Leine und trägst immer einen Maulkorb.
Kontrollierten Freilauf, um hündisch besser zu verstehen, können wir dir leider nicht bieten.
Dies sollte unbedingt nachgeholt werden!
Zum anderen.
Du hast über die Zeit ein ausgeprägtes Beutefangverhalten entwickelt, was dazu führen kann, dass Hunde bei bestimmten Geräuschen oder Bewegungen für dich zur Beute werden und du sie nicht mehr als Hund wahrnehmen kannst.
Bei Nahkontakt könnte sich dies im Übrigen auch bei Radfahrern, Joggern usw. zeigen.

Fremde Menschen und Kinder sowie neue Außenreize sind dir nicht gleich geheuer.
Du bist misstrauisch und distanziert und möchtest zu nicht bekannten Gesichtern erstmal gerne deine gewisse Individualdistanz.
Bei neuen Außenreizen bist du unsicher und hast nicht gleich das Gefühl, dass du dich auf jemanden verlassen kannst.
Du glaubst eher schnell, dass du die Dinge für dich selbst regeln musst und man muss dich immer wieder daran erinnern, dass du dich zurückfallen lassen kannst, dich entspannen kannst.
Es ist also nicht leicht für dich, die Führung abzugeben, Kontrollverluste wahrzunehmen.
Bei Hundebegegnungen bist du auch bei einem normalen Abstand nicht eskalierend, eher fokkusiert, steif.
Ja, du versuchst den Gegenüber auszuchecken und ein Statement zu setzen.
Bist still, defensiv aggresiv motiviert, um dir den Vorteil zu verschaffen, stark auszusehen, was du ohnehin schon tust.

Deine Menschen bedeuten dir alles und so legst du dich gern ins Zeugs, um diese zu beeindrucken, um ihre Aufmerksamkeit nur auf dich zu lenken. Ja, du Chameur, weißt genau, wie das geht.
Und ganz nebenbei freust du dich auch noch, wenn das alles so zu deinen Gunsten klappt, Dinge einzufordern, zu entscheiden.
Aber das kann man dir kaum verübeln.
Die Zeit immer zu kurz und der Frust hält sich groß.
Am liebsten wärst du immer und überall dabei, denn wo deine Menschen sind, da kann es nur schön sein.

Beginnt man die Zeit, welche man mit dir verbringt, ruhig, so erlebt man dich auch eher leise, ausgelassen, sanft.
Kommt man dir mit deiner Überschwänglichkeit und der hektischen Freude entgegen, so wird es unterwegs bestimmt auch mal die eine oder andere Situation geben, in der du nicht zu bremsen bist, hochgepusht.

Geduld haben und sich die Zeit zu nehmen, sind der Schlüssel dazu, die Persönlichkeit in dir hervor zubringen, die dich Hund sein lässt. Eine vertrauenswürdige Beziehung aufzubauen, die dir sehr am Herzen liegt.
Der schnellste Weg, war bekanntlich noch nie der sicherste.
In zweiter Reihe zu stehen, anstelle zu führen, ist für dich erstmal ungewohnt, aber du findest schnell Gefallen daran.
Ein kooperatives Miteinander lässt dich auf Wegen laufen, die du sonst nie kennen würdest und wir würden dich nicht kennen.

Und alles, was du verlangst, ist Verständnis für alles, nicht nur für eines. Wenig also, für all das, was du zu geben hast.
-Eine echte, unvergessliche Freundschaft für die Ewigkeit.

Wir haben das Gefühl, die Zeit vergeht nicht, in der du im Regen stehst, obwohl du noch so viele Sonnenbäder verdient hättest…

Der Weg des Vertrauens, mit dir ,Max, ist eines der schönsten Wege, auf welchen man laufen könnte.

Doch wer ist bereit, zu dir zu finden?
Wer ist bereit, herauszufinden, wie der Weg mit dir alles verändern könnte?

Namen: Tulio und Gabi

Rasse: Mischlinge
Geschlecht: Rüde/ Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum:02.05.2011
Größe / Gewicht: 14 kg / 12kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Wie alles beginnt, muss es nicht enden und so ist die Zeit vergangen, wenn es danach geht, zu viel Zeit. Doch nun ist es soweit. Ihre Zeit ist gekommen. Tulio und Gabi können endlich dort hin, wo sie hingehören. Zu Dir! Wo auch immer du gerade steckst. …

Seit 2011 sind sie bei uns, aber sie waren nie wirklich mit uns.
Durch falsche Haltungsbedingungen vor unserer Zeit stieg ihre Scheu gegenüber Menschen stetig empor…
Jeder versuchte sich daran, das Vertrauen der beiden Geschwister zu gewinnen und nun ist dieser Schritt endlich geschafft.
Seit etwa mehr als einem halben Jahr befinden sich die beiden außerhalb des Tierheimalltags deshalb mit auf Pflege bei jemanden aus unserem Team. Um zu wachsen, um zu lernen, um alles zu verstehen, was sie zuvor nie konnten.
Sie werden zwar nie, wie normale Hunde sein, doch sie sind große Schritte gelaufen, haben auf dunklen Wegen das Licht gefunden und wenn man sie kennenlernt, findet man Liebe, auf eine Art, nach der man vergebens gesucht hätte-sein Leben lang.

Und auch wenn Tulio und Gabi so unterschiedlich sein können, sind sie dennoch nur gemeinsam stark genung, diesen Weg zu gehen.

Wir suchen also Dich oder Euch, die keine Angst davor haben, auch mal 3 Schritte zurückzufallen, wenn man doch aber gerade erst einen großen nach vorn gekommen war.
Die kein Problem damit haben, dass zu Hause jede gemütliche Couch beschlagnahmt wird, auch wenn es ganz viele gemütliche Hundebetten gibt.
Die darüber schmunzeln, wenn sich die beiden wahnsinnig schleimig ins Zeug legen, wenn sie wissen, dass du die Leckerliedose in der Hand hast, aber auch so tun können, als hätten sie dich noch nie gesehen, wenn du dann mal mehr oder weniger gewollt auf sie zugehst und was von ihnen möchtest.
Die einfach froh sind, wenn die beiden Nähe suchen.
Die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn es beim Essen eine Tulio und Gabi Hypnose gibt und vor allem Tulio denkt, der Teller würde schon zu ihm rüberlaufen, wenn er noch so lachhaft murrt.

Die beiden sind auch ziemlich intelligent und meistern den Alltag mit Menschen auf ihre Art prima.
Sie hören draußen wunderbar und entfernen sich nicht allzu weit.
Sie entgegnen Hunden sowie Menschen super freundlich und interessiert.
Gabi mag nur sehr hektische Hunde nicht so, aber wenn man sie in solchen Situationen unterstützt, fällt es ihr leichter.
Tulio freut sich über jeden Spaziergang, über jeden Ausflug, sowie Gabi auch, wenn das Wetter gut genug ist.
Sie können keine gezielten Kommandos, wie Sitz und Platz, aber verstehen trotzdem sehr viel. Vor allem Tulio orientiert sich draußen sehr gut an einem, wobei Gabi sich an ihm orientiert.
In eine Familie mit Kindern können die beiden jedoch nicht.

Tulio und Gabi verlangen nicht viel.
Sie freuen sich über jede einfühlsame Handlung und über jeden Geduldsfaden.
Über jedes Leckerlie und über jeden Ausflug mit oder ohne Auto.
Sie können auch super alleine bleiben. Genießen dann mal die Zeit zu zweit.

Und ja, hier stehen wir nun.
Auf der Suche nach Dir.
Jemand, der bereit ist, mit diesen beiden außergewöhnlichen Hunden durch dick und dünn, durch gut und böse und durch jetzt und für immer, zu gehen.

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Dein Name handelt vom Leuchten.
Für uns warst du immer ein Leuchten in ferner Dunkelheit.
Nie konnten wir wirklich sehen, wie du bist, wer du bist.
Die Zeit hat bewiesen, dass man jedes Dunkel von hell trennen kann.
Nun bist du soweit, du leuchtest.
Wir haben gekämpft. Und dieser Kampf ist nun vorbei.
Eine Ewigkeit hat es gedauert und auch, wenn du das manchmal nicht glauben kannst,
war das alles nur für dich und nicht gegen dich.
Aber ihr fragt euch nun, warum mussten wir kämpfen?
Wir mussten kämpfen, damit Finn eines Tages ein zu Hause finden kann.
Und das kann er jetzt!!!!

Finn war ein normaler Hund, ein King Charles Kavalier und Cocker Spaniel Mischling.
Seine Vorbesitzer hatten ihn von klein auf und wie viele Hunde das tun,
malte Finn sich die Welt, wie sie ihm gefällt.
Er sammelte Erfolgserlebnisse zu deren er sich Verhaltensweisen aneignete.
Er wurde zu einem Hund, der mit Bestimmtheit vorausging.
Ein Nein wurde nicht mehr akzeptiert und der angehende Kontrolletti war bereit, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Es ging nach seiner Nase oder nach keiner, bis er regelreht isoliert von seiner Familie leben musste, bevor er zu uns kam.
Denn er begrenzte, entschied und biss, wenn es drauf ankam.

Und unter diesem imposanten Wolfskostüm, steckt eigentlich nur ein kleines Lämmchen, welches wir Stück für Stück befreit haben und ohne uns, wäre dieses Lämmchen verloren gewesen in dieser Welt. Unverstanden und allein mit seinem Dasein.

Harte Arbeit für ihn, für uns. Er wurde an das Tragen des Maulkorbs gewöhnt, Schritt für Schritt, sanftmütig und stets mit einer positiven Vorgehensweise.
Jemand aus unserem Team kümmerte sich bei der Arbeit intensiv und nach der Arbeit intensiv um ihn.
Er hat vieles gelernt in den letzten paar Monaten.
Aber dafür musste er auch viel den Maulkorb tragen.
Dennoch wird Finn immer das Spiegelbild jener sein, die ihn an der Leine haben.
Als Langzeitkontrolletti fällt es Hunden eben immer wieder schwer, das Gefühl zu haben, die Kontrolle zu verlieren oder keine zu haben.
Gepaart ist das ganze mit seiner durchsichtigen Unsicherheit, weshalb es umso wichtiger ist, dass er am Ball bleibt- sich auf Dich, dem Menschen, verlassen zu können.
Kein Hund möchte wirklich diese ganzen Aufgaben übernehmen, aber fühlen sie sich nicht sicher, sind sie, wie auch Finn, der Meinung sie müssen.

Er hat gelernt, Konflikte mit Dir zu vermeiden und gar Konflikte anders zu lösen, als zuvor.
Und wenn ihm doch mal was absolut nicht in den Kram passt, dann gibt es halt mal die exklusive Knurrparodie a la Finn, die mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden kann, wenn man ihm nett zuredet und die Situation beendet.

Hunde, für die alles mögliche völlig normal ist, war für Finn nicht normal, nicht in Ordnung.
Sowie anfassen, anleinen, Geschirr oder Mantel anziehen, bürsten, hochheben, abtrocknen, duschen, Pfoten anschauen, in die Ohren gucken, Regeln, Konsequenzen….

Und jetzt?
Finn liebt es mit Menschen den Alltag zu verbringen. Er will gefallen und alles richtig machen, dabei sein, was cooles unternehmen und nur selten noch hat er gegen all das etwas einzuwenden.
Er ist total schmusig und anhänglich, möchte sich ausgiebig mit Dir beschäftigen.
Fährt gerne Auto, spielt gerne Ball und lebt auch gerne mit anderen Hunden.
Zu Haus ist er ein Couchsurfer und mal alleine bleiben ist auch okay.
Die Sorge, ein Abenteuer zu verpassen, ist ja auch berechtigt.
Eine Sache fehlt aber noch und das bist Du!
Wenn du glaubst, du kannst mit Finn genau das Leben führen, was er benötigt, um glücklich zu sein…
Wenn du keine Scheu davor hast, Regeln, Konsequenzen und Strukturen beizubehalten…
Wenn du ansonsten lernbegierig bist und diese Lebensaufgabe gemeinsam mit Finn meistern möchtest….
Wenn du nicht frustriert bist, Finn auch mal vor dir und anderen Menschen absichern zu müssen…
Wenn du einfach ganz viel Liebe für härtere Felle übrig hast…

Dann melde dich bei uns

H 22-20

Name: Odin
Rasse: Landseer Mischling
Farbe: schwarz-weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter / Geb. Datum: 2011
Größe / Gewicht: 71 cm / 47 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: ja
Geeignet für Kinder: ja

Genau einen Tag vor Vermittlungsfreigabe ging es Odin plötzlich sehr schlecht, er war nicht blass um die Schleimhäute, sondern weiß.
Es stellte sich schnell heraus, dass es sich dabei um eine akute Blutanämie handele. Er hat also eine Autoimmunkrankheit gegen seine roten Blutkörperchen, von heut auf morgen.
Es wurde ein Kampf um sein Leben…
Natürlich wurde umgehend dafür gesorgt, dass Odin außerhalb des Tierheims von uns betreut wurde. Es war ein riesen hin und her und wenn wir vermutlich alle nicht so sehr an Odin geglaubt hätten, wie wir es taten, dann wäre der große Kämpfer sicherlich nicht mehr in unserer Mitte.
Er nahm rapide ab, wollte nichts essen, dann kam noch eine Magendrehung hinzu und das Blut, wurde besser, dann schlechter und wieder und wieder….dann sorgten die Medikamente für eine mäßige Wundheilung, sodass die Bauchdecke zweimal wieder aufging und er innerhalb von drei Wochen, dreimal operiert werden musste….

Odin.
Für diesen feinen Herren zählt im Moment nur eins!
Er hätte nämlich gerne und zwar jeden Tag…das exklusive „rundum Verwöhnungspaket“, dazu wird er noch das „immer mit dabei Paket“ buchen und das „ich möchte jeden Tag das essen, was mir am besten schmeckt und das kann jeden Tag was anderes sein Paket“ (zurzeit läuft das „was mir schmeckt Paket“ aber auch prima)!

Ansonsten ist Odin ein echt witziger Zeitgenosse, der seine Bezugsperson den ganzen Tag erheitern zu versucht, der Schlingel.
Er ist die meiste Zeit lalala entspannt und trödelig, kann aber mal Gas geben, wenn er ein Zeit hat!
An der Leine läuft er super und hören tut er, wenn man sich durchzusetzen weiß und dann auch eher nur auf diese eine Person und selbst das bringt einen immer wieder zum Schmunzeln…

H 45-20
 
Name: Max
Rasse: Mischling
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 2018
Größe / Gewicht: cm / 6 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: ja
 
Max, unser kleiner Zauselknirps 🙂
 
Sucht natürlich seine perfekte Familie!
Er ist altersentsprechend lebhaft, lustig, fordernd, “gefallen-will“ und freut sich über jede Aufmerksamkeit, welche er bekommen könnte.
Mit Hunden versteht er sich überwiegend prima, kann aber auch mal der Krawallo sein.
Die Erziehung und Orientierung an seine Menschlein funktioniert noch nicht so, wie sie sollte.
Er benötigt auch Verständnis und Stabilität, liebevolle Führung und einen ausgeglichenen Alltag mit Ruhephasen.
Albern sein und Spaß haben, sodass beide Seiten dabei auf Augenhöhe sein können, um das wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren 🙂

H 14-20

Name: Sarah
Rasse: Labrador Mischling
Farbe: schwarz-weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: nein
Alter / Geb. Datum: 9/2008
Größe / Gewicht: 55 cm / 25,6 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: ja
Geeignet für Kinder: ja

Sarah, die fröhliche Socke bei Tageslicht.
Die weinende Oma bei Dunkelheit im Tierheim.

Das Pech verfolgt sie, das Glück kam ihr beim letzten Mal auf die Schliche.
Das muss es bei diesem Mal auch!

Das zweite Mal nun ist sie wegen Sterbefall des Besitzers bei uns…

Als wir Sarah im März kennenlernten, war ihr das alles nicht ganz geheuer. Sie durfte natürlich aufgrund des hohen Alters viel in unserer Nähe sein, im Warmen und Trockenen.
Sie war skeptisch, vorsichtig und bei Hastigkeit auch Mal schreckhaft.
Sanft, gutmütig und ein Herz, wie kein Zweites.
Andere Hunde fand sie schnell toll und sie kann auch immernoch wie von einer Biene gestochen sein. Lebendig, lustig, albern und voller Energie und eine gute Packung Schwung. Es macht Spaß, die alte Dame so spielerisch zu sehen, ihr dabei zuzusehen, wie sie vergisst, dass sie schon eine graue Schnauze hat.

Jetzt, wo sie wieder bei uns eingezogen ist, kann man staunen, über wie viele Hürden sie in der “kurzen” Zeit gesprungen sein muss.
So fröhlich, aufgeweckt und begeistert, wenn sie uns entgegnet. Keine Spuren mehr von Unsicherheit.

Sie wäre also bereit, ihr Leben weiter leben zu können, ohne bei Dunkelheit alleine zu sein und bitterlich weinen zu müssen, bereit, um immer die fröhliche Socke zu sein zu können, die sie nunmal von Herz aus ist.

H 53-20
Name: Hera
Rasse: Mischling
Farbe: weiß-schwarz
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 20.04.20
Größe / Gewicht: 53 cm / 25 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: ja
Geeignet für Kinder: ja ab Schulkindalter
Hera- die, die einem bis ans Ende der Welt folgen würde, wenn sie vor dem Weg dorthin, nicht so große Angst hätte.
Nein, Hera ist nicht das typische Beispiel von einem Hund, der frisch aus dem Ausland kommt und nichts kennt, außer vielleicht wage das Leben auf der Straße oder bloß dessen von einem Shelter…
Nein, Hera wurde privat angeschafft und lebte seit der achten Lebenswoche bei ihrer Familie, welche ersichtlich mit ihr überfordert war.
Leider können wir die genauen Lebensumstände nicht ganz nachvollziehen.
Es gab einen weiteren Hund und es gab auch Kinder. Wie der Alltag gestrickt war, können wir an keinen Fäden erkennen. Wir vermuten jedoch, dass sie eher nicht zum Spazierengehen ausgeführt wurde, denn so benimmt sie sich nun mal nicht.
Sie trägt aus gutem Grund ein Panik bzw. Sicherheitsgeschirr, denn sie wird schnell mal panisch. Es reicht dafür ein Auto oder Fahrradfahrer oder einfach irgendetwas, was sie sieht, dass ihr unheimlich ist.
Sie ist neugierig, sehr neugierig, das hilft ihr gerade noch gut dabei, gewissen Ängste schnell zu überwinden.
Sie hat erst mal in Ruhe uns und unser Gelände kennenlernen dürfen und taute nach ein paar Tagen wirklich sehr gut auf.
Sie läuft uns allen gern fröhlich hinterher, solange alles so ist, wie sie es kennt.
Bei Fremden ist sie natürlich anfangs distanziert und skeptisch.
Sie hat halt für sich gelernt, es selber entscheiden zu müssen, anstelle sich auf jemanden verlassen zu können.
Deshalb benötigt sie wirklich Menschen, die ihr auf einfühlsamer Weise Stabilität bieten können. Eine wirklich liebevolle, aber freundlich gesetzte Grenzen bezogene Führung.
Sie weiß definitiv nicht, was es bedeutet, eine Beziehung zu jemanden zu haben. Die arme kleine Maus…
Deshalb fällt es ihr gleichzeitig auch noch schwer, sich helfen zu lassen.
Das ist alles ein JETZT ZUSTAND. Wir arbeiten daran, so gut wir können, suchen natürlich auch dringend nach einem passenden zu Hause oder erst mal nach jemanden, der vielleicht Zeit hat und vor allem Lust, sich gerne einmal anleiten lässt, um Hera die Zeit hier im Tierheim zu verschönern und ihr bei ihren Problemchen zu helfen und zu unterstützen. Leider können wir ihr das in dem Ausmaß, welches sie nötig hat, nicht bieten, um schnelle Fortschritte zu erzielen.
Hera ist abgesehen davon, wirklich eine gute Laune Maus, verrückt und Clowns verwandt, zielstrebig und intelligent, aufmerksam und am liebsten immer dabei. Fühlt sie sich im Rahmen sicher, kann sie gut selbstbewusst und sich gut in Szene und in den Mittelpunkt setzen.
Mit Hunden kann sie eh super und wir verstehen uns auch einfach blendend mit ihr.
Sie hat unser aller Herz erobert, so kann man das auch zusammenfassen.
Jetzt fehlt einfach nur noch der richtige Platz, um sich einfach so richtig fallen lassen zu können oder aber auch, es richtig krachen zu lassen, ohne jedes Mal verunsichert zu sein, nur weil sie so vieles nicht kennenlernen durfte oder für Dinge bestraft wurde, für die sie nichts kann. 🙂
H 4-20 Spanier
Name: Paquita
Rasse: Mischling
Farbe: braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 22.09.2015
Größe / Gewicht: 34 cm / 17 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: ja ( standfest )
Pakita- ein „langer Körper“ schafft einen langen Weg, auch wenn die Beine „zu“ kurz sind, kommt sie mit Sicherheit an ihr Ziel, wenn sie es denn möchte.
Pakitas Augen scheinen sich mit wenig zu Frieden zu geben, dennoch erkennt man, wenn man lang genug hinsieht, doch ein paar Wünsche strahlen.
Nähe, Fürsorge, Geborgenheit, Sicherheit und ein bisschen verrückt sein, so wie sie, das wär doch was 🙂
Mit anderen Hunden kommt sie soweit gut aus, jedoch hat sie keine Ambition nähere Interaktionen einzugehen.
Sie sitzt hier meist im Gehege und schaut nach uns, schaut danach, wann einer endlich mal wieder die Tür öffnet.
Wenn sie mal provoziert wird, dann steigt sie gern mal drauf ein. Frei nach dem Motto, große Klappe, nichts dahinter.
Ist der Mensch dabei, versucht sie gern mal die anderen Hunde wegzuschicken, sich in den Vordergrund zu bringen. Ja, das ist ihr schon wichtig. Mittelpunkt des Menschen zu sein. 🙂
Sie kann gut „sensibel“ und neigt dazu, sich bei hektischen Bewegungen schnell mal passiv zu unterwerfen, sich zu verdünnisieren, kneift die Augen zu und hofft, dass nichts weiter passiert.
Auf dem Spaziergang geht sie lässig nebenher, guckt sich alles in Ruhe an.
Läuft sie frei, ist sie eher außenorientiert und tapert rum, wies ihr gerade passt und gefällt.
Kommt einem ein Reiz entgegen, wird sie aufmerksam, sucht aber nicht direkt nach Hilfe.
Bei Hunden ist sie erst vorsichtig, fühlt sich aber zuständig, möchte eigentlich unsicher in einen reinkriechen, geht dann aber doch pöbelnd nach vorne, um „zurecht zukommen“.
Alles eine Sache, der Beziehung, des Vertrauens, alles ein Jetzt Zustand, an dem man gemeinsam arbeiten muss.
Wer kann Paquita denn nun nicht nur die Wünsche von den Augen ablesen, sondern sie auch umsetzen?