Vermittlung von Hunden

H 15-16 Spanier
Name: Dino
Rasse: Dogge
Farbe: blue merle
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 13.01.2013
Größe / Gewicht: 81 cm / 65 kg
Mittelmeertests: negativ
Herzwurm: negativ
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: nein
Dino- der ganz große in der kleinen Welt.
Unser Dino… er ist weder ein Riesenbaby noch ein Riesenmonster, er ist ein Hund, den wir damals unbedingt von seiner Situation im spanischen Tierheim „retten“ wollten.
Denn Dino war es mit so vielen Hunden, wie dort, einfach zu viel.
Hier bekam er dann ein großes Gehege für sich allein.
Natürlich hatte er noch andere Themen wie zB. Ressourcenbewusstheit und Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Ein unsicherer Hund also, der lernte, wie es für ihn am besten ist.
Sich eben nicht alles gefallen zu lassen und deutlich zeigen, wenn ihm was nicht passte.
Und vor allem Männer mussten sich sehr Mühe geben, sein Vertrauen zu gewinnen.
Wenn Dino einem aber vertraut, ist auch viel mehr möglich, jedoch sollte man vor allem selbst, Souveränität ausstrahlen und mit Bedacht handeln, wohlwollend sein und nichts erzwingen.
Dino ist in die Jahre gekommen und ein passendes zu Hause konnten wir bisher nicht finden..
Die Winter werden immer kälter und die Sommer immer heißer, der Tierheimalltag immer frustrierender und diese schönen Augen immer trauriger…
Neben seiner tollen „Dino Mama“ hat Dinolino schon ziemlich viele Fans unter den Gassigehern.
Er kann sich mittlerweile gut auf fremde Personen einlassen und genießt einfach die Zuwendung, das Kuscheln, das draußen sein und vor allem die Leckerlies, die er bekommt und für die er auch ziemlich viel tun würde. 🙂
Nun sucht er niemanden, der in einem Palast wohnt, niemanden, der einen riesen Hof hat, er sucht jemand nettes, der mit seinem Herzen, die Welt für Dino größer werden lassen kann.
Eine kleine Wohnung im Erdgeschoss?? Wo man kuscheln kann und einfach rumhängen kann? Vielleicht noch etwas Netflix zusammen? Jemanden, wo er ganz allein der Prinz sein darf…keine kleinen Kinder, keine anderen Tiere..nur Du oder Ihr und er 🙂
Gefolgt von gemütlichen Spaziergängen ganz nach Laune dieses Prinzen und dann fehlt nur noch das gemütliche Hundebettchen 🙂
Acchso..und jetzt fehlst nur noch Du…mit dem guten Herzen und dem Verständnis, Dino so zu nehmen, wie er ist und keinen Hokus Pokus mehr zu veranstalten in seinem „Alter“…

H 45-19

Name: Cleopatra
Rasse: Dobermann
Farbe: blau braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 21.05.2014
Größe / Gewicht: 57 cm / 33 kg
Verträglich mit Artgenossen: mit Rüden
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: ja ab 12 Jahren

Wenn wir an Cleo denken, dann vermissen wir ständig etwas.
Und zwar die Dobermannliebhaber, die bis jetzt leider nicht bei uns waren, um sie sich anzuschauen. Also wo steckt ihr denn nun?
Dabei kann man sie doch endlich sehen. Ihre Welt drehte sich vom Dunkel ins Licht.
Denn dort, wo sie herkam, war die Welt eher trist.
Stark übergewichtig machte sie die ersten Schritte über unseren Hof. Völlig überreizt von all dem, was sie sah, hörte und roch, trotzdem fokusiert auf die Nähe zu uns, die sie stetig suchte. Frust suchte sie oft heim, da sie gerne mehr Zeit mit uns verbracht hätte.
Mit anderen Hunden verstand sie sich auf Anhieb leider gar nicht.
Vermutlich blieb ihr der Kontakt zu ihren Artgenossen, sowie viele andere Dinge verwehrt.
Bei uns macht sich deutlich bemerkbar, dass dieser Dobermann nie ein Dobermann sein durfte und es jetzt einfach aus ihr heraus pulsiert.
Sie unternimmt für ihr Leben gern etwas mit uns Menschen. Ob kuscheln, Ball spielen, trainieren oder einfach durch die Natur streifen. Ja, die Umgebung liegt ihr auch besonders am Herzen. Immer auf zack und endlos geradeaus. Mit der Nase viel am Boden und wehe es geht alles nicht in Dobermanngeschwindigkeit. Immer alles ein Auge voraus und noch viel weiter!
Sie hat ein freundliches Wesen gepaart wohl mit einer Sturmflut. Scheint unermüdlich zu sein. Ja, die Maus ist hier einfach nicht ausgelastet, wohl wahr.
Sie hat natürlich unlängst passend zu diesem Verhalten auch eine passende Figur 
Aber irgendwie immer noch genauso viel Kraft.
Sogar mit Rüden versteht sie sich meist gut und kann endlich mit einem hübschen Burschen zusammenleben. Sie kann gut kommunizieren und versucht unangenehmen Konflikten aus dem Weg zu gehen, was an der Leine jedoch eher andersherum wäre.
Dort nutzt sie dann ihre „Rückendeckung“, um nach vorn zu preschen.
Leider ist sie, Cleo, das exklusive Kraftpaket mit allen Sonderausstattungen, nicht gerade einfach für eine Vermittlung, wie lieb sie auch ist.
Auch bei den Gassigängern macht es sich bemerkbar, wo es oft heißt.“ Aber bitte nicht Cleo.“
Man muss sie einfach lieb haben, mit allem, was sie mit sich bringt oder es lassen, das ist klar.
Sie wird noch so gut wie alles lernen müssen, was andere Hunde eben lernen, wenn sie wachsen und gedeihen. Aber auch man selbst, könnte dabei etwas erfahren, was sich sonst nie offenbaren würde. Denn oft gibt einem das alles selbst mehr, als man je vermuten könnte, wenn man mit so einem Hund so eine Reise beginnt und am Ende dort steht, wo man nie mit sich selbst gerechnet hätte!

H 57-18

Name: Bodo
Rasse: Rottweiler
Farbe:schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter / Geb. Datum: 03.07.2016
Größe / Gewicht: 64 cm / 50 kg
Verträglich mit Artgenossen: mit Hündinnen
Verträglich mit Katzen: nicht bekannt
Geeignet für Kinder: keine Kleinkinder

Manche Hunde haben das Leid zu tragen, für die Fehler der Menschen gerade zu stehen.
Einerseits den Fehler sich überhaupt einen Hund anzuschaffen, wenn man grundsätzlich nicht in der Lage zu sein scheint.
Andererseits den Hund dann maßlos sich selbst zu überlassen oder ihn in Situationen zu bringen, aus deren Ursprung fatale Handlungen entstehen, von denen der Hund nicht wissen kann, ob das, was er da tut, gut oder böse ist.
Denn Hunde handeln immer im Sinne der Gruppe, zum Wohle der Gruppe, in der sie leben.
Unser Bodo oder wie wir ihn gerne nennen, unseren Bodobär, ist so ein Hund.
Ihm ist dieses Leid widerfahren.
Nun ist er bei uns, der stattliche Rottweiler.
Im Schlepptau seine Vergangenheit, die für uns Menschen immer wichtig erscheint.
Das Hundeleben im Hier und Jetzt und aus allem das beste machen.
Nein, wir können das nicht.
Bodo hat es hier und jetzt viel besser als in seiner Vergangenheit, dennoch wünschen wir uns so sehr endlich ein Zuhause für ihn, wo man weiß, wie der Hase bei den Rottis so läuft.

Damals kam es oft vor, dass Bodo einen anderen Hund gebissen und teilweise schwer verletzt hat. Eine Maulkorbpflicht wurde ignoriert und Bodo biss weiterhin andere Hunde. Bis er enteignet wurde und so etwas nicht mehr passieren konnte.
Bodo hat das nicht getan, weil er ein böser Rottweiler ist, sondern weil sein vorheriger Besitzer ihm mit seinem Verhalten sozusagen dazu genötigt hat.
Denn wenn ein Rottweiler eine vermeintliche Bedrohung oder Gefahr wahrnimmt und dann auch noch von seiner sozialen menschlichen Komponente keine Reaktion erhält, greift er eben auch selbstständig ein.

Im Hier und Jetzt zeigt sich Bodo seiner Rassezugehörigkeit auch sehr arttypisch.
Er ist Vertrauten gegenüber sehr aufgeschlossen und regelrecht abhängig von seinem sozialen Umfeld.
Neue Menschen werden erstmal kurz auf Distanz gehalten, bis Bodo merkt und das merkt er schnell, nicht misstrauisch sein zu müssen.
Er ist ein entspannter Wegbegleiter und geht auf seine Führungsperson ein, entscheidet nicht einfach, wenn es nicht wirklich unabdingbar wäre.
Er begegnet Situationen gelassen, wenn man selbst souverän und gelassen ist. Bodo vertraut auf das, was man tut und beobachtet.
Er lernt schnell und hat Freude daran mit einem zu arbeiten.
Die Basis für eine gute Orientierung an seinen Menschen ist vorhanden, man muss ihm das nur bewusst machen, dass man den Part der Verantwortung gern und ohne Probleme übernimmt.

Bodo versteht sich mit Ladies in seiner Größe wirklich gut.
Die findet er total interessant und versucht sich auch mal für sie hübsch zu machen oder ins Zeug zu legen. 

Mit intakten Rüden ist es eher die Konkurenzschiene und durch seine erfolgreiche Beißerfahrung muss man das auch nicht weiter erproben.

Der Bodobär spielt auch gern Ball oder mit Stöckchen, er geht intensiv auf Bewegungsreize ein, die interessieren ihn, sodass er solchen hinterher hetzt.
Klar, das tun fast alle Hunde, sind ja auch alle irgendwie jagdlich veranlagt oder motiviert, der eine mehr, der andere weniger.
Jedoch könnte das bei Bodo auch eine mehr oder weniger große Rolle bei den Beißereien gespielt haben.
Wenn Hunde in den Jagdmodus übergehen, weil sie durch gewisse Bewegungsreize „wach“ werden, dann kann dieser auch nicht mehr von Artgenosse zu eigentlicher Beute unterscheiden. Für den Hund zählt es dann nur noch diese „Beute“ zu fangen, zu packen.
Und so können für Bodo eben auch kleine Hunde angegriffen worden sein, weil er sie durch die Bewegungsreize für Beute gehalten hat.

So wäre es uns sehr wichtig, dass man Bodo nicht nur sicher und konsequent führt, sondern auch gewiss darauf achtet, wie man ihn beschäftigt.
Und da sollte man Jagdersatzspiele wie Ball und Co. sowie Reizangeltraining stark vermeiden, da es dieses Verhalten einfach auch fördern könnte. Nicht muss, aber könnte.

Der Bodobär wünscht sich so sehr…dass nicht immer alle gleich in Angst und Schrecken verfallen, vor allem, wenn sie das hier lesen.
Nein, er möchte auch einfach mal geknuddelt werden und vielleicht mit Dir bei einem warmen Sommertag am Strand sitzen und den stillen Sonnenuntergang genießen, während er Dich vielleicht anschaut und seine Blicke Dir sagen, wie sehr er Dir vertraut.

H 76-16

Name: Max
Rasse: Stafford Bullterrier Mix
Farbe: gestromt weiß
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: Januar 2016
Größe / Gewicht: 46 cm / 26 kg
Verträglich mit Artgenossen: nein
Verträglich mit Katzen: nein
Geeignet für Kinder: ja ab 15 Jahren

Da Max ein Listenhund ist, beschäftigen Sie sich bitte vor der persönlichen Anfrage, mit den Auflagen und den Haltungsbedingungen für diese Rassen.

Max. Ein gewöhnlicher Name für einen außergewöhnlichen Hund, wie du es bist.
Wenn man an einen Hund denkt, der Max heißt, dann stellt man sich vermutlich den typisch tollen Familienhund-Allrounder vor, der du aber nicht bist.

Und dann landetest du auch noch an einen Ort, der nicht wie für dich gemacht ist.

Wie auch immer deine Geschichte seinen Lauf genommen hätte.
Bei uns ist es die, eines Existierenden, der nicht sein konnte.

Du warst jung, unerfahren und mit der Welt nicht vertraut.
Ganz nebenbei auch noch ein Listenhund derzeit hier zu Lande.

Die Zeit, die du brauchtest, um auf die Beine zu kommen, standhaft zu werden, konnten wir dir nicht immer bieten, so sehr wir uns bemühten.
Du wolltest geformt werden, musstest die Dinge am Ende des Tages aber oft selbst in die Hand nehmen.
Du lerntest in einer Welt, in der du selbst der Lehrer warst und fandest einen Weg, von dem du glaubtest, es sei der richtige für dich.
Du warst eben jung und deine ganze Entwicklung stand dir bevor und wir waren dir nicht so viel Sonne am Tag, wie du das Licht gebraucht hättest..

Wir sind unendlich froh, dass du aber regelmäßig von einer festen Bezugsperson ausgiebig beschäftigt wirst.

Wer bist du also heute Max?

Ein erwachsener Hund, der aufgehört hat, selbst der Lehrer zu sein.
Du bringst gewiss einige Themen mit und du wirst gewiss nur an Menschen vermittelt, welche gute Kenntnisse in Sachen Körpersprache und Kommunikation, sowie ein verantwortungsvolles Handling, vorweisen können.

Thema Artgenossen:
Es gibt zwei Seiten der Medaille. Zum einen.
Du bist im Umgang mit anderen Hunden eher negativ erfahren oder gar unerfahren.
Dir fehlt es an Feingefühl, das Verhalten anderer richtig zu deuten, richtig zu lesen. Aus dir pulsiert eine Unsicherheit, die dich manchmal dazu veranlasst, mit allen Mitteln nach vorne zu gehen und manchmal eben auch so schnell es geht, dem vermeintlichen Konflikt aus dem Weg zu gehen oder wie eine “unsichtbare Elfe“ schnell durch eine meinetwegen Hundemeute durchzustreifen, hauptsache schnell raus da.
Hast du Kontakt zu Artgenossen, dann bist du dabei meist an der Leine und trägst immer einen Maulkorb.
Kontrollierten Freilauf, um hündisch besser zu verstehen, können wir dir leider nicht bieten.
Dies sollte unbedingt nachgeholt werden!
Zum anderen.
Du hast über die Zeit ein ausgeprägtes Beutefangverhalten entwickelt, was dazu führen kann, dass Hunde bei bestimmten Geräuschen oder Bewegungen für dich zur Beute werden und du sie nicht mehr als Hund wahrnehmen kannst.
Bei Nahkontakt könnte sich dies im Übrigen auch bei Radfahrern, Joggern usw. zeigen.

Fremde Menschen und Kinder sowie neue Außenreize sind dir nicht gleich geheuer.
Du bist misstrauisch und distanziert und möchtest zu nicht bekannten Gesichtern erstmal gerne deine gewisse Individualdistanz.
Bei neuen Außenreizen bist du unsicher und hast nicht gleich das Gefühl, dass du dich auf jemanden verlassen kannst.
Du glaubst eher schnell, dass du die Dinge für dich selbst regeln musst und man muss dich immer wieder daran erinnern, dass du dich zurückfallen lassen kannst, dich entspannen kannst.
Es ist also nicht leicht für dich, die Führung abzugeben, Kontrollverluste wahrzunehmen.
Bei Hundebegegnungen bist du auch bei einem normalen Abstand nicht eskalierend, eher fokkusiert, steif.
Ja, du versuchst den Gegenüber auszuchecken und ein Statement zu setzen.
Bist still, defensiv aggresiv motiviert, um dir den Vorteil zu verschaffen, stark auszusehen, was du ohnehin schon tust.

Deine Menschen bedeuten dir alles und so legst du dich gern ins Zeugs, um diese zu beeindrucken, um ihre Aufmerksamkeit nur auf dich zu lenken. Ja, du Chameur, weißt genau, wie das geht.
Und ganz nebenbei freust du dich auch noch, wenn das alles so zu deinen Gunsten klappt, Dinge einzufordern, zu entscheiden.
Aber das kann man dir kaum verübeln.
Die Zeit immer zu kurz und der Frust hält sich groß.
Am liebsten wärst du immer und überall dabei, denn wo deine Menschen sind, da kann es nur schön sein.

Beginnt man die Zeit, welche man mit dir verbringt, ruhig, so erlebt man dich auch eher leise, ausgelassen, sanft.
Kommt man dir mit deiner Überschwänglichkeit und der hektischen Freude entgegen, so wird es unterwegs bestimmt auch mal die eine oder andere Situation geben, in der du nicht zu bremsen bist, hochgepusht.

Geduld haben und sich die Zeit zu nehmen, sind der Schlüssel dazu, die Persönlichkeit in dir hervor zubringen, die dich Hund sein lässt. Eine vertrauenswürdige Beziehung aufzubauen, die dir sehr am Herzen liegt.
Der schnellste Weg, war bekanntlich noch nie der sicherste.
In zweiter Reihe zu stehen, anstelle zu führen, ist für dich erstmal ungewohnt, aber du findest schnell Gefallen daran.
Ein kooperatives Miteinander lässt dich auf Wegen laufen, die du sonst nie kennen würdest und wir würden dich nicht kennen.

Und alles, was du verlangst, ist Verständnis für alles, nicht nur für eines. Wenig also, für all das, was du zu geben hast.
-Eine echte, unvergessliche Freundschaft für die Ewigkeit.

Wir haben das Gefühl, die Zeit vergeht nicht, in der du im Regen stehst, obwohl du noch so viele Sonnenbäder verdient hättest…

Der Weg des Vertrauens, mit dir ,Max, ist eines der schönsten Wege, auf welchen man laufen könnte.

Doch wer ist bereit, zu dir zu finden?
Wer ist bereit, herauszufinden, wie der Weg mit dir alles verändern könnte?

Namen: Tulio und Gabi

Rasse: Mischlinge
Geschlecht: Rüde/ Hündin
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum:02.05.2011
Größe / Gewicht: 14 kg / 12kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Zwei Hunde, wie keine anderen…
Und nur, wenn man sie kennt, kann man sie verstehen.
Sie werden nur zusammen vermittelt und das ist auch gut so!
Sie kennen es gar nicht anders und das ist immer das, was ihnen am Ende noch bleibt.

Nachdem sie größtenteils ihre Scheu gegenüber Menschen besiegt haben, waren sie wie neu geboren…jung, wild, voller Lebensfreude eben.

Für ein funktionelles Zusammenleben mit den beiden gibt es von uns einen Fahrplan zur Orientierung.
Jeder kann es schaffen, zu lernen, sie zu Gunsten der Gesamtheit zu händeln.

Draußen sind sie beide sehr aktiv und freuen sich über jede Erkundungstour, egal ob Feldweg, Strand, Wald oder Wandertour.. hauptsache was erleben! Tulio orientiert sich sehr gut an Menschen, die er bereits kennt und hört dementsprechend gut. Auf alles, was wichtig ist. Gabi drückt sich gern davor, wenn sie es allein durchstehen müsste…deshalb macht sie oft das, was Tulio macht. Natürlich muss man bei Gabi weiter daran arbeiten, es ging schonmal besser!
Im Freilauf fehlt Gabi eben immer noch die Sicherheit und das Vertrauen, welches zB. über die Leine aufgebaut wurde.

Drinnen möchten die beiden ein gemütliches Hundebettchen und oft auch einfach ihre Ruhe. Sie kommen von allein, wenn sie wollen. Hast du aber essen, sind sie schneller da, als du gucken kannst.:)

Tulio lässt sich auch zu seinen Bedingungen sehr gerne kraulen und Gabi versucht ihre Vorliebe dafür meist noch zu verstecken :D.

In bestimmten Situationen benötigen sie ihr Sicherheitsgeschirr und einen Maulkorb.

Sie brauchen keinen Garten!
Die Wohnung muss nicht so groß sein, dass sie sich abschirmen können!
Gemütlichkeit und liebe Menschen, die gern draußen unterwegs sind und daran die Freude an den Hunden finden, anstelle immer bloß kuscheln zu wollen, reichen völlig aus 🙂

Die beiden haben draußen auch keine Angst oder Panik, sind stets neugierig und wollen alles kennenlernen, sie möchten lediglich ihre Individualdistanz, wenn sie sie gebrauchen können und Verständnis dafür, dass 8 Jahre Scheu vor Menschen immer Spuren hinterlassen werden!!! 🙁

Man kann sie überall mithin nehmen und sie haben Spaß daran, sofern sie nicht in der Nähe von Kindern sein müssen…Hotel, Urlaub, Restaurant, Freunde…

Die coolsten Hunde, wenn man gern nach Fahrplan fährt 🙂

H 1-18

Name: Finn
Rasse: Mischling
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter / Geb. Datum: 09.03.2012
Größe / Gewicht: 40 cm / 16 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Geeignet für Kinder: nein

Finn, der alle mit seinem Aussehen blendet…

Seine Vergangenheit öffnete ihm das Tor zu dem, was er heute ist, mal nicht ist, es immer wieder werden kann oder es manchmal einfach vergisst.

Wir träumen immer noch von einem zu Hause für den “viele Persönlichkeiten Knirps“.

Es ist eigentlich ganz einfach. Diese Zeit hat viel mit ihm “gemacht“ und Ziel ist es, ihm immer wieder andere Lösungswege zu zeigen, auf freundliche Art, als die, die er ab und zu doch noch für logisch empfindet.

Worum gehts eigentlich?

Wenn Finn dir oder einer Sache nicht vertraut, dann hat man eben ohne Maulkorb mal den kürzeren gezogen.
Er weiß eben nicht, wies geht, nicht immer, immer öfter aber.
Hat man Finns Vertrauen vollstens erarbeitet, darf man ihn bürsten, untersuchen, rumblödeln und albern, Bauchkrauli machen, hochheben, Küsschen geben uuund kuscheln sowieso…
Natürlich einiges zu seinen Bedingungen, was völlig okay ist.

Kann er sich auf dich vollstens verlassen, ist er ein ruhiger Begleiter, ignoriert alle Reize, rennt fröhlich umher oder läuft entspannt an der Leine.
Eine gewisse Grundnervösität hat er allerdings. Ein kleiner Hibbel Habbel eben 🙂

Man darf den Hübschling nicht unterschätzen und man darf sich nicht dran stören, dass er draußen nur mit Maulkorb zu sehen sein wird.

Man muss nicht die krasseste Ahnung haben, man muss aber bereit sein, zu lernen, ihn zu händeln und Freude daran haben.
Man muss bereit dafür sein, unseren Fahrplan zu fahren, damit Finn nicht der Boden unter den Füßen weggezogen wird und er dann nicht aus allen Rastern fällt.

Man muss auf Hochs und Tiefs gefasst sein, bis alles seinen Weg geht…der Weg ins bedingungslose Vertrauen…

H 66-20
Name: Ilse
Rasse: OEB
Farbe: braun weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 05.12.2018
Größe/Gewicht: 41cm / 21,5kg
Verträglich mit Artgenossen: bedingt
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Kinderfreundlich: ja
Vermittlung nur als Einzelhund !
Ilse- kann man diesen klaren Augen missverstehen oder sagen sie das, was man in ihnen sieht?
Nun wartet die kleine Maus hier bei uns auf Menschen, die diese Frage beantworten können, Menschen, die nicht auf Mode aus sind, sondern Ilse als Hund sehen, der verstanden werden möchte.
Viel hat sie nicht zu erzählen. Ihr vorheriges Leben ist uns beinahe unbekannt, wir wissen nur, dass die Verhältnisse wohl nicht die schönsten gewesen sein sollen.
Der letzte Besitzer meinte es gut und wollte sie entsprechend davon wegholen, konnte ihr aber auch nicht bieten, was sie brauchte und war dementsprechend überfordert.
Ilsi hat zwar ihren bulligen Körper, aber ein zerbrechliches Herz. Sie ist sensibel und hat kein Problem damit, dies zu zeigen. Sie macht keine Show, sie ist authentisch und ihr ist es egal, ob jemand das gut oder schlecht findet.
Sie braucht, wenn die Zeit gekommen ist, jemanden, der eine tolle und liebevolle Beziehung zu ihr aufbauen möchte, welche aus Vertrauen und wohlwollender Konsequenz besteht.
Wie viele Hunde wie sie, ist sie auf Ball und Zerrspiele getriggert. Darin steigert sie sich natürlich rein, was nicht sinnvoll ist.
Beutefangverhalten bezogen auf rennende Reize wie Fahrradfahrer, Jogger usw. konnten wir nicht feststellen.
An der Leine läuft sie eher träge vorweg, zieht nicht, aber möchte gerne entscheiden. Grundsätzlich hat sie natürlich auch einen Sturkopf und verfolgt gerne ausdauernd ihre Ziele. Dazu nutzt sie aber nur ihr Gewicht, also nicht allzu dramatisch 🙂
Aber das gängige Thema…Erziehung…ist bei ihr definitiv noch ein Thema.
Wenn sie unterwegs andere Hunde sieht, möchte sie potenziell hin, aber nicht aggressiv oder pöbelnd. Grundsätzlich sieht sie sich aber immer im Hundekontakt gleichzeitig in einem negativen Konflikt. Sie ist dabei unsicher, vorerst steif und beobachtend, testend und wenn ihr jemand doof kommt, kann sie das aber auch. Da scheut sie sich nicht, denn sie möchte ja auch ihr „Gesicht“ nicht verlieren und sich nicht schwächer darstellen, als sie ist.
Ansonsten funktioniert es draußen mit Hunden recht gut, jedoch interessiert sich eher nur für ihre zweibeinigen Freunde, weshalb sie sich nicht gut auf Interaktionen mit anderen Hunden einlassen kann.
Alleine bleiben zu können ist hier jedoch der Schwachpunkt, denn das kann sie nicht.
In ihrem letzten zu Hause zeigte sie dies lautstark durch Bellen und auch hier ist sie sehr frustig, wenn sie nicht in unserer Nähe sein kann.
Ja, ein typischer Hund für den der Tierheimalltag zur Qual werden kann. 🙁
Die Ilse…sie wartet hier…mit diesem aussagekräftigen Blicken…. auf euch..
Name: Lotta
Rasse: DDH
Farbe: braun weiß
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 2011
Größe/Gewicht: 65cm / 27 kg
Verträglich mit Katzen: nein
Lotta- wie stellt man sich ein “Lottaleben“ (Lotterleben) wohl vor?
Einfach, schwebend, voller Blumen, Wünsche erfüllend, wunderbar?
Das Lotterleben unserer Lotta verlief leider nicht so rosig und es wird tatsächlich Zeit, dass sie jemanden findet, der die Dialoge mit ihr nicht scheut. Der Monologe genauso verabscheut, wie sie. Das jemand bereit ist, mit Feedback eines Hundes umgehen zu können und nicht ständig in der unwirklichen Welt des “ Menschen über alle Macht“ lebt.
Lotta scheut sich nicht, ihr “Ich“ preiszugeben, ehrlich und wahrhaft. Sie erwartet nicht viel.
Lasse sie los, wenn sie nicht festgehalten werden möchte und halte sie ganz fest, wenn sie dich braucht.
Lebendig, wie keine andere.
Optimistisch, zu jeder guten Stunde.
Teamfähig, wenn du ein guter Teamplayer bist.
Taktvoll, wenn ihr das Lied gefällt.
Abenteuerlich, wenn du ihr die Ängste nimmst.
Lotta konnte im letzten Jahr viele neue Erfahrungen sammeln, weshalb sie sich nun zu einem Hund entwickelt hat, den man durchaus wieder in die Gesellschaft etablieren kann. 🙂
Man sieht also nun, wenn man sie kennt, wo ihr mal der Schuh drückt und kann Auslöser sowie Stressfaktoren relativ gut kalkulieren.
Und obwohl sie vor allem bei Artgenossen schnell „jagdlich wach“ wird, kann sie mittlerweile echt gut mit Hunden, die sie gut kennt und hat sogar Spaß mit diesen zusammen spazieren zu gehen.
Auch in ihrem „Wochenendzuhause“ (darf manchmal bei bei Tierheimpersonal übernachten) hat es sich mit Hunden regelrecht harmonisiert.
Lotta ist kein Hund, der draußen einen Maulkorb trägt, weil alles, was von vorne kommt, angepöbelt wird oder gar angegriffen wird. Sie trägt ihn einfach vorbeugend, denn man weiß nie, was von der anderen Seite so kommt, im Sinne des Verhaltens.
Sie geht offen und fröhlich auf fremde Menschen zu und lernt gerne Hunde in ihrer Größe kennen.
Sie freut sich immer auf ein warmes Plätzchen und Kuschelzeit mit ihren Menschen.
„zu Hause“ ist sie sehr entspannt, wenn sie sich auskennt und genießt die Ruhe.
Da sie ein Hund ist, der schnell Frust aufbaut, wäre das Alleine bleiben derzeit nicht für sie geeignet.
Es gibt noch so vieles zu sagen und ganz gewiss noch mehr zu tun! Man muss damit leben, dass Lotta zu Beginn fast 24/7 einen Maulkorb benötigt, bis ihr euch ganz nahe und dicke seid. Draußen wird der Maulkorb aber unabdingbar sein, denn sie hat ein stark ausgeprägtes Beutefangverhalten entwickelt. Sie kann also für Hunde und Kinder, aber auch für Erwachsene und allgemein Wildtiere gefährlich werden. (bei rennen, schreien, Hektik) Lotta ist das größte Kartenhaus, welches aber beim kleinsten Windstoß in sich zusammenfallen kann, ja das ist Lotta! Eine sensible Persönlichkeit, welche lernen musste, stark zu sein. Lustig, albern, begeisternd, versucht sie in jedem Tag das gute zu sehen. Ihre Menschen bedeuten ihr alles, auch wenn sie sich oft selbst vergisst, wenn ihr irgendwas zu viel wird. Sie liebt es, sich mit ihren Menschen zu beschäftigen, zu spielen, zu kuscheln, sich fallen zu lassen, im Auto unterwegs zu sein und “ihrer Natur“ nachzugehen. Sie ist eine ausgebildete Jagdhündin mit NICHT bestandener Prüfung. Wir denken, sie würde beim Mantrailing voll auf ihre Kosten kommen! “Lotta ist kein bissiger Hund, nur weil sie beißen würde und das auch nicht ohne, sie ist ein Hund, der kommuniziert, wie es ihr möglich gewesen ist und sie lernt schnell, wenn man gemeinsam daran arbeitet. So wie bei uns Menschen, tun auch ihre “Worte“ weh, wenn es die falschen sind, aber dafür trägt sie eben auch ihren Maulkorb, welcher ihr die großen Tore der Welt geöffnet hat.“
H 14-21
Name: Blacky
Rasse: Spitz
Farbe: schwarz
Geschlecht: Rüde
Kastriert: demnächst
Alter: 20.08.2008
Größe/Gewicht: 32 cm / 10,8 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Kinder: nein
Blacky, unser Sorgenopi!
So wie es gekommen ist, konnte der kleine Spitzmischling sich nicht aussuchen, seine Besitzerin starb und nun ist er hier, hier bei uns…
Er bringt natürlich eine gewisse Krankenakte mit und wird demnächst (schnellstmöglich) dem Tierarzt vorgestellt und behandelt. Festgestellt wurde allerdings beidseitiger grauer Starr, ein Hodentumor (muss kastriert werden) und seine Zähne müssen dringend gemacht werden.
Der Knuffi hat natürlich ordentlich Stress, egal, wie gut wir es versuchen, ihm recht zumachen.
Es ist voller Trubel, laut und er ist mehr allein, als er es gerne sein würde.
Er sieht natürlich schlecht und erschrickt öfter mal.
Läuft hin und her bis er hechelt…und sucht wohl den Weg nach Hause 🙁
Andere Hunde stören ihn nicht, aber Hektik irritiert ihn natürlich.
Vom Verhalten grundsätzlich ist er ein angenehmer Begleiter, geht Streit aus dem Weg und ist gerne in der Nähe von Menschen, die er kennt. Lässt sich gerne streicheln, aber man muss natürlich immer rücksichtsvoll auf ihn zu gehen. 🙂
Ruhig geht er seine Wege und läuft altersgerecht an der Leine…
Wir suchen dringend einen ruhigen Platz für ihn, wo er seine letzte Zeit in schöner liebevoller Gesellschaft verbringen darf 🙁
Die neue Situation fällt ihm nicht leicht und das merken wir deutlich, wenn wir wieder mal eine halbe Stunde neben ihm sitzen, bis er durch ganz viel gut zureden und kuscheln endlich frisst…:(
H 18-21
Name: Imme
Rasse: Alpenländische Dachsbracke
Farbe: braun
Geschlecht: Hündin
Kastriert: ja
Alter: 06.04.2007
Größe/Gewicht: 30 cm / kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Das kleine sensible Immchen hat leider ihr geliebtes zu Hause verloren, da die Besitzerin ins Pflegeheim ziehen musste. Sie lebte dort von klein auf und dort überwiegend im Haus und auf dem Hof. Mit diesem Umzug zu uns ins Tierheim, ist einfach mal eben so ihre heile Welt zusammengebrochen.
Es fällt Imme sehr schwer im neuen Hier und Jetzt zu leben. Man merkt ihr die Trauer deutlich an und sie wartet…wartet darauf, dass sie wieder abgeholt wird.
Und wir sind, wie immer, stets bemüht, doch das hilft einem gebrochenen Herzen meist nicht sehr.
Nun hoffen wir natürlich, dass wir für sie schnell einen geeigneten altersgerechten Platz finden können!
Imme hat natürlich auch eine kleine Krankenakte. Sie hat (KCS) eine Augenerkrankung, weshalb sie damit in Dauertherapie sein wird. Die Kosten dafür belaufen sich monatlich auf 50 Euro.
Ja, das Immchen ist sehr menschenbezogen und sucht ständig unsere Nähe. Sie kommt aber auch gut zur Ruhe, wenn sie draußen mit einem Hundekumpel die Sonne genießen darf und schläft dann friedlich vor sich hin.
Dabei sein ist alles und ihr das Gefühl vermitteln, dass man sie lieb hat, freut sie sehr, die kleine Omi.
Sie kann aber auch mal ein paar Stunden alleine bleiben und geht auch noch gerne in ihrem Tempo spazieren!
Zu Hause kann altersbedingt auch mal etwas daneben gehen und ebenerdig sollte ihr zu Hause natürlich auch sein.
Wir freuen uns sehr über ernstes Interesse an der süßen. 🙂
H 45-20
Name: Max
Rasse: Mischling
Farbe: weiß braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 2018
Größe/Gewicht: 24 cm / 6 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Kinder: ja
Max
Unser kleiner Zauselknirps ist leider wieder da und sucht diesmal nach dem Happy End.
Damals kam er als Fundhund zu uns und wurde nicht vermisst, nicht wieder abgeholt.
Sein Charme ließ viele dahin schmelzen, aber dadurch, dass der Jack Russell voll in ihm da ist, ist er auch nicht jedermanns Sache…
In seinem kurzzeitigen zu Hause verstand man leider auch das hibbel habbel Getue falsch und konditionierte immer weiter ins Unermessliche, sodass Max zu jeder runden Stunde irgendwas wollte und wollte und wollte und schon gar nicht mehr zur Ruhe kam.
Als „Auslastung“ spielte man viel Ball, obwohl wir dies von Anfang an abgeraten hatten.
Wir kennen ihn als kleines aufgewecktes Kerlchen und das wird er auch immer bleiben und wir wissen, dass alleine bleiben können, ein Thema ist.
Was braucht Herr Zausel denn aber jetzt nun???
Eine Mitte. Einfach bloß die Mitte. Von gut und böse? Nein. Die Mitte von wir erleben was gemeinsam, starten von einem Abenteuer und fallen ins nächste Bett. Eins zu Eins Beschäftigung, kein Triggern mehr mit Ballwurf. Was ist Ruhe? Wie geht das? Wer kann das gut?
Max braucht keine high end Bespaßung, aber wenn er bespaßt wird, möchte er natürlich auch der Mittelpunkt der Erde sein und das ist auch okay.
Wir suchen also jemanden, der nicht das Gefühl hat, dass er oder sie eine schlechte Hundemama oder Hundepapa ist, nur weil der Hund nicht den ganzen Tag „das activity program“ durchlebt. 🙂
Und einfach nach Gefühl geht, sich reinfühlt in den kleinen Zauselknirps. 🙂
H 21-21
Name: Kantor
Rasse: DSH
Farbe: schwarz braun
Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Alter: 30.09.2016
Größe/Gewicht: 63 cm / 44,5 kg
Verträglich mit Katzen: ja
Kantor – der, der den klaren Blick für das Fremde bloß aufsetzt.
Kantor musste leider bei uns ins Tierheim einziehen, da seine Menschen durch verändernde Lebensumstände keine Möglichkeit mehr sahen, diesen stämmigen Schäferhund zu halten und gerecht zu werden, wie man immer so zu sagen pflegt.
Kantors Misstrauen in die Menschheit wurde nun erweckt und das ist ihm keinesfalls übel zu nehmen. Er hatte auch eine Hundedame als ständige Wegbegleiterin, lebte mit dieser auf dem vorhandenen Grundstück, kennt es nicht, im Haus zu leben. Anders gesagt, kennt er nicht ganz so viel, muss nun in alles etabliert werden, um zukünftig zurecht zu kommen.
Als Schäferhund gar nicht mal so schwierig, schnell anpassungsfähig und gewollt mit seinen Menschen durch dick und dünn zu gehen. Motiviert seinen Menschen zu vertrauen und sich auf diese zu verlassen.
So sensibel, aber kaum eine Spur davon anzusehen. So sind sie, unsere lieben deutschen Schäferhunde.
Kantor fühlt sich nun erst mal etwas verloren, freundet sich aber schnell mit einem an und wird dann immer anhänglicher. Vielen Dingen gegenüber ist er skeptisch und guckt sich die Sache lieber genauer an. Unsicher schreitet er in dem einen Moment voran und im nächsten hat er ein stark fokussierendes aufmerksames Auge auf etwas.
Eine gewisse Individualdistanz hat er und man kann nicht alles mit ihm machen, ohne dass er dabei nicht etwas zu sagen haben möchte. Man sollte „Hund“ lesen können, um erkennen zu können, ob er einem signalisieren möchte, dass er etwas gut oder schlecht findet.
Kantor hat eine ausgeglichene Ausstrahlung, liegt und beobachtet viel, geht unterwegs auf dem Spaziergang sehr entspannt, solange er einen nicht als unfähig durchschaut.
Er möchte die Verantwortung für die Welt nicht und checkt dennoch ab, ob man diese selbst tragen kann. Sollte man ihn nicht vernünftig führen können, so kann es später durchaus passieren, dass er alle Reize von seiner Bezugsperson abschirmt und fremde Menschen oder Hunde von einem fernhalten möchte.
Sehr erfreulich ist, dass Kantor kein Balljunkie!!!! ist. Und das soll bitte auch so bleiben! 🙂
Also gar nicht erst mit dem Werfen von Gegenständen anfangen. 🙂
Derzeit möchte Kantor leider keine hündische Gesellschaft und wie sich das in Zukunft entwickelt, können wir nicht sagen, da er wohl nur diese eine Hündin zum Austauschen kennenlernen durfte in seinem vorherigen zu Hause!
Wir werden daran arbeiten, grundsätzlich denken wir aber, dass er einfach nur etwas Zeit benötigt, um neue Kumpels kennenzulernen. 🙂
Wer also auf der Suche nach seinem zukünftigen besten Freund für immer ist, ist bei Kantor vielleicht gar nicht so falsch, wenn er denn das eine oder andere mitzubringen hat!
H 24-20
Name: Roki
Rasse: DSH-Mischling
Farbe: tricolor
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Alter: 2017
Größe/Gewicht: 58 cm / 20 kg
Verträglich mit Artgenossen: ja
Verträglich mit Katzen: unbekannt
Kinder: sollten standfest sein
Roki – das Lachen, welches man nicht kaufen kann, aber neben einem her zu laufen haben könnte.
Unsere grazile Spaßbombe lebt nun hier, weil sein Besitzer verstorben ist.
Viele background Infos haben wir deshalb, wie so oft, auch in diesem Fall nicht.
Wir wissen, dass sein Besitzer ihn aus gesundheitlichen Gründen als „Therapiehund“ gehalten hat, er aber kein ausgebildeter Therapiehund in jeglicher Form ist.
Roki ist mit Hunden, die es ihm angetan haben, sowie auch mit Menschen, die er kennt, ziemlich lustig und möchte am liebsten auf Durchzug mit einem ins Wunderland laufen oder wo auch immer seine Hummeln im Hintern ihn hinführen mögen!
Durch wahrscheinlich bestimmte vorhandene Genetik ist er sehr außen orientiert und lauffreudig vom Feinsten. Leine? Was ist Leine? Ziehen? Ja, das kann ich am besten!
Ach und nicht zu vergessen…unterwegs wird gerne jeder Grashalm inspiziert, markiert am laufenden Fließband und hinter sich her gescharrt, als würde er einen Tornado aufwirbeln wollen und das alles mit einem frechen Grinsen im Gesicht. 🙂
Roki gehört nicht zu den Hunden, die auf der Couch surfen wollen, er tanzt im Galopp lieber gleich durch die ganze Bude, so nach dem Motto. Also Schlaftabletten möchte er weder nehmen noch mit welchen zusammen leben. Er will mit Action in den Sonnenuntergang rocken und vielleicht auch doch noch bis hinter den Horizont, wer weiß.
Er sucht keinen Streit, er sucht nur immer den besten Weg ins Spaßparadies.
Und nebenbei ist er sicherlich auf der Suche nach Menschen, die hellwach sind, was im Köpfchen und Lust auf diverse Abenteuer haben.
Er hat noch viel vor im Leben, aber auch noch einiges zu lernen.
Damit der Mensch hinten an der Leine nicht als lästiges Anhängsel der Freiheitsberaubung missverstanden wird und man zusammen richtig durchstarten kann.